Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 11.02.20 14:07

Bezeichnung: Grauburgunder - Wasserburger Weinhalde - Reserve - [trocken] - Qw
Winzer/Produzent: Schmidt am Bodensee
Land / Region: Deutschland - Württemberg
Lage: Weinhalde (Hattnau - Württemberg) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Grauburgunder
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 7 186 010 16
Preis: 27 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 26.05.2016
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 10.02.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 26.08.2016:

Das Goldgelb im Glas weist noch einige leichte grünliche Reflexe auf. In der Nase leicht Flint, anfangs etwas Blumentopf und wenig Maracuja, wird mit etwas Luft aber deutlich intensiver. Am Gaumen anfangs noch etwas reduktiv, auf der Fruchtseite Apfelmost, Mandarinenzesten, einige leicht schiefrig wirkende Steine (auch wenn's da eigentlich keinen Schiefer gibt, soweit ich weiß). Recht kernige, aber gut eingebundene Säure, die mit dem aufkommenden Fruchtextrakt immer gut zurechtkommt. Mit der Zeit offenbaren sich dann leicht die Holzaromen, der Wein wird gelber, intensiver, cremiger und wirkt auch ausgewogener. Der Abgang ist anfangs nur mittellang und dabei fruchtig auf der reduktiven Seite, gewinnt aber mit der Zeit ebenfalls deutlich an Länge und Intensität.

Wieder mal so ein Spätzünder, der wohl auch noch einiges an Entwicklungspotential birgt. Hat vor allem für einen GB eine schöne Säurestruktur. Werde ich sicher nicht das letzte mal im Glas gehabt haben.

Wertung vom 26.08.2016: Nachkauf 2 von 3

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Verkostung vom 10.02.2020:

Im Glas ein leuchtendes Goldgelb mit einem kleinen grünen Schimmer, riecht leicht reduktiv nach ebenso leicht sekundären Pfirsichen und Kaktusfeigen sowie etwas sauer eingelegter Reneclaude, deutliches, aber nicht vorlautes, leicht grünes Holz aus der Essigbaumecke. Am Gaumen ähnlich, die Säure ist -insbesondere für einen GB- gut ausgeprägt und hält dieses relative Dickschiff souverän auf der beschwingten Seite; das mineralische Bett ist herb-erdig ohne den Fettgehalt zu erhöhen. Der Nachhall hallt ordentlich lang und läßt einen die ganze Zeit bis zum Finalablauf nach mehreren Minuten in Richtung Burgund denken…

Hat sich seit der letzten Flaschenöffnung vor 3 1/2 Jahren recht schön entwickelt! Wenn Pouilly-Fuisée aus Pinot gris gemacht werden dürfte bzw. würde, könnte das wohl ähnlich schmecken (soo viele Konjunktive...). Der Preis für diesen Weinhalden-Wein ist zwar für Bodensee-Verhältnisse durchaus beachtlich, ich habe aber schon schlechtere -richtige- PF's aus dieser Preisregion getrunken. Und dann noch aus der aktuell vielleicht meist-gebashten Rebsorte Deutschlands gekeltert, Chapeau!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/02/11/chateau-hattnau/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2016/08/28/9-weinrunde-in-um-muenchen/
Link 3: -
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