Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 10.09.20 18:06

Bezeichnung: Riesling - Osthofen - Familienbande - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Karl May
Land / Region: Deutschland - Rheinhessen
Jahrgang: 2016
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 4 311 128 19 17
Preis: 9,2 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 15.05.2018
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 06.09.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 23.05.2018:

Die Farbe ist ein dunkleres Strohgelb, die Nase wird mit einigen Feuerstein- und Phosphornoten bedacht, in zweiter Linie dann frische Zitrusfrucht: Zitrone, Limone, Pomelo. Geschmacklich ist die Zitrusseite deutlich präsenter, hier kommt noch etwas Pomeranze dazu. Dazu ordentlich Säure, die jedoch nicht zu mimischen Entgleisungen führt; Flint und sonstige, leicht herbe Steine spielen auch mit, hier aber in der zweiten Reihe. Der Abgang ist von ordentlicher Länge, dabei sehr frisch und zitrisch, auch hier stehen Extrakt und Säure in einem schönen Verhältnis zueinander.

Sehr schön gemachter, frisch-mineralischer Riesling, ausgewogen und doch mit einiger Spannung, nicht mainstreamig, aber meiner Meinung nach doch konsensfähig. So stelle ich mir einen guten Ortswein vor.

Wertung vom 23.05.2018: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 06.09.2020:

Ein helleres Strohgelb im Glas, das Bukett zeigt anfangs etwas verhalten und mit steigender Temperatur deutlich zunehmend Schießpulver und 400er Naßschleifpapier, dahinter kann man diffus was Zitroniges erahnen, wobei sich mit Luft einige Pomelozesten in den Vordergrund drängen. Am Gaumen dann schon etwas mehr Schub, Zitronen und Limetten sind recht agil, später auch Pampelmusen, die Säure ist frech und fast ungestüm, kratzt auch leicht, aber nicht unangenehm am Zäpfchen; die Mineralik wirkt etwas rustikal wie auf einer Baustelle, auf der ständig mit Beton herumgepanscht wird. Der schön lange Nachhall ist dann vergleichsweise sanft, aber doch recht frisch; hier spielt eine leicht reduktive Zitrone die erste Geige.

Im Vergleich zum vorher vernichteten Riesling von Bürklin-Wolf wirkt dieser Rheinhesse deutlich eindimensionaler, objektiv und für sich betrachtet aber ein sehr schöner, vor allem sehr erfrischender Riesling ohne irgendwelche Störfaktoren. Aber es ist halt doch alles ein bißchen einfacher gestrickt als beim oben verlinkten Referenzriesling des Abends, ka... daher heute leider etwas ab...

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 18 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: die Nasenmineralik hat sich intensiviert, verdrängt damit allerdings die Agrumen ein bißchen, die Pomelo bleibt hier aber bestimmend. Auch am Gaumen legt alles einen Zahn zu, dennoch fügen sich die Bestandteile nun etwas besser zusammen. Der Abgang ist nicht mehr ganz so sanft, was dem Gesamteindruck aber nicht schadet. Insgesamt ein schöner Satz nach vorne, Zunahme von Harmonie und Frische zu gleichen Teilen...

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/09/09/ortswein-in-frisch/
Link 2: -
Link 3: -
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