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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen vieler Autoren zum Lesen und Mitmachen</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Mon, 21 Sep 2026 09:03:15 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Mon, 21 Sep 2026 09:03:15 +0200</lastBuildDate>
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  <item>
    <title><![CDATA[Auerbacher Fürstenlager Pinot Noir Granit F 2018, Griesel & Compagnie, Hessische Bergstrasse, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=82318</link>    
    <pubDate>Mon, 21 Sep 2026 09:01:15 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[26.11.2024 Weinrefugium
Wahnsinnig komplex, tief, mineralisch, knochentrocken aber mit einem Hauch Fruchtsüße. 94

20.09.2026 HD
In der Nase rote Beeren, roter Apfel, leicht hefig aber kein Brioche oder Ähnliches, dabei ziemlich tief; am Gaumen eine feine Perlage, null Süße, recht hohe, etwas rustikale Säure,
viel Struktur ohne Schwere, hervorragende Struktur und großartige Länge; 93/100<br><br>93<br><br>Verkostet am 26.11.2024/20.09.2026 von avatar]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling - 2B - trocken - Qw 2016, Veyder-Malberg, Wachau, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=82423</link>    
    <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 19:55:09 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2024/12/20241219_171359.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 14.12.2024:

Visuell ein etwas dunkleres Goldgelb, geruchlich geht vom Fleck weg mit einem prall gefüllten Zitruskorb die Post ab, Minneloa und Kumquat spielen hier die erste, druckvolle wie samtige Geige, dahinter spielen aber auch andere Agrumen in grün und gelb mit, oberschwingungsmäßig auch Physalis und Kaki; weiters eine sehr feine Kräuterspur, am ehesten Thymian, ein bißchen Pastinake noch. Geschmacklich ist der Thymian etwas präsenter, Pomelo und Limette setzen sich deutlich mehr in Szene, die Säure ist stramm und dennoch fein, das Gebirgsbachbett führt nach Hochwasser etwas Sediment mit. Der mehrminütige Abgang ist dann relativ flaumig, verliert dabei aber nicht an Spannung, im Finale dann recht viel Albedo diverser Agrumen.

Ich kenne den Riesling aus dem Buschenberg als den fülligeren und den aus der Bruck als den klareren, frischeren Vertreter der V-M-Rieslinge; diese Lagen-Cuvée liegt da tatsächlich gut zwischen den beiden Lagenstilistiken. Manchmal finde ich solche Verschmelzungen ja besser als die Einzelteile für sich, hier ist es eher andersrum. Beide für sich sehr schönen und auch gegensätzlichen Ausrichtungen gehen in der Mischung ein Stück weit verloren. Das ist zwar für sich gesehen ein immer noch sehr gelungener Riesling, die Klasse der jeweiligen Lagenweine -den 17er Bruck hab ich immerhin mit meiner persönlichen Höchstnote bedacht- wird aber bei Weitem nicht erreicht, schon auch deshalb, weil am Gaumen die nasal angekündigte Expressivität nicht so ganz eingelöst wird. Dennoch ist dies ein recht animierender Wein, aus der Frost-Notlage wurde hier letztlich doch noch ein bemerkenswerter Wachauer gezaubert, der halt nur das Problem hat, daß ich die Möglichkeit des Vergleichs mit der Spitze habe…

Wertung vom 14.12.2024: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

-------

Verkostung vom 20.09.2026:

Optisch ein etwas fortgeschrittenes Goldgelb, fürs Näschen gibt’s recht kühl und frisch anmutende Agrumen oranger bis grüner Art mit leicht etherischen Ausdünstungen, die fast ins Schieferige gleiten, im Oberschwingungsbereich dann auch erste Rieslingreifenoten der guten Art. Am Gaumen dann eine recht schöne Differenzierbarkeit der Agrumen von Minneloa über Kumquat und Bitterorange hin zu Limette und Pomelo, das Ganze flankiert von etwas Exotik in Form nicht ganz reifer Physalis und einer Spur Bilimbi, neben einer etwas kernigeren Kräuterspur mit Thymian und Eukalyptus auch noch was Wurzeliges; die Säure ist stramm und leicht kantig, wird aber durch eine Spur Pfifferlingskonzentrat „geschmiert“, bodenseitig wieder mal das kühle Gebirgsbachbett. Beim mehrminütigen Nachhall trumpft die Bitterorange auf, wobei die Bitterchen im animierenden Bereich bleiben.

