Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 10.05.19 19:31

Bezeichnung: Riesling - Castel Ringberg - Alto Adige DOC
Winzer/Produzent: Elena Walch
Land / Region: Italien - Südtirol
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 16 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 18.08.2014
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 10.05.2019
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 23.11.2015:

Im Glas ein ausnehmend klares Goldgelb. Das Bukett dieses im Stahl ausgebauten Weins ist leicht rauchig, mit einer feinen Tabaknote. Einige sehr reife, gelbe Fruchtnoten aus der Aprikosen- und Mangoliga, etwas Korianderhonig und Karamell. Am Gaumen setzt sich dies genauso fort, ergänzt durch ein paar kleine bitter-saure Tamarindennoten und kalkige Mineralik. Die Säure ist zwar präsent, aber der deutliche Extrakt stiehlt ihr ein bißchen die Show, so daß dieser Riesling von der Stilistik her etwas ins Burgundische abgleitet. Was aus meiner Sicht nicht weiter schlimm ist. Der Abgang ist lange anhaltend und zeigt sich von einer mineralisch-fruchtigen Seite mit ganz leichten Bitternoten. Der Riesling hat 13 Umdrehungen, die ihm auch ganz gut zu Gesicht stehen.

Von allen Walch'schen Weinen gefällt mir dieser Riesling bis dato mit Abstand am besten, einfach weil er die meisten Alleinstellungsmerkmale zeigt und dabei für meinen Geschmack sehr ausgewogen, wenn auch etwas ungewöhnlich ist. Mit Rheingau-Riesling o.ä. hat das hier aber rein gar nichts zu tun!

Wertung vom 23.11.2015: Nachkauf 3 von 3

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Verkostung vom 10.05.2019:

Im Glas ein sehr intensives Goldgelb, für's Näschen gab's anfangs recht viel Paraffin und Phenolik, diese Aromen nehmen aber mit ca. 30 Minuten Luft deutlich ab und pendeln sich auf ein schönes, prägendes, aber nicht vorlautes Niveau ein. Dann kommen auch Lavendelhonig, etwas Ugli und Minneloa und ganz leicht Torf zur Geltung. Am Gaumen anfangs auch fast etwas harsch, im Laufe der Zeit findet sich aber alles recht schön zusammen, Honig und Säure umschmeicheln sich, die Zitrusseite ist hier sogar eher gelb denn orange, die verschiedenen Bitterchen plus ein Hauch Teer sammeln sich auf der animierenden Seite. Der Abgang befindet sich dann -was die Reifenoten angeht- mehr auf der Firnisseite, wieder eine schöne Spannung zwischen Säure und Honig, im Finale dann eher das Spiel der Bitterstoffe mit den Zesten.

Dieser Südtiroler Riesling zeigt ganz andere Reifenoten als ich das von z.B. deutschen Rieslingen so kenne, woran das auch immer liegen mag. Geht auch gefühlt schneller als "bei uns"; möglicherweise einfach eine Folge davon, daß der Wein in einer vergleichsweise warmen Ecke Südtirols gedeiht. Ich denke nicht, daß man ihn jetzt noch allzu lange im Keller liegen lassen sollte, besser wird er wohl nicht mehr. Hat mir in jünger auch noch ein bißchen besser gefallen...
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2019/05/10/sudtiroler-exot/
Link 2: -
Link 3: -
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