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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen vieler Autoren zum Lesen und Mitmachen</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Mon, 04 May 2026 12:17:22 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Mon, 04 May 2026 12:17:22 +0200</lastBuildDate>
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  <item>
    <title><![CDATA[Ponzichter , Weninger, Sopron, Ungarn]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85645</link>    
    <pubDate>Sun, 03 May 2026 23:35:39 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Ziemlich undurchsichtiges Schwarzrot, Blaubeeren, Kirschen, eine Spur flüchtige Säure, die aber eher belebend als unangenehm wirkt, gut spürbare, nicht zu grobkörnige Tannine, mittlerer Körper, gute Substanz, ungeschminkter, auf positive Art rustikal wirkender Charakter, fraglos kein Ausbund an Finesse, sondern ein mehr als solider Essensbegleiter und "Landwein" im besten Sinn<br><br>89<br><br>Verkostet am 03.05.2026 von Bernd Schulz]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese 2005, Max Ferdinand Richter, Mosel-Saar-Ruwer, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=55233</link>    
    <pubDate>Sun, 03 May 2026 21:38:15 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Goldgelb, in der Nase Pfirsich und eine deutliche Honignote, am Gaumen satte Gelbfrucht, immer noch sehr vom Zucker dominiert, verhaltene Säure, körperreich, kraftvoll, ziemlich lang, hat mit einer klassischen Spätlese nichts zu tun, üppiger Auslesestil, wahrscheinlich immer noch entschieden zu jung, etwas unsichere Zukunft, 87+

28.02.2022

Frei von jeglichen Altersnoten, aber nach wie vor sehr zuckerlastig, es fehlt an Säure, Spannung und Finesse, immer noch unsichere Zukunft

03.05.2026

Tiefes Goldgelb, schöne Nase, Pfirsich, Rhabarber, leicht rauchige Reifenoten, jetzt nicht mehr so stark vom Zucker dominiert, harmonische Säure, salzig-mineralischer Hintergrund, mittlerer Körper, konzentriert und tief, enorme Länge, stilistisch eher eine Auslese, aber insgesamt durchaus beeindruckend, 93 Punkte  <br><br>93<br><br>Verkostet am 13.06.2016 von Bernd Schulz]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling - Zeller Schwarzer Herrgott - trocken - VDP.Große Lage - GG 2016, Philipp Kuhn, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85644</link>    
    <pubDate>Sun, 03 May 2026 21:09:20 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/20260503_130113.jpg" alt="" /><br />Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, fürs Riechgerät gibt’s in leicht reduktiver Art einen Zitrusmix mit Yuzu und Ugli sowie reifer und etwas überreifer Zitrone, im zweiten Glied auch Pfirsich und Mirabelle, weiters Petersilienwurzel, ein Hauch Zitronengras. Am Gaumen ist das frisch und stoffig zugleich, hier sind noch Pomelo und Grapefruit am Start bzw. übernehmen sogar die Pole, auch etwas mehr Gekräutere; die Säure ist minimal samtig wie straff, bodenseitig ist neben was Kalkig-Erdigem auch eine Spur Glimmer im Spiel. Dann ein mehrminütiger Abgang, der die Kräuter und die grünen Agrumen in den Vordergrund stellt.