Das macht nun insgesamt einen erheblich veydermalbergigeren Eindruck als vor zwei Jahren, wobei ich hier ausnahmsweise mal konstatieren muß, daß ein deutlicher Anteil des Plus den aufkommenden Reifenoten geschuldet ist, Dadurch steigt die Spannung zwischen der kühlen Seite und den etwas wärmeren Anteilen so weit an, daß ich mich gezwungen sehe, heute zum zweiten mal eine Beförderung zum „3er“ auszusprechen. Erneut bin ich aber hinsichtlich einer Einschätzung, wie lange dieses Qualitätslevel gehalten werden könnte, recht unsicher…<br><br>Verkostet am 20.09.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Cuvée caractère - brut - Cidre de Normandie 2024, Manoir de Durcet, Normandie, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84085</link>    
    <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 18:49:31 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/08/20250804_120115.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 27.08.2025:

Ein trübes Orangegelb im Glas, mäßiger, mittelfeiner Blubber mit Ausdauer; nasenmäßig gibt’s viele reifere Renetten mit leichter Mandarinenbegleitung, einige samtige Gerbstoffe kündigen sich an. Geschmacklich ist das Ganze einerseits leicht herb durch die Samtgerbstoffe, ein bißchen runder Restzucker macht das Ganze jedoch recht geschmeidig-elegant, ein deutliches Bett aus Kalk und Talcum bildet die feine Basis. Der sehr lange Nachhall führt dann sogar zu einer leichten, wohligen Adstringenz.

Das ist an sich kein Cidre, der sich durch unendliche Komplexität und / oder Eigenständigkeit auszeichnet, er ist aber im besten Sinne „saulecker“ und dabei alles andere als banal, auch die an sich schon recht deutliche Restsüße wirkt nicht maskierend. Sehr schön als Nachtcidre am Lac de Bourget vor dem angekündigten Regen, der letztlich ausblieb…

Wertung vom 27.08.2025: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

-------

Verkostung vom 20.09.2026:

Wieder mal begnüge ich mich mit der Darstellung der Unterschiede zur letzten Begegnung, auffällig vor allem, daß das Geblubbere vergleichsweise intensiv, fein und äußerst nachhaltig ist, vielleicht war einfach der Verbundkork der ersten Flasche nicht so ganz dolle? Ansonsten meine ich, daß die orange Agrumenseite neben der Mandarine auch eine fast gleichberechtigte Orange parat hält. Also aromatisch insgesamt etwas vielschichtiger, aber das deutliche Mehr an Geschäume rechtfertigt -auch unter Berücksichtigung der Tatsache, daß ich hierfür nicht mal 8 Euronen zücken mußte- ganz klar eine Beförderung in die „3er“-Riege!<br><br>Verkostet am 20.09.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Goldmuskateller brut nature 2024, Weingut Theo Minges; Flemlingen, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86425</link>    
    <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 17:31:54 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Sehr schöne, an Moscato d‘Asti erinnernde und damit reichhaltige Muskatellernase, im Gegensatz zum Italiener aber ganz resch, trocken und zitrisch im Mund, Perlage mittelfein und -lang, der sehr vitale Sekt lebt von der vibrierenden Spannung zwischen der aromatischen Nase und dem feinen Mund, Dank dem Gastgeber!<br><br>91<br><br>Verkostet am 16.09.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Late Bottled Vintage 2016, Quinta do Noval, Douro, Portugal]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86424</link>    
    <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 17:12:44 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://www.verkostungsnotizen.net/images/v86424_IMG_0863.jpeg" alt="" /><br />Mit dichtem Lila-Violett im Glas. In der Nase Rumrosinen, Spekulatius, Kaffee, tiefe Kirschfrucht, frisch gemahlener Pfeffer und etwas heller Tabak. Im Mund dann ein schönes Verhältnis zwischen süßer Beerenfrucht, Säure und alkoholischer Würze. Hier noch Kakao und balsamische Gewürznoten. Sehr guter Abgang, der auf einer tiefen, würzig-reifen Kirschfrucht mit einer feinen Pfeffernote im Finish endet. 

