Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 09.10.20 20:55

Bezeichnung: Sylvaner - Südtirol Brixner Eisacktaler DOC
Winzer/Produzent: Köfererhof
Land / Region: Italien - Südtirol
Jahrgang: 2014
Typ: Weißwein
Rebsorte: Silvaner
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L521
Preis: 13 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 29.03.2016
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 08.10.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 08.03.2019:

Die Farbe ist ein eher helles Goldgelb, nasenmäßig gibt's ordentlich Weinbergspfirsich und Mirabellen, leicht mit Palmzucker und Schnupftabak gepudert, mit Luft im Ansatz auch torfig. Geschmacklich kommt die Frucht auch recht dicht und reif daher; wieder deutlich -aber nicht vorlaut- einige Braunwürze, die Säure arbeitet effektiv, drängt sich aber nicht vor, ganz im Hintergrund ein leicht herbes Steinbett. Der Abgang ist von ordentlicher Länge, recht intensiv würzig-fruchtig, dennoch fluffig und unangestrengt.

Ich bin immer wieder erstaunt, was für gehaltvoll-komplexe Sachen aus der schon recht hoch gelegenen Brixener Ecke -in diesem Fall Vahrn bei Neustift- kommen, in der sich der Weinbau im Wesentlichen auf 600 bis 900 m Höhe abspielt. Kühl und karg ist das jedenfalls nicht, was da mehrheitlich in die Flaschen gespült wird, aber eben auch nicht behäbig und sättigend, da bei allem Gehalt in der Regel auch eine schöne Säure kontra gibt. Auch dies ein sehr schöner, leicht angereifter Sylvaner mit Brixener Prägung, sowas findet man in D praktisch gar nicht, ist mir zumindest noch nicht untergekommen. Vor allem gefällt mir die schöne Balance zwischen Extraktdichte einerseits und beschwingtem Trinkfluß andererseits.

Wertung vom 08.03.2019: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 08.10.2020:

Im Glas ein helleres Messing, riecht gleich recht dicht nach reifer, aber auch reduzierter Frucht wie Backapfel und Physalis, leicht auch noch Steinobst, welche mit einiger, aber geschmeidiger Würze daherkommen. Am Gaumen durch frisch geschlagene Eiche sehr warm wirkend, die Frucht ist hier noch sekundärer aufgestellt, dezent etwas weicher Torf, gar nicht mal soo viel Säure, dennoch gut flüssig bei leichter Cremigkeit, stein- bzw. salzmäßig denke ich an eine Art braunes Würzsalz, welches im Finale eine ewige Spur hinterläßt, zu der sich auch noch ein bißchen Piment gesellt.

Sehr schön würziger Sylvaner, der so ganz anders gestylte Reifenoten aus der Torf- und Tabakecke zeigt, als ich diese insbesondere von den fränkischen Vertretern kenne, dazu diese recht markante Salzspur, was dem Wein auch eine hohe Eigenständigkeit verleiht. Hat sich in dieser vergleichsweise kurzen Zeit seit dem Erstkontakt schön und auf gleichem Niveau weiterentwickelt und ist noch lange nicht am Ende.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/10/09/gar-nicht-mal-so-kuehl/
Link 2: -
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