Ich weiß noch, daß mein Kuhn-Haupthändler (von dem dieser Wein nicht stammt), mir einst gesagt hat, daß er den 16er Jahrgang möglichst komplett auslassen will, da ihm die Weine quasi durch die Bank zu grün waren. Dieses GG schlägt genau in diese Kerbe, wobei das Grüne hier nicht unreif wirkt, aber das Ganze kommt einfach nicht „GGig“ rüber, sondern allenfalls wie eine etwas kantige, sehr erfrischende Erste Lage. Der Wein zeigt aktuell auch keinerlei Riesling-Reifenoten, die in Richtung Wachs und / oder Tankstelle zeigen; inwieweit sich hier mit weiteren 5 oder mehr Jahren noch ein klassengerechter Aufstieg zeigt, sei mal dahingestellt, nachprüfen kann ich’s eh nicht, da Einzelflasche…<br><br>Verkostet am 03.05.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Scharzhofberger GG 2017, Van Volxem, Saar, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85643</link>    
    <pubDate>Sun, 03 May 2026 20:09:29 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Im Glas ein kräftiges strohgelb. In der Nase intensive gelbe Früchte mit reifer Zitrone und Quitte.
Am Gaumen auch hier eher reife Amalfizitrone, sehr straff und klar ausgeprägt. Schöner Körper bei 12 % Alk mit feiner, nicht dominanter Säure.
<br><br>91<br><br>Verkostet am 03.05.2026 von willinger1]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pora Barbaresco Riserva DOCG 2008, Produttori del Barbaresco; Barbaresco, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85642</link>    
    <pubDate>Sun, 03 May 2026 16:58:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Fein und samtig, fast seidig, aber ganz gegründet strukturiert, genauso sind die Tannine, auf die sich eine Schicht getrockneter Blüten legt, lang, schöner Nachhall, ein nachdenklich besonnener Barbaresco, bei gut gelagerten Flaschen wie dieser hier noch kein Grund zur Eile<br><br>93<br><br>Verkostet am 25.04.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Dominikanerberg brut nature 2015, Dominikanerweingut C. von Nell-Breuning; Kasel, Mosel-Saar-Ruwer, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=75523</link>    
    <pubDate>Sun, 03 May 2026 16:48:52 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Rauchig und dicht, feine Perlage, das lange Hefelager schlägt durch, schöner Rieslingsekt

Am 27.05.2023 zuhause 
Jetzt ganz frisch, feine Perlage, Zitruaromen, reife Mandarine, noch etwas rauchiger heftiger Grund, fein und lan, tolle Entwicklung 93

Am 19.10.2024
Frisch, mineralisch, klar, Mandarine ist noch da, kein Rauch mehr, eher etwas Wiesenkräuter, feine Perlag, weiter ein sehr schöner Riesling „Champagner“ 92P.

Am 25.04.2026
Vital, feine Frucht, Aprikose, immer noch etwas Mandarine, ganz feine Perlage, schön geschmeidig geworden 91P.<br><br>88<br><br>Verkostet am 13.05.2022 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Kiedrich Turmberg Riesling trocken VDP.Erste Lage 2022, Weingut Robert Weil; Kiedrich, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85641</link>    
    <pubDate>Sun, 03 May 2026 16:44:34 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Viel grüner herber Pfirsich, dichtes Mundgefühl, eher rauchig und fruchtfern, wirkt jung, noch unfertig, lebt im Moment von seiner Struktur, alle Anlagen, auch die Säure sind da, präsentiert sich noch etwas raubeinig <br><br>88<br><br>Verkostet am 25.04.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Silvaner - [Escherndorfer Lump] - L - trocken - Qw 2017, Rainer Sauer, Franken, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=78300</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 21:46:05 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2023/05/20230519_201048.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 19.05.2023:

Fürs Auge ein leuchtendes Goldgelb, nasal gibt's einiges an Zesten von Zitrone, Pomelo und Limette in ankandierter Form, auch gelbe Pflaume und Mirabelle spielen mit. Schmeckt dann so, die Frucht ist ziemlich gut beinand ohne in die Opulenz zu gleiten, der Spagat zwischen sekundärer Dichte und primärer Plakativität wird gekonnt auf der ernsthaften Seite gehalten; die Säure ist genauso gut beinand wie die Frucht, d.h. es gibt hier weder Sieger noch Verlierer, ein kleiner Raum für Fruchtcreme bleibt aber bestehen, mineralischerseits erschließt sich mir was zwischen Kalk und Gips mit Begleitung einiger Kräuter wie Thymian und Oregano. Die letztgenannten Kräuter spielen beim mehrminütigen Nachspiel die größte Rolle, das ist auch gut so, denn die Säure fängt hier leicht das Schwächeln an, insgesamt bleiben wir aber bis ins Kräuterfinale auf der beschwingten Seite.