Aus meiner Sicht bietet Quinta do Noval hier wie gewohnt, verdammt viel Portwein für einen ausgesprochen fairen Kurs. 
<br><br>92<br><br>Verkostet am 20.09.2026 von Noway]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Sonnenstuhl Chardonnay "Grande Reserve" 2018, Stahl, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86422</link>    
    <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 16:25:18 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Zunächst angenehm flintig. Am Gaumen merkt man die Power, sehr reif, gelbe Frucht im Hintergrund, ein Hauch Exotik auch, kräftige Säure, die zunächst unangenehm hervorsticht. Mit Luft findet der Wein eine bessere Balance, die Säure wirk integrierter. Aber insgesamt hat mir das zu viel Power. Das ist anstrengend. Wir haben zu zweit am ersten Abend nicht mal eine halbe Flasche geschafft. Der Wein macht sehr schnell sehr satt. 90/100<br><br>Verkostet am 20.09.2026 von Asepiao]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Spätburgunder - S - 2018, Keller, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86421</link>    
    <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 16:24:53 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://www.verkostungsnotizen.net/images/v86421_IMG_0861.jpeg" alt="" /><br />Abends spontan geöffnet und Pop & Pour ins Glas. Es hat sich dann ziemlich schnell gezeigt, dass die Idee eher suboptimaler Natur war. Hat einfach keinen Spaß gemacht. Also Korken wieder drauf, ab in den Keller und am nächsten Abend erneut probiert. Und siehe da, plötzlich vollständig geöffnet und zu sich gefunden. 

Mit hellem Rubinrot im Glas. In der Nase Waldbeeren, Sauerkirschen, florale Noten sowie ein Hauch von Minze und Kaffee. Im Mund dann süße rote Frucht, Raucharomen und etwas Kräuterwürze. Die Säure ist zwar gut eingebunden, könnte aber etwas reifer und komplexer ausfallen. Vernünftiger bis guter Abgang, der auf süßer Sauerkirschfrucht und etwas Tabak endet.

Schöner Spätburgunder der gehobenen Standardklasse.<br><br>92<br><br>Verkostet am 19.09.2026 von Noway]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Paloumey 2000, Chateau Paloumey, Bordeaux - Haut-Médoc, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86419</link>    
    <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 11:19:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Tertiär, angetrocknete Tannine, die Fruchtreste sind da, aber auch getrocknet, rote Frucht, zart, herber Gesamteindruck, reuelos zu trinken auch dank des geringem Alkohols, aber jetzt ist wirklich Zeit, der Höhepunkt war eher vor fünf bis zehn Jahren. <br><br>Verkostet am 19.09.2026 von Albrechtstraßenbewohner]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Weißburgunder - Deidesheim Paradiesgarten - [trocken] - Qw 2021, Seckinger, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86418</link>    
    <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 21:10:36 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/09/20260919_164638.jpg" alt="" /><br />Ein minimal getrübtes Messing im Glas, nasenseitig gibt’s so gut wie keine Frucht bzw. die die da ist, ist sehr sekundär / reduziert unterwegs, fermentierte Reste von Yuzu und Pampelmuse lassen sich ausmachen, noch ein bißchen ebensolche Exotik; weiters eine minimale Reduktivität, eine feine Salzspur kündigt sich an, auch leichte Hefereste sind vernehmbar, mit Luft entwickelt sich eine bräunlichvulkanische Duftwolke. Gaumal zeigt die Frucht dann schon einige Substanz, wir bleiben aber reichlich sekundär (was für mich ja eher positiv ist), das Reduktive macht sich etwas mehr bemerkbar, wird aber nie vorlaut; die Säure läßt bei aller Potenz auch eine gewisse, gerbstoffinitiierte Geschmeidigkeit zu, etwas Salz erhöht die Spannung, bodenseitig assoziiere ich ein Gemenge aus Löß, Kalk, Talcum und einer Spur Glimmer. Dann ein strammer Mehrminüter, der als erstes die Salzspur ordentlich verbreitert, dann kommen auch leicht essigbaumgrüne Holznoten auf, die an innovativeres Burgund erinnern.

