Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 21.03.20 21:13

Bezeichnung: [Negramoll] - Sin Titulo. NG. - Vino Experimental - Vino de Isla - La Palma DO
Winzer/Produzent: Victoria E. Torres Pecis
Land / Region: Spanien - Islas Canarias
Jahrgang: 2017
Typ: Rotwein
Rebsorte: Tinta Negra Mole
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Lote ST-NG /2017
Preis: 23 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Wein am Limit - 24.09.2019
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 14.03.2020
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Fürs Auge gibt's ein recht dunkles Ziegelrot mit deutlicher Transparenz. Für den Riechkolben dann leicht Flint, geröstete Kirsche und vor allem anfangs auch leicht UHU. Am Gaumen eine unerwartet deutliche Extraktsüße aus Schattenmorellen und herben Preiselbeeren, die aber wunderbar integriert ist, sehr gut moderierende, herb-bittere Säure, leicht scharfe Würze, ein bißchen wie Worchester-Sauce wirkend. Sehr langer Abgang der süßlich-bitteren Art mit leicht grünem Schnupftabak,

Interessanter Vulkanwein mit deutlicher herb-scharfer Süße, ganz eigen, trotz des deutlichen Extrakts kein Stück breit, sondern hochanimierend.

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25

1. Nachtrag nach 72 Stunden mit Luft: in der Nase nun anfangs ein klein bißchen mehr Kleber, schrumpft aber mit Geschwenke auf ein animierendes Maß zusammen. Am Gaumen gehen UHU und Frucht eine innigere Verbindung ein, die scharfe Würze kommt mit einem Hauch angebranntem Chili daher, sehr schöne Säure-Extrakt-Balance, wirkt nun deutlich kräutersalzig. Der kaum abflauende Nachhall wirkt warm und etwas kantig, wobei die organischen Noten die Grenze zum Unangenehmen auch nicht annähernd antasten und sich dennoch überdeutlich bemerkbar machen.

Souveräne Seitwärtsentwicklung, immer noch frech-kantig-fordernd, auch wenn ein paar kleine Schmeicheleinheiten dazu gekommen sind.

2. Nachtrag nach 7 Tagen mit Luft: nasenmäßig nun absolut kleberfrei, gerbstoffige, staubige, deutlich sekundäre Kirschen, geschmacksmäßig ist die frisch-sekundäre Kirsche plus rote Pflaume auch mit leicht rauchigen Gerbstoffen umwabert, die nach wie vor gut strukturierte Säure wirkt jetzt recht flauschig, schöne dezente Großholzaromatik, die etwas zur Berghütte hin schaut. Der Abgang ist hochfluffig, hier meint man, der Wein sei nun einfach um gut 5 bis 10 Jahre in sehr vorteilhafter Weise gealtert.

Die Kanten sind jetzt komplett wegoxidiert, was ihn recht geschmeidig macht, wird dadurch aber nicht uniform. Zeigt auch nach einer Woche keine Schwäche, dennoch kleiner Punktabzug wegen der mittlerweile signifikant geringeren Spannung.

Wertung am letzten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/03/18/meedels-weine-2/
Link 2: -
Link 3: -
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