Wenn man einen kraftvollen, aber nicht ermüdenden Klassik-Silvaner sucht, dann ist man hier sehr gut aufgehoben, wir hatten auch rundrum Spaß damit. Hinsichtlich der aktuellen Ausrichtung hilft mir das natürlich nicht weiter, aber als Benchmark für weitere Verkostungen hoffentlich schon. Mal sehen, wie sich meine Meinungsbildung bezüglich Rainer / Daniel Sauer in den nächsten Jahren so entwickelt...

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: Die Frucht wird an allen Fronten intensiver und konzentrierter, sie nähert sich dadurch auch signifikant der Kitschgrenze, erreicht sie aber (noch) nicht. Dementsprechend verlieren Steine und Kräuter an Einfluß, was den Wein insgesamt in meinen Augen beliebiger macht, denke aber auch, daß so mancher hier eher einen Fortschritt attestieren würde.

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 01.05.2026:

Farblich ein leicht giftiges Goldgelb, nasenmäßig ein Mix aus Nektarine und Reneclaude, dazu Pomelo und dezent Pastinake, etwas Kerbel noch. Geschmacklich präsentiert sich die Frucht recht intensiv und fast noch primär ohne ins Plakative abzugleiten, die Säure ist moderat und dennoch agil unterwegs, eine feine Kalisalzspur sorgt für Frischeschub, kühle Kalkbasis mit feiner Kräuterbegleitung. Dann ein minutenlanger Abgang, der die gelbe Extraktsüße betont, im Finale dann ein feiner Salzausklang.

Die bei der Erstbegegnung entstandene Befürchtung, daß der Wein mit Reife fruchtseitig zu sehr in die Breite gehen könnte, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet, die Balance der verschiedenen Aromen wirkt nun ausgeglichener, für höhere Weihen reicht’s aber dennoch nicht, vielleicht habe ich aber vor drei Jahren -aus welchen Umständen auch immer- etwas zu hoch gepunktet…<br><br>Verkostet am 01.05.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Cuvée] - Rosé - [3. Charge] - Zero Dosage - brut nature - Österreichischer Sekt 2012, Die Winzerei - Harald Pairits, Leithaberg, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=78655</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 21:15:01 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2023/07/20230708_123506.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 07.07.2023:

Fürs Äuglein gibt's helleres Apricot, mittelfeiner Blubber mit Ausdauer, entsprechend der Farbe auch der nasale Eindruck mit Aprikosen, Mandarine und leicht Preiselbeere auf recht filigrane Art. Am Gaumen dann nochmals orangerer im Eindruck, wobei die Frucht weiterhin auf der feinen, aber keineswegs dünnen Seite bleibt, der Extrakt sorgt für einen distinguiertes Süßeeindruck, das "Zéro" führt hier nicht zur Kargheit; dazu eine deutliche, aber nicht vorlaute Säure, darunter eine feine Kalk-Hefe-Spur. Beim ziemlich langen Abgang dann der deutlichste Süßeeindruck, jedoch auf die recht herbe Art, freien Zucker gibt's naturgemäß nicht, vor allem nicht in der geschmacklichen Wahrnehmung, im Finale dann eine Art fruchtfreies oranges Aroma, am ehesten paßt hier noch Cantaloupe-Melone fern jeder Melonendropsigkeit.

Der Unterschied zur 2. Charge ist schon eklatant, nicht nur das Fehlen der "Zuckerschminke" macht sich -zumindest für uns- äußerst positiv bemerkbar, die Konzentration auf nunmehr eher orange Aromen macht den Sekt ziemlich outstanding. Die 10 Jahre Hefelager merkt man für sich gesehen kaum, der aromatische Unterschied der zusätzlichen 6 Jahre auf der Hefe relativ zur 2. Charge macht sich aber erheblich mehr bemerkbar, als ich das vermutet hätte. Jedenfalls hat man kein flaumig-barockes Hefemonster im Glas, sondern ein immer noch ziemlich frisch und sogar etwas jugendlich-rabaukig wirkendes Schaumgetränk, das aber trotz "Zéro" alles andere als asketisch daherkommt. Hr. Pairits hat mir auch geschrieben, daß der 12er Sekt mit seinen verschiedenen Stadien ein einmaliges Experiment sei, wohl auch deshalb, weil er sich eher schleppend verkauft. Das fände ich persönlich schade, aber was kann man dagegen tun? Kaufen, kaufen, kaufen!