Es dauert zwar ein paar Minuten, aber dann dreht der WB ordentlich auf und straft alle Zweifler Lügen, die dem 21er Jahrgang generell Substanzlosigkeit unterstellen. Wie dieser WB allerdings einst seine Prüfnummer erlangen konnte -schon der leichten Trübung wegen- sei mal dahingestellt, vor allem weil man sich hier keinerlei Lagen-, noch nicht mal Regionstypizität erwarten darf, blind ist das für mich klar Burgund. Aber vermutlich war der Wein in jung noch reichlich nichtssagend, was einem positiven Prüfergebnis ja nicht wirklich entgegensteht. Jedenfalls ist das ein Weißburgunder, der -mir- jenseits aller Rebsortenstilistik ungemein viel Spaß macht (wobei ich mal unke, daß ich blind die Sorte vermutlich mit ins Rennen geworfen hätte), in diesem Fall klar mehr auf der naturigen denn klassischen Seite, große Freude!<br><br>Verkostet am 19.09.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Spätburgunder trocken 2022, Greiner, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86417</link>    
    <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 21:02:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Feingliedrig-offener Duft nach Erdbeere und nicht ganz reifer Zwetschge. Agrumen im Hintergrund. Floral überhaucht. Hagebutte und Wacholder. Im Mund taktil zartgliedrig, sehr zurückhaltend extrahiert, frisch und schlank. Herb, saftig  und frisch. Belebend, mit feinem Säurezug und phenolischem Biss ohne Härte. Das wirkt sehr natürlich, unprätentiös und wohltuend entspannt, geradezu entlastend. Vor allem ist es enorm trinkig da weit weg von verkrampftem Stilwillen, Überambitioniertheit und jeglicher Kraftmeierei. Macht Spaß!<br><br>Verkostet am 19.09.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Weißer Burgunder 2022, Saalwächter, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86416</link>    
    <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 20:00:52 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der Nase viel reduktiver Funk, viel kalter Flusskiesel, etwas ausgespülter Aschenbecher, grüne Walnuss, wenig Frucht (gelb), auch bisschen Gurke, hell.
Im Mund bei mittlerem Körper sehnig und zupackend, agil und offen und dank der Säure sehr straight, dennoch stoffig, praktisch kein Schmelz, nichts Behäbiges.
Super gelungen! Stilistisch sicherlich fordernd, aber so geht Weißburgunder. Hier fehlt nur Komplexität und Tiefe. 89-90 P<br><br>90<br><br>Verkostet am 19.09.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling trocken 2025, Lisa Bunn, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86415</link>    
    <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 21:43:50 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Helles Gelb, aromatische Nase, dezente Spontinote, eindringliche, leicht ins Exotische tendierende Fruchtnoten, auch am Gaumen schöne, völlig unaufgesetzt wirkende Frucht mit salzig-mineralischem Hintergrund, ebenso lebendige wie feine Säure, mittlerer Körper, für einen Gutsriesling erstaunlich dicht und vielschichtig, überzeugende Länge<br><br>90<br><br>Verkostet am 18.09.2026 von Bernd Schulz]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Kanada Renette - brut - Apfelwein aus der Uckermark 2020, Gutshof Kraatz, Sonstige, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=76676</link>    
    <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 19:14:24 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2022/11/20221106_210833.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 06.11.2022:

Im Glas ein strahlendes, helleres Altgold, der Geruch deutet klar auf ein staubtrockenes, völlig durchgegorenes Getränk hin, die Äpfel wirken ledrig-frisch (sic!), was leicht Kreidiges kündigt sich an. Schmeckt dann auch fast so trocken wie erwartet, bizzelt auch ein bißchen, mit Luft vermittelt der Extrakt ein verschämtes Süßegefühl, die Säure ist eher moderat vertreten, zur o.g. Kreide kommen noch ein paar gelbe Eisensalze dazu. Der schön lange Abgang ist von ziemlich flaumiger Natur.

Aromatisch ist dieser Apfelwein gut gelungen, im Vergleich zu anderen Kraatz-Flaschen fehlt mir jedoch hier leider die Säure, was den Wein doch recht behäbig macht; ob das jetzt der Sorte (die ja eigentlich eher säuerlich sein soll), dem Jahrgang oder beidem zuzuschreiben ist, weiß ich leider nicht...

