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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 24.09.26 17:36 |
| Bezeichnung: |
Chardonnay - Michelbacher Steinberg - trocken - VDP.Erste Lage |
| Winzer/Produzent: |
Höfler |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Jahrgang: |
2022 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Chardonnay |
| Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
Rz 1 g/l, AP 1027 003 24 |
| Preis: |
21,79 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Planet Wein - 16.09.2026 |
| Bewertung: |
Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25 |
| Preis / Genuss: |
schlecht |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
23.09.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Im Glas ein ziemlich helles Strohgelb, fürs Näschen gibt’s recht extraktreiche, helle Frucht von Kaktusfeige über sehr trockene bzw. harte Williamsbirne bis Zuckerrohr. Geschmacklich geht das mit dieser sehr hellen und auch recht süß wirkenden Hellfrucht so weiter (wobei das bei angeblichen 1 g/l Restzucker überwiegend Extraktsüße ist), ein Minihauch Kräuterigkeit schwingt mit; die Säure scheint gar nicht mal gering bemessen zu sein, kommt aber nur knapp mit der gefühlten wie echten Süße zurande, steinseitig wirkt’s fast neutral, vielleicht leicht lehmig, aber mit deutlicher Salzfracht (man möge mir verzeihen, daß ich das Koch- oder auch das Kalisalz mineralienmäßig separat einordne…). Dann ein minutenlanger, süß-salziger Nachhall, der den initial beschriebenen Hellfruchtmix 1:1 nochmal repetiert, im Finale ebbt das dann nur sehr langsam ab.
Ich muß dem Wein zugute halten, daß die hellgelbe, extraktreiche und auch recht süß wirkende Frucht zu keinem Zeitpunkt wirklich anstrengend, plakativ, künstlich wirkt, wir bleiben auch immer gut vor der Klebe- bzw. Mastigkeitsgrenze. Allerdings ist die Frucht schon sehr dominant und nicht unbedingt aus meinen Lieblingssorten zusammengestellt. Und die Fruchtsüße -wenn auch nicht jenseits der Beppgrenze- bewegt sich auch leicht hinter meinem Wohlfühlhorizont. Mineralik, Kräuterei etc. als resultierende Kanten gibt’s leider nicht in signifikantem Ausmaß, allein das Salz sorgt für eine gewisse Spannung. Insgesamt kein schlechter Wein, aber einfach nicht meine Baustelle, damit könnte meine Beschreibung eigentlich enden. Er war aber im Siegerpaket des „Berliner Chardonnay-Awards“ enthalten, da stellt sich mir dann schon die Frage hinsichtlich des Niveaus des Wettbewerbs, denn „siegerkomplex“ stelle ich mir anders vor. Aber vielleicht reißen’s die anderen Weine ja raus…
Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: nasal nun auch ein Hauch grüner Kochbananenschale, auch die Kräuter machen sich ganz dezent bemerkbar, jedoch nur solange der Wein ziemlich kalt und die Frucht somit noch etwas erstarrt ist, spätestens bei ca. 9 Grädern werden diese Aromen wieder überrollt. die Kräuter können sich jedoch eine Spur besser behaupten als gestern. Der Abgang bringt keine neuen Erkenntnisse und so bleibt’s denn auch bei der gestrigen Wertung… |
| Trinkreife: |
noch lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/09/24/die-verlaesslichkeit-von-awards/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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