Wertung vom 07.07.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 20.01.2024:

Optisch sind wir bei lachsfarben bis apricot, mittelfeine Perlage mit hoher Ausdauer. Geruchlich dann Mandarine, Physalis und etwas rote Preiselbeere mit leicht hefiger Unterlage. Schmeckt etwas oranger als es das Bukett angekündigt hat, leichte Extraktsüße, feine, aber auch potente Säure, noble Kalkbasis mit kleiner Hefespur. Dann ein langer, feiner Nachhall mit wieder deutlicher Konzentration auf der orangen Fruchtseite, hier auch Cantaloupe-Melone der unplakativen Art.

Es ist noch nicht soo lange her, daß ich diesen Schäumer im Glas hatte, insgesamt eine schöne Bestätigung meiner letzten Notiz.

Wertung vom 20.01.2024: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 17.02.2025:

Im Glas ein helleres Apricot, mittelfeines Geschäume mit Ausdauer, nasal zeigen sich -nicht alles auf einmal- vor allem Mandarine, Granatapfel, Quitte und Papaya auf feine, aber keinesfalls schwindsüchtige Art, ebenso fein die Hefespur. Am Gaumen dann insgesamt weniger Exotik, der Extrakt sorgt für eine gewisse Süße und macht doch klar, daß es hier an sich zuckerfrei zugeht, weiters eine recht belebende und doch elegante Säure, als Basis eine feine wie prägnante Kalk-Hefe-Spur. Dann hallt’s ziemlich lang nach, die Frucht zeigt sich hier etwas sekundärer, fast leicht gegerbt, mit dem Finale dann eine Nano-Adstringenz.

Seit den letzten Verkostungen haben sich zwar ein paar kleine Veränderungen ergeben, ich traue mir aber zu, mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit diesen Sekt auch blind immer noch wiederzuerkennen, denn die Frucht ist nicht nur vom Mix her, sondern auch von der Struktur ziemlich unique, zumindest gemessen an dem, was ich schon im Glas hatte. Nach wie vor ein Schäumer, der auch im 13. Jahr -der Grundweine- keinerlei Schwächen zeigt, auch sind keine nennenswerten Blubber-Reifenoten verspürbar, die ich persönlich meistens nicht soo sehr mag. Grandioses Zeuch zum überschaubaren Preis, auch heute noch vorbehaltlos wie mehrfach nachkaufbar!

Wertung vom 17.02.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 28.02.2026:

Ich habe mir nur stichpunktartig Notizen gemacht, aber nachdem ich mir die letzte, gut ein Jahr alte VKN nochmals durchgelesen habe, muß ich feststellen, daß ich nichts, aber auch gar nichts ändern muß, siehe also oben! Deshalb muß man sich nicht scheuen, beim Weingut noch eine größere Zahl an Flaschen zu bestellen, vor drei Wochen gab’s jedenfalls noch was…

Wertung vom 28.02.2026: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 01.05.2026:

Erwartungsgemäß kein signifikant anderer Eindruck als vor zwei bzw. vierzehn Monaten, hätte mich auch gewundert. Für die nächste Flasche nehme ich mir vor, etwas mehr Zeit ins Land gehen zu lassen, Eile scheint jedenfalls nicht geboten…<br><br>Verkostet am 01.05.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Muscat Ottonel] - Bulles de Muscat - [extra dry] - Vin mousseux de Qualité 2020, Domaine Eugene Meyer, Elsass, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85640</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 20:06:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/20260502_182125.jpg" alt="" /><br />Farblich sind wir im Messingbereich, es blubbert recht fein und ausdauernd, riechen tut’s unplakativ nach weißen Rosen und ähnlichem Geblümel, dahinter was leicht Kernobstiges in Form von Äpfeln und Birnen. Geschmacklich zeigt sich wie erwartet eine recht deutliche Süßespur aus der Zuckerrohrecke, die aber recht gut integriert ist, dennoch ist der Maskierungseffekt erheblich; die Säure ist eher unauffällig, verrichtet aber dennoch gute Dienste, neben der Floralik gibt’s auch eine feine Kräuterspur, bodenseitig am ehesten kalkig, wird aber weitgehend vom Zucker übertüncht. Dann ein recht langer Nachhall, der neben einem leichten Chinin-Bitterchen auch noch ein bißchen Adstringenz zu bieten hat.