Wertung vom 06.11.2022: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25

-------

Verkostung vom 18.09.2026:

Visuell ein leuchtendes Altgold, fürs Näschen gibt’s recht reif anmutende, leicht ledrige, aber auch mit einigen frischen Attributen versehene Mostapfelnoten, leicht kreidiger Anflug. Am Gaumen dann komplett trocken, aber nicht staubig, die Äpfel wirken auch hier ledrig und frisch zugleich, die Säure ist recht schön präsent, mit ihr kommen ein paar herbe, helle Gerbstoffe mit, der kalkige Naseneindruck bestätigt sich. Auch der gut lange Nachhall vermittelt ein sehr herbes Mostapfelgefühl, auch hier keinerlei Restsüßeeindruck, nur minimal was aus dem Extrakt,

Der technische Säuregehalt hat seit der Erstbegegnung sicher nicht zugenommen, dessen Balance kommt mir heute aber heute viel freundlicher vor, jedenfalls war mir gleich beim ersten Schmeck klar, daß wir es nunmehr mit einem „2er“ zu tun haben. Auch im sechsten Jahr zeigt dieser angereifte und doch leicht saftig anmutende Apfelwein keinerlei Schwäche, taugt sicher auch als Dekadenwein!<br><br>Verkostet am 18.09.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Trousseau - Amphore - Arbois AC 2021, Bénédicte & Stéphane Tissot, Jura, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86414</link>    
    <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 21:03:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/09/20260901_132052.jpg" alt="" /><br />Im Glas ein leuchtendes Kirschrot mit mittlerer Transparenz, fürs Näschen gibt’s talcumgepuderte Sauerkirschen sowie etwas schwarze Johannisbeere, vielleicht ein Hauch Himbeere, dazu Etherik von Mandarine bzw. Kumquat. Geschmacklich kommt die Frucht absolut speckfrei, jedoch nicht karg rüber, die Etherik weitet sich auch auf die Kirsche aus, die Säure ist recht potent, auch leicht kantig, aber nicht spitz und wird um eine kleine Salzspur ergänzt, ansonsten kommen auch Assoziationen hinsichtlich Kalk und Ziegelmehl auf. Abgangsseitig hat man sehr lange was davon, hier kommt auch eine ziemlich frische und dennoch nicht (zu) primäre Blutorange ins Spiel, die Salzspur ist hier eher KCl-geprägt.

Immer häufiger, wenn ich einen Trousseau im Glas habe, denke ich mir, daß das mittlerweile eigentlich meine rote Lieblingsrebsorte ist, denn diese in den guten Vertretern regelmäßig vorhandenen Agrumennoten oranger Art triggern mich ziemlich nachhaltig, gibt’s so in keiner anderen mir bekannten Rotrebe. Folglich müßte ich jetzt eigentlich viel mehr Trousseau denn Pinot noir oder Blaufränkisch oder Cabernet Franc trinken, aber leider gibt’s die relativ unbekannte Sorte ja bei weitem nicht so häufig wie die genannten Konkurrenten. Insgesamt ist das ein äußerst frischer, gleichzeitig aber komplexer wie ernsthafter Wein, der mit seiner Säurestruktur sowie der Etherik nebst Salzspur auch für ziemliche Spannung im Glas sorgt. Also nix für Leute, die Eleganz und / oder Finesse oder einfach nur Wumms suchen, denn hier geht’s schon ein bißchen rustikal zu, allerdings im allerbesten Sinne!<br><br>Verkostet am 17.09.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Mont Tauxieres Grand Cru 2016, Georges Remy, Champagne, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86413</link>    
    <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 13:45:49 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Goldgelb, feines Mousseux, Bratapfel, frische Säure, die super eingebunden ist, feine phenolische Noten für einen langen Abgang, toller Champagner. 94<br><br>94<br><br>Verkostet am 17.09.2026 von mixalhs]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Weissburgunder-Chardonnay trocken 2024, Scheuermann, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85784</link>    
    <pubDate>Wed, 16 Sep 2026 23:57:51 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[22.04.2026 Manuels Probe
Reduktive, leicht angereifte Nase, roter Apfel, am Gaumen cremige Textur, rauchige Noten vom Holz, gewisse Salzigkeit, recht leicht und sehr trinkig. 86-87 AP

