Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 02.12.18 22:24

Bezeichnung: Pinot Noir - vom Löss - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Lisa Bunn
Land / Region: Deutschland - Rheinhessen
Jahrgang: 2015
Typ: Rotwein
Rebsorte: Spätburgunder (Pinot noir)
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 9,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 22.11.2018
Bewertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 20/25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 30.11.2018
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Die Farbe ist ein dunkleres Blutrot mit mittlerer Transparenz, die Nase wird mit Süßkirschen und Walderdbeeren bedacht, am Gaumen ebenfalls Süßkirschen, jedoch mit ein paar herben Gerbstoffen gepudert; dazu wieder etwas Erdbeere und ein paar schwarze Johannisbeeren, eine anfänglich leichte Kitschigkeit verfliegt recht schnell. Die Säure ist ordentlich und transportiert ein leichtes Pampelmusenbitterchen. Der Lößboden macht sich durchaus mit einer gewissen Dichte bemerkbar, zieht den Wein aber nicht wesentlich auf die behäbige Seite. Der Nachhall hallt ordentlich lang, die Frucht wird hier nochmals repetiert, die Gerbstoffe nebst Bitterchen sind in schöner Balance und Säure sorgt auch hier für Frische.

Dieser "Pinot Noir" ist aus meiner Sicht sehr klar ein deutscher Spätburgunder. Da will es schon was heißen, daß ich mit dem überhaupt was anfangen kann. Es hat zwar ein paar Minuten gedauert, bis die beerige Anfangsplakativität überwunden war, aber dann hat man -solange man ca. 16 ºC nicht überschreitet- einen durchaus saftigen, frischen und durch die Mineralik auch nicht beliebigen Spätburgunder im Glas. Vor allem in Anbetracht des Preises super gemacht, dennoch nicht unbedingt mein persönlich präferierter PN-Stil.

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 1/3, Gesamt 17/25

Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: in der Nase jetzt deutlich sauerkirschiger plus schwarze Joh-Beere, dazu etwas weißer Rauch und Beifuß, die sonstigen Beeren haben sich komplett getrollt. Am Gaumen nun eine sehr geschmeidige, leicht begerbstoffte Kirschfrucht, auch hier nun komplett Erd- und Himbeer-befreit. Dazu eine nicht überbordende, aber doch prägnante Holznote in Form von Buchenstaub und ansatzweise Bitumen, die Säure ist sehr schön vermittelnd. Der Abgang ist recht lang, leicht angeholzte Kirsche mit Pampelmusenbitterchen und animierender Säure.

So lasse ich mir das schon eher eingehen, das ist jetzt eigentlich ein ganz anderer Wein als vor zwei Tagen, die Etikettierung als "Pinot Noir" ist nun tatsächlich angebracht. Vor allem vor dem Hintergrund des aufgerufenen Preises von regulär < 10 Euronen nun ein beachtlicher PN, da habe ich für 25 EUR+ schon deutlich schlechtere Sachen im Glas gehabt. Man muß ihm nach dem Öffnen nur genügend Zeit gönnen...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2018/12/02/vom-spaetburgunder-zum-pinot-noir/
Link 2: -
Link 3: -
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