Für zwölfeinhalb Gramm Zucker pro Liter ist das noch erstaunlich unklebrig, konnte ich unbeschwerter wegtrinken als erwartet, aber meine Baustelle wird’s deswegen noch lange nicht. Hat zwar der Mittrinkerschaft gut gefallen, aber für die gibt’s auch noch andere Schaumsachen im Keller, bei denen ich letztlich mehr Mittrink-Freude habe, deshalb sicher kein Nachkauf von meiner Seite, auch wenn’s ein interessanter Exkurs war…<br><br>Verkostet am 02.05.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pinot noir - Viola odorata - Claire Naudin - Côte de Nuits-Villages AC 2018, Domaine Henri Naudin-Ferrand, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85639</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 17:07:41 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260424_225614.jpg" alt="" /><br />Dunkles Granatrot, mittlere Transparenz, nasal eine herbere Kirsche, auch etwas Aronia, sehr verhaltenes Holz, das eher an alte Berghütte erinnert. Geschmacklich zeigt sich zuerst eine stramme wie samtige Tanninstruktur, die eine leichte Adstringenz auslöst, super austarierte Säure, steinseitig eine Mischung aus Talcum und Kalk. Abgangsseitig hat man recht lange Freude an einer mürben, leicht extraktsüßlichen Schwarzkirsche, die von leicht pilzigem Totholz begleitet wird.

Etwas herberer, ungeschwefelter Natur-Pinot der Extraklasse, der die Vorzüge beider Genres vorzüglich zusammenführt. Ich denke mir bei sowas immer, daß das doch auch den Freunden der Klassik-Pinots gefallen sollte, womöglich denke ich da jedoch etwas naiv…<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Pinot noir] - [Chenôve] Clos du Roy - Marsannay AC 2013, Domaine Jean Fournier, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85638</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 17:03:49 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260420_103530.jpg" alt="" /><br />Ein recht dunkles Rubinrot im Glas, minimal ziegelig, geringere Transparenz; riecht nach Schwarzkirsche und etwas schwarzer Johannisbeere, sehr feine, zurückhaltende Holznote mit Sandel- und Zedernholz. Am Gaumen setzt sich das Holz etwas mehr in Szene und bringt auch dezent pilzige Noten ins Spiel, feine Tanninstruktur mit minimaler Adstringenz, die Frucht setzt aber weiterhin Akzente, wirkt hier aber etwas wärmer und mürber; die Säure sorgt für relative Leichtigkeit, bodenseitig zeigt sich eine Mischung aus schmeichelndem Kalk und forderndem Dunkelstein, der ein bißchen in Richtung Schiefer schaut. Der sehr lange Abgang wärmt und kühlt gleichzeitig, hier ist die Frucht wieder klar in der Pole, allerdings in extrem sekundärer Manier, im Finale auch etwas Blutorange.

Sehr schöner, eher kühler Pinot, der substantiell aber kein Manko hat und auch im 13. Jahr keinerlei Altersgebrechen, ja nicht einmal fortgeschrittenere Reifenoten zeigt.<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Pinot noir] - Vosne-Romanée AC 2014, Domaine Berthaut-Gerbet, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85637</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 16:56:30 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/20260424_210018.jpg" alt="" /><br />Farblich ein etwas dunkleres Rubinrot mit leicht ziegeligem Einschlag bei mittlerer Transparenz, nasal gibt’s mürbe Kirschen, minimal auch Pflaume, dazu feines dunkleres Holz mit etwas Ledercoating. Am Gaumen schiebt sich das Holz mit feinen Pfifferling- und Totholznoten nach vorne ohne dominant zu wirken, Kirsche und Pflaume wandern in den Oberschwingungsbereich; die Säure ist lebendig und dabei gut integriert, bodenseitig assoziiere ich eine kalkig-lehmige Basis ohne Schwere. Der Nachhall im Minutenbereich bietet der Frucht dann wieder etwas mehr Raum, im Finale aber wieder vorrangig feinstes Leder und etwas Totholz.