16.09.2026 HD
Reduktive Nase mit Salzzitrone, Limette, etwas Rauch und grünen Kräutern; am Gaumen eine saftige Frucht, wenig Schmelz, etwas Cremigkeit, mittelhohe Säure, sehr gute Struktur und Länge. 86 AP<br><br>86<br><br>Verkostet am 22.04.2026/16.09.2026 von avatar]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Weißburgunder Qualitätswein trocken 2025, Lisa Bunn, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86412</link>    
    <pubDate>Wed, 16 Sep 2026 21:23:16 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Helles Gelb, würzige Nase, delikate Blütennoten, reife Birne, im Hintergrund mineralisch-rauchig, ganz leichter, sehr angenehmer Süßeeindruck bei nur 1 Gramm Rz/l, harmonische, nicht zu flaue Säure, mittlerer Körper, reiche Aromatik, sehr zugänglich, aber überhaupt nicht banal, moderater Alkohol, extrem hoher Trinkfluss<br><br>91<br><br>Verkostet am 16.09.2026 von Bernd Schulz]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Alvarinho] - Monção e Melgaço - Expressões - Vinho Verde DOC 2014, Anselmo Mendes, Minho, Portugal]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=76324</link>    
    <pubDate>Wed, 16 Sep 2026 20:08:35 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2016/05/20220921_175825.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 14.05.2016:

Ein Goldgelb mit leicht bernsteinfarbigen Reflexen findet man im Glas. Geruchlich erst etwas grüner wirkend, entwickelt sich innerhalb einer halben Stunde aber hin zu Pfirsich, Mirabelle, auch Karambole. Die Holzaromatik hält sich ganz dezent im Form von Nelken im Hintergrund. Am Gaumen gelbe Äpfel, eher reife Pfirsiche, etwas schwarzer Pfeffer, weiters Limette, aus dem Faß Nelke und etwas Nadelholzrinde, das Ganze auf einer Unterlage aus herben Steinen, die sind jedoch keineswegs dominierend. Der Alvarinho bietet eine ausgeprägte Säure, die gut mit dem Extrakt auskommt. Der lange Nachhall ist fruchtig mit deutlicher Holzaromatik, die hier am intensivsten wahrzunehmen ist.

Der Expressões ist eher kernig und vielschichtig denn elegant und feingliedrig. Er ist aber auch kein Macho, wenn überhaupt, dann einer in feiner Garderobe. Hat mir sehr gut gefallen, ich bin gespannt, wie sich das Ganze über die Jahre entwickelt!

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: In der Nase wurde die Karambole durch Aprikosen ersetzt, was hier einen kleinen Frischeverlust bedeutet. Dagegen ist die Zitrusseite am Gaumen nun etwas ausgeprägter, Orangenzesten und Grapefruit zeigen sich hier, die Frische eher betonend. Der Nachhall ist jetzt etwas weniger holzbetont. Insgesamt eine schöne und auch etwas ungewöhnliche, weil uneinheitliche Entwicklung.

Wertung vom 14.05.2016: Nachkauf 2 von 3

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Verkostung vom 21.09.2022:

Farblich sind wir hier bei einem fast schreiend grellem Altgold, fürs Näschen gibt's einen trocken-klaren Mix aus Physalis und Kaki, gepaart mit etwas Ugli, dazu zuckerfreier Rosmarinhonig, ganz leicht Wachs und helle Schuhcreme. Geschmacklich geht das so weiter, dem gefühlt nicht geringen Extrakt steht eine Säure gegenüber, die den Expressões ziemlich niederviskos macht, steinseitig sind wir am ehesten bei Beton-Kellertreppe der angenehmen Art, auch hier ein paar rieslingeske Reifenoten. Der Abgang ist ziemlich lang und ebenfalls höchst flüssig, dennoch tut sich kein geschmackliches Loch auf, der Extrakt baut auch hier Druck ohne jegliche Adipositas auf.

Ich habe schon mehrfach gelesen, daß Alvarinho aka Albarinho der Riesling der Iberer sei, das kann ich hier ohne Wenn und Aber unterschreiben. Faszinierend vor allem diese Gegensätzlichkeit der eigentlich präsenten Fülle einerseits und diese gnadenlose Leichtigkeit andererseits, das Ganze spielt sich übrigens bei smarten zwölfeinhalb Umdrehungen ab. Ich kann allerdings nicht einschätzen, ob's hier nun schon bergab oder noch eine gute Zeit lang geradeaus weiter geht, störende Altersflecken gibt's bisher jedenfalls nicht.

Nachtrag nach 5 Tagen mit Luft: mal wieder so ein Wein, der mit Luft eher frischer wird, die Einzelaromen sind nach wie vor dieselben, insbesondere Wachs & Co. haben sich jedoch signifikant reduziert, was zu einem leicht frischeren Eindruck führt. Schöne Entwicklung auf gleichbleibendem Niveau.

Wertung vom 21.09.2022: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 21.02.2024:

Im Glas ein sehr deutliches Goldgelb, es riecht nach reifer, frischer (sic!) Sekundärfrucht aus dem Steinobstbereich, ergänzt um Kaki und Physalis, leichte Honiganflüge, auch einige viskositätssenkende Fetzen von Ugli und Yuzu, ganz dezent Pastinake. Am Gaumen dann trotz der leichten Honigspur äußerst frisch und fast leicht wirkend, die knackige Säure hält die Frucht ein bißchen von der gerochenen Reife zurück, relativ kühle Bachbettmineralik. Auch der etwas weniger komplexe Abgang ist ziemlich jugendlich unterwegs, blind hätte ich dem Wein eher 5 statt 10 Jahre zugestanden.

Ich hatte beim letzten mal ja schon den Rieslingvergleich ins Feld geführt, paßt immer noch sehr gut! Es gibt aktuell noch keine wirklichen Altersnoten, selbst das Wort "gereift" kommt mir nur gebremst über die Tastatur. Allerdings denke ich nicht, daß der Alvarinho noch zulegen kann, denn ihm scheint so langsam die Frucht auszugehen ohne daß was anderes nachkommt, was sich mit Lufteinwirkung offenbart, deshalb m.E. eher zeitnah austrinken, aktuell aber noch die gleiche Wertung wie bei der Zweitbegegnung...

Wertung vom 21.02.2024: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 16.09.2026:

Im Glas findet sich mittlerweile ein mittleres Bernstein wieder, geruchlich zeigen sich sehr sekundäre, reife Fruchtaromen von Orange, Aprikose, Physalis und Kaki, wobei aber auch ein paar Frischfruchtfetzen mitspielen, etwas zuckerfreier Distelhonig noch sowie eine Kante aus der Wurzelecke. Am Gaumen ist das trotz der leichten Honig(extrakt)süße sehr leichtfüßig unterwegs, die reife Sekundärfrucht hat zwar ordentlich Substanz, trägt aber nicht auf, die schön austarierte Säure hat mit der Bändigung der reifen Frucht überhaupt kein Problem, das zuvor beschriebene Bachbett ist nunmehr mit Sedimenten angefüllt. Auch der sehr lange Nachhall lebt von dieser leicht säuerlichen, frischen, herben Trockenhonigsüße, im Finale Konzentration auf Physalis und Kaki in etwas frischerer Natur.

Im zwölften Jahr ist das nun gut wie schön gereift, zeigt aber keinerlei Altersgebrechen in Form irgendwelcher spröder Bitterchen o.ä. und steht trotz der Reifenoten ziemlich quirlig im Glas! Wie lange das noch auf dem Niveau durchhält, vermag ich nicht einzuschätzen, aber Sinkflug geht anders, macht gerade einigen Spaß!<br><br>Verkostet am 16.09.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chardonnay Linse 2020, Seckinger, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81436</link>    
    <pubDate>Tue, 15 Sep 2026 19:51:32 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[19.07.2024 HD
Ungewöhnlich dunkles Goldgelb für das geringe Alter; in der Nase anfangs starke Oxidationsnoten, die aber interessanterweise mit Luft schwächer werden; relativ feines, helles Holz, Popcorn, säuerlicher Hintergrundton; Salzzitrone, etwas Würze, in Richtung irgendeiner Gewürzmischung für Steaks o.ä.; am Gaumen ebenfalls der säuerliche Ton, die Säure wirkt auch etwas kratzig/grün, sehr zitrisch, gut eingebundenes Holz, gewisse Saftigkeit und Transparenz, auch Präzision, gewisse Tiefe, angedeutete Komplexität, hervorragende, eher elegante Struktur, sehr gute Länge. 88 AP

