Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 22.05.20 17:30

Bezeichnung: Sauvignon blanc - Meersburger Sängerhalde - trocken - 3 Lilien - Qw
Winzer/Produzent: Aufricht
Land / Region: Deutschland - Baden
Lage: Sängerhalde (Meersburg - Baden) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2014
Typ: Weißwein
Rebsorte: Sauvignon blanc
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 117 33 15
Preis: 30 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 27.05.2016
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 21.05.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 22.04.2017:

Dieser Wein ist recht dicht goldgelb im Glas. Geruchlich zeigen sich gleich deutlich Korianderhonig, Vanille, Karamell, Toffee und etwas Teer. Am Gaumen zeigt sich gleich das, was man gemeinhin wohl "burgundisch" nennt, rauchige Nektarine, Kaktusfeige, eine geschmeidige Säure, aufgrund des amtlichen Extrakts leicht cremig, bleibt aber trotzdem gut "flüssig". Der sehr lange Abgang ist rauchig, teerig, etwas Naphtalin, die Frucht ist präsent, aber etwas durch die Mineralik belegt.

Dieser SB ist nicht unbedingt als solcher erkennbar, d.h. eine diesbezüglich ggf. vorhandene Erwartungshaltung erfüllt dieser Wein nicht. Ich mag aber solche Sachen...

Wertung vom 22.04.2017: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 21.05.2020:

Im Glas ein recht sattes Goldgelb, in der Nase anfangs recht verhalten, dreht aber nach gut einer halben Stunde deutlich auf und präsentiert dann alles mögliche, nur eine klar identifizierbare SB-Aromatik nicht; im Einzelnen fortgeschritten gereifte Pfirsiche und Andenbeeren mit Beifuß und Koriandersaat sowie leicht grünes, burgundisches Chardonnay-Holz. Am Gaumen ebenfalls viel reduzierte, dabei aber sehr dichte Dunkelgelbfrucht incl. etwas Maracuja und Mango, das Holz hier etwas brauner, auch mit Anis und einem Hauch Lakritz; dazu eine sehr schöne, für Niederviskosität sorgende Säure ohne selbst dabei vorlaut zu sein. Der Nachhall hallt ziemlich lang und zeigt eine schöne Balance zwischen Würze, Frucht und Säure.

Wenn ich meine Erinnerung bemühe und dazu mein obiges Geschreibsel anschaue, hat der "3 Lilien" sich sehr schön weiter nach vorne entwickelt, insbesondere das Holz ist jetzt deutlich subtiler, die schöne 14er-Säure präsenter, die Frucht ernsthafter. Auch wenn dieser Wein aus der nicht sonderlich beleumundeten Bodenseeregion kommt, zähle ich diesen SB klar zu den "oberen Zehntausend" dieser Rebsorte in D. Ist zwar auch nicht ganz billig, das Geld dafür reut mich aber nicht. Auch wenn hier klar in Richtung F geschielt wird bzw. ein paar schöne Anleihen von dort einfließen, bleibt das aber doch ein deutscher Wein mit modernerer Holzstilistik, die ich als recht gekonnt empfinde, jedenfalls ist alles sehr schön ausgewogen und dennoch bleiben genügend kleine Kanten für einen eigenen Charakter übrig. Schade, daß sowas am Schwäbischen Meer dann doch eher die Ausnahme ist!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/05/22/leuchtturm-am-bodensee/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2017/04/25/14-weinrunde-in-um-muenchen/
Link 3: -
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