Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 27.01.19 19:46

Bezeichnung: Vernatsch - Alte Reben - Südtiroler DOC
Winzer/Produzent: Franz Gojer - Glögglhof
Land / Region: Italien - Südtirol
Jahrgang: 2015
Typ: Rotwein
Rebsorte: Vernatsch
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 8,65 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 16.12.2016
Bewertung: Nachkauf 1/3, Gesamt 14/25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 15.11.2018
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 15.11.2018:

Die Farbe ist rubinrot mit deutlicher Transparenz, bukettseitig gibt's etwas plakative Kirsche und Speckstein mit angekündigter Extraktsüße. Am Gaumen bewahrheitet sich das dann mit dem grellen Extrakt, dem einfach deutlich zu wenig Säure gegenüber steht. Weiters gibt's noch ein Grapefruitbitterchen, Magnesium und etwas Holz, allerdings eher in Richtung Preßspanplatte. Der Abgang ist recht lang, aber auch hier ist alles sehr laut und süß.

Ich habe den Wein nicht wiedererkannt, da er sich seit der letzten Verkostung doch recht deutlich zu seinem Nachteil verändert hat. Schade, sollte man vielleicht einfach nicht zu lange im Keller liegen lassen.

Verkostung vom 26.07.2017:

Im Glas ein transparentes, aber nicht "dünn" wirkendes Rubinrot, würde auch auch einem Spätburgunder gut zu Gesicht stehen. Geruchlich dominiert die Kirsche, die ist schön klar, absolut nicht kitschig, dahinter vielleicht noch ein bißchen Granatapfel. Am Gaumen ebenfalls eine schöne, erstaunlich intensive Kirsche, sehr trocken, der deutliche Extrakt drückt keine Bonbon-Süße ins Glas. Die präsente Säure korrespondiert vorbildlich mit der an sich schon etwas süß wirkenden Kirsche, so daß keine Zuckerschwanzgefahr droht. Und wenn man sich ein bißchen anstrengt, dann findet man auch noch ein kleines Gewürzsträußchen im Glas. Der Abgang ist warm und von schöner Länge, auch hier dominiert die Kirsche nebst ein paar würzigen Aromen, diese wirkt in diesem Stadium allerdings deutlich dunkler als zuvor.

Bei dieser Rebsorte hat mich unter anderem immer gestört, daß die Weine flach bis dünn und / oder einfach unausgegoren im wahrsten Sinne des Wortes wirken. Das paßt auf diesen Vernatsch -der übrigens immerhin 13,5 PS unter der Haube hat- zum Glück gar nicht. Man darf sich hier zwar keinen ultrakomplexen Rotwein erwarten, aber mit seiner klaren, frischen, schnörkellosen und -trotz des Gehalts- durchaus auch leichten -bzw. leicht wirkenden- Stilistik macht er sehr viel Spaß und paßte wunderbar zum Leberkäs mit Kartoffelsalat. Erwartung erfüllt...

Wertung vom 26.07.2017: Nachkauf 2/3, Gesamt 16/25
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2018/12/14/32-weinrunde-in-muenchen/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2017/07/26/no-trollinger-please/
Link 3: -
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