24.05.2025 Weinrefugium
helle Farbe, insofern schon hier ganz anders als die Verkostung vor knapp einem Jahr; in der Nase zwar ganz leicht oxidativ, aber auch mit lebendiger Frucht und Mineralität; am Gaumen sehr deutliche Teenoten, Salz, hervorragende Struktur und Länge. toller Wein und um Längen besser als die erste Probe, die offenbar eine schlechte Flasche war. 92 AP

15.09.2026 HD
In der Nase ein wenig Reduktion, jugendliche Frucht von Nektarinen und Blutorangen, rauchige Noten vom Holz, gelbe Würze, Mineralität; am Gaumen eine herrlich frisch-saftige Frucht, hohe, reife Säure, hervorragend eingebundenes Holz; sehr balanciert, wenn man mit der Säure kein Problem hat; kühle Anmutung, gewisse Tiefe und Komplexität, hervorragende Struktur und Länge. 92 AP<br><br>92<br><br>Verkostet am 19.07.2024/24.05.2025/15.09.2026 von avatar]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Xarel·lo i Xarel·lo vermell - Vinomi - Penedès DO 2021, descRegut, Catalunya, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=79507</link>    
    <pubDate>Tue, 15 Sep 2026 18:24:33 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2023/12/20231211_184458.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 08.12.2023:

Farblich ein mittleres Messing mit deutlichen Apricot-Anteilen, noch ganz leichte CO2-Ausdünstungen. Für den Riechkolben gibt's verhaltene, reduzierte, samtene Exotik wie Papaya, Marula und Guave, auch Albedo von Grapefruit, leichte Großholzanmutung. Geschmacklich ist die genannte Frucht deutlich präsenter, einiges an weißem Tanninpuder flaumt den Mund angenehm aus, die Säure gut bemessen, dabei eher hintergründig und doch irgendwie prägend präsent, sie bringt auch ein paar grüne, limettige Noten mit, steinseitig bin ich im Magnesiumsalzbereich. Auch der ziemlich lange Nachhall fährt diese samtig-frische Spur, im Finale eine ganze Albedosammlung von gelb bis grün.

Dieser Doppel-Xarel·lo hat schon einen deutlich mediterranen Habitus, allerdings können die Hintergrundsäure sowie die Agrumenalbeden den insgesamt eher filigranen Wein ziemlich gut auf der beschwingten Seite halten. Paßte sehr gut zur Fischsuppe und steht auch klar vor dem Schaum des Hauses, den wir vor einigen Tagen probiert haben.

Wertung vom 08.12.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 15.09.2026:

Im Glas ein mittleres Messing mit leicht rosanem Schimmer, nasal gibt’s einen exotischen, leicht samtig anmutenden Fruchtmix mit Guave und Papaya, großes Holz scheint bei der Genese im Spiel gewesen zu sein, mit Luft könnte das Faß auch etwas kleiner gewesen sein. Am Gaumen weitere Fruchtaromen von Kaktusfeige, Marula und sehr deutlich Grapefruit, feine Gerbstoffigkeit; für mediterrane Verhältnisse eine recht lebendige Säure, dennoch bleibt eine leicht cremige Grundtextur ohne Breitewirkung, steinseitig bin ich im Talcumbereich. Dann ein schön langer Abgang, bei dem die Frucht auch leicht angesamtet ist, die Säure hält aber alles im animierenden Bereich, dazu wird die Steinseite durch einiges an Kalisalz ergänzt, vor allem im Finale dann vermehrt Agrumen mit vorwiegend Limette und Zitrone.

Das hat sich in den letzten drei Jahren nicht grundsätzlich, im Detail aber doch recht schön entwickelt; das Mediterrane des Vinomi zeigt sich von seiner besten Seite, denn Säure und Salz sowie die Agrumen bilden einen schönen Kontrapunkt zu den etwas verbreiternden Komponenten wie Talcum und die an sich etwas mehligen Exoten. Für einen roundabout 10-Euronen-Wein ist das sowohl strukturell als auch hinsichtlich der aromatischen Komplexität schon wirklich gut wie erfreulich!<br><br>Verkostet am 15.09.2026 von EThC]]></description>
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