Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 16.07.17 18:48

Bezeichnung: Weissburgunder - Meersburger Sängerhalde - 1 Lilie - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Aufricht
Land / Region: Deutschland - Baden
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Weißburgunder
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 12,9 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 04.09.2014
Bewertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 19/25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 16.07.2017
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Die Farbe ist ein leuchtendes, etwas dichteres Goldgelb. Für die Nase gibt's weißen Pfirsich und Mirabellen, ein paar mürbe Äpfelchen noch, ganz leicht was petroliges und mit der Zeit zunehmend etwas Vanille und Karamellbonbon. Am Gaumen ist der Fruchtkorb etwas größer, hier werden auch Quitten und kandierte Zitrusfrüchte auf der orangen Seite geboten, etwas weißer Pfeffer schwingt auch mit. Steinige Mineralik ist zwar vorhanden, man muß aber schon ein bißchen danach suchen. Vom Holzausbau stammen wiederum Vanille und leicht Karamell, diese Aromen halten sich anfangs aber dezent -wenn auch nicht verschämt- im Hintergrund auf um mit etwas Luft dann deutlich an Raum gutzumachen; es wirkt aber auch nach gut zwei Stunden in keinster weise übertrieben. Die Säure setzt dem ordentlichen Extrakt ebenso ordentlich was dagegen. Der Abgang offeriert minutenlang den prall gefüllten Fruchtkorb, wobei die Extraktsüße sich deutlich, aber nicht unangenehm bemerkbar macht. Zum Ende hin kämpft sich wieder die Lakritze etwas nach vorne.

Wenn ich mir meine Beschreibung vom letzten Jahr so anschaue, hat sich eigentlich nichts grundsätzliches geändert, ein bißchen "reifer" vielleicht, aber nicht in der Form, daß ich annehmen würde, der WB hätte seinen Zenit schon überschritten.

Verkostung vom 31.07.2016:

Die Farbe ist ein helles Goldgelb. Geruchlich zeigen sich gleich sehr intensiv Pfirsich und Karamell, dazu eine deutliche, aber doch zurückhaltende Braunwürze. Am Gaumen kommt etwas weißer Pfeffer dazu, auch reife Quitten, wenig Minneloa. Das Holz ist ebenfalls deutlich, aber auch noch in der zweiten Reihe. Die Säure zeigt sich ausgewogen, der gehaltvolle WB wirkt dadurch noch elegant bis frisch. Die Steine sind eher klein, runden den Eindruck aber schön ab. Der Abgang ist sehr lang, dabei intensiv fruchtig, Pfeffer und etwas Lakritz zeigen sich hier sehr deutlich.

Immer noch ein schöner gehaltvoll-frischer WB, der trotz des dichten Extrakts nicht zu wuchtig ist. Seit der letzten Verkostung hat er sich schon signifikant verändert, wobei ich auch hier (noch) nicht von "Reifung", sondern eher von "Entwicklung" reden würde. Nicht besser oder schlechter geworden, aber etwas anders, wobei die Komplexität des Buketts etwas abgenommen hat, am Gaumen finde ich den Wein heute dagegen etwas schöner.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2017/07/16/bodensee-burgunder-relaunch/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2015/08/08/2-weinrunde-in-um-muenchen/
Link 3: -
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