Sehr schöner, klassischer Pinot, nicht die Komplexität und letzte Feinheit eines Crus, aber nicht soo weit davon entfernt. Nur zum Preis aktueller Jahrgänge dann doch nicht mehr so wirklich attraktiv.<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Chardonnay] - Bourgogne Hautes-Côtes de Nuits AC 2021, Domaine Henri Naudin-Ferrand, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85636</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 16:48:17 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260424_225848.jpg" alt="" /><br />Visuell ein etwas dichteres Goldgelb, geruchlich eine Mischung aus sehr reifer Mirabelle, gelber Kochbananenschale und einem Hauch Kokos, ganz leichte Würze. Am Gaumen wiederholt sich die Fruchtaromatik mit Dichte und gleichzeitiger Leichtigkeit, dazu fein gewobenes Holz mit braunen und grünen Anteilen, sehr potente und dennoch distinguiert wirkende Säure, bodenseitig assoziiere ich Kalk mit vielen kühlenden Einschlüssen. Dann ein mehrminütiger Nachhall, der vor allem das gekonnte grün-braune Holz hervorhebt und auf der anderen Seite einen nobel-samtigen Mix aus Yuzu und Ugli bietet.

Unglaublich fein strukturierter und dennoch sehr stoffiger Chardo der unteren Klassen, der von den Crus nicht allzu weit entfernt ist, für 23 Euronen bekommt man hier extrem viel Burgund ins Glas!<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[2022er] [Chardonnay] - Satèn - brut - Franciacorta DOCG 2022, Elisabetta Abrami, Lombardei, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85635</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 16:43:34 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260424_225936.jpg" alt="" /><br />Im Glas ein relativ helles Goldgelb, mittelintensiver Blubber mit feinem Geschäume und ordentlicher Ausdauer; riecht vorwiegend nach gelben Renetten vor feinem Hefeschleier. Geschmacklich auch in erster Linie hellapfelig, leicht zitroniert, insgesamt leicht cremig unterwegs; die leichte Restsüße ist dank der zwar geschmeidigen, aber doch auch lebendigen Säure gut integriert, bodenseitig wirkt’s recht kalkig. Dann ein schön langer Nachhall, der die Apfelseite besonders flaumig präsentiert.

Für einen eher geschmeidigen Schäumer -was nicht meine Hauptbaustelle beim Geschäume ist- ist das schon recht schön gelöst!<br><br>Verkostet am 24.04.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Pinot Noir Reserve 2020, Holger Koch, Baden, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85634</link>    
    <pubDate>Sat, 02 May 2026 10:32:48 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der offenen nase getrocknete Erdbeeren, Sauerkirsch und Zwetschgenschale. Auch dezent grün-rindige Facetten und etwas in Richtung Agrumen. Unterlegt von nass-erdigen und etwas schmutzigen Assoziationen, Reifenabrieb, Rauch. Im Mund taktil eher zart und weich-fließend. Transparente Textur, durchscheinend, hell. Verhalten extrahiert mit ganz zartem, weichem Tannin und vergleichsweise fließend-zerfließender Kontur. Retronasal steigen grüne Noten auf, auch Agrumen. Das ist aromatisch komplex und stilsicher. Aber vielleicht fehlen ein wenig die Spannungssspitzen.<br><br>Verkostet am 02.05.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Fleurie Coup de Foudre 2018, Les Bertrand, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85633</link>    
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 23:34:58 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Eigentlich finde ich Naturweine oft problematisch und Gamay meist nicht überzeugend. Aber das hier ist offen und reduktiv zugleich, ist komplex und saftig. Erinnert aromatisch an Beerensaft, an rostiges Eisen, Metall und Gummi. Hