Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 22.11.20 13:51

Bezeichnung: Rotweincuvée - Lisas Lila-Rot - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Lisa Bunn
Land / Region: Deutschland - Rheinhessen
Jahrgang: 2015
Typ: Rotwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: Cuvée aus Cabernet Dorsa und Regent, AP 4 401 0700 020 18
Preis: 7,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 09.11.2018
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 16.11.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 19.02.2019:

Die Farbe ist ein recht dunkles Purpurrot mit violetten Rändern und mäßiger Transparenz. Geruchlich wirkt das Ganze gleich recht dicht saftig, riecht nach dunklem, leicht süßlichem Waldbeerenmix mit etwas Lebkuchengewürz. Geschmacklich auch eine deutlich schmatzig-würzige Frucht, ausgeprägte Extraktsüße, aber kein freier Zucker spürbar, weitgehend gerbstofffrei. Die Säure ist eher unscheinbar, aber durchaus effektiv, jedenfalls zeigt sich keinerlei Breite. Der Abgang ist lang und vorwiegend dunkelbeerig ohne dabei ins plakative abzugleiten.

Eigentlich dürfte mir so eine Stilistik gar nicht schmecken, tut's aber trotzdem. Der Wein ist zwar nicht hochkomplex und will's wohl auch gar nicht sein, aber die Art und Weise, wie hier der Spagat zwischen Betonung der Fruchtsüße einerseits und beschwingtem Trinkfluß andererseits beherrscht wird, ist auch angesichts des Preises von nicht mal 8 Euronen pro Flasche durchaus bemerkenswert.

Wertung vom 19.02.2019: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 16.11.2020:

Die Farbe ist violettrot mit geringer Transparenz, riecht nach Kakao sowie dezent Vanille -später auch Buchenstaub- mit Brombeergelee und ein paar Sauerkirschen. Am Gaumen zeigt sich das gleiche Bild, Holz und Frucht sind hier auf Augenhöhe in perfekter Balance, die Säure ist ebenso vorbildlich austariert und schleppt einen Hauch Blutorange mit, ganz leicht ist ein eher kühles Steinbett erkennbar. Der ewig lange Abgang lebt ebenfalls von dieser Kombination aus Dichte und Ausgewogenheit, die dennoch eine ordentliche Spannung präsentiert, weil keine Komponente die andere überdeckt.

Zeigt sich übrigens bei ca. 14 bis 16 °C im besten Licht, hier ist der Extrakt schon voll da, die Säure hat mit der Kühle einen potenten Frischepartner. Das ist in meinen Augen ein perfekter "kleiner Wein", der nicht groß sein möchte, aber mit den Mitteln, die er hat, so vorbildlich umgeht, daß manch wirklich Großer glatt ein bißchen neidisch werden könnte.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/11/22/lila-rote-neuzuechtung/
Link 2: -
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