Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 25.07.20 11:47

Bezeichnung: [Aligoté] - Le Clou 34 - Claire Naudin - Vin de France
Winzer/Produzent: Domaine Naudin-Ferrand
Land / Region: Frankreich - Burgund
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Aligoté
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 16 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Mes Bourgognes - 14.09.2017
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 19.07.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 13.12.2017:

Im Glas ein leicht ins messingfarbene schielendes Goldgelb, in der Nase zeigt sich eher wenig Frucht, hauptsächlich mürber Apfel und grüne Kochbanane, das Ganze kommt auf einem sanft reduktiven Hefebett daher. Dazu schöne und dezente Anklänge von großem Holz, ohne daß ich das jetzt im Detail fassen könnte. Am Gaumen cremig-frisch; trotz einer gewissen Leichtigkeit, die der Aligoté verbreitet, baut sich dann doch ein sanfter, warmer Druck auf. Auch hier die Frucht sehr distinguiert, dafür gibt's eine geschmeidige, kalkbasierte Mineralik mit einigen, bizzelig-würzigen Komponenten. Die Säure ist recht moderat ausgeprägt, bringt aber doch ein bißchen Limette und Pomeranze mit, was dem Ganzen ein kleines, aber sehr feines Extra verleiht, der Trinkfluß ist jedenfalls nicht beeinträchtigt. Der Nachhall hallt ganz gut, schafft dabei den Spagat zwischen Leichtigkeit und Substanz sehr schön, das Finale wird von sehr feinen braunwürzigen Aromen bestimmt.

Auffällig sind hier für mich der dezente, leicht herbe Zitrustouch, die belebende Säurestruktur trotz eher moderatem Säuregehalt und diese oben schon erwähnte Leichtigkeit trotz deutlicher Struktur.

Wertung vom 13.12.2017: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

-------

Verkostung vom 19.07.2020:

Die Farbe ist ein helleres Messinggelb mit dem Hauch einer Trübung. Recht nach extrem reduzierter Gelbfrucht mit saurer Mandel und angekündigter frischer Cremigkeit. Am Gaumen dann ebenfalls ein nussig-mandeliger Eindruck, der ein bißchen an Chenin blanc erinnert, dazu ein Hauch weißer Pfeffer, die Säure drängt sich nicht in den Vordergrund, sorgt aber souverän dafür, daß die Nuß-Nougat-Seite schön fluffig-locker bleibt, steinigerseits assoziiere ich am ehesten Kalk mit leichtem Karamell-Coating. Der schön lange Abgang mutet noch etwas frischer an, auch hier eine schöne Mischung zwischen Eleganz, sanftem Druck und viskositätssenkenden Komponenten.

Dafür, daß Aligoté im Burgund eigentlich die Rolle der "Brot-und-Butter-Rebe" innehat (vielleicht ähnlich wie der Müller-Thurgau in D), ist das hier ein sehr anspruchsvolles Weinchen, das noch dazu den Geldbeutel für burgundische Verhältnisse höchst schonend behandelt; steckt so manchen 3-fach teureren Chardonnay locker in die Tasche, ist aber beileibe kein Chardonnay-Ersatz, sondern setzt durchaus eigene Maßstäbe. Der Wein ist in der Zeit seit unserer ersten Begegnung deutlich erwachsener geworden, was ihm sehr gut steht, ist auch noch lange nicht am Ende; würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn er in 10 Jahren noch nicht am absteigenden Ast wäre.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/07/25/burgund-weiss-chardonnay/
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 309 mal abgerufen

Bilder:

 

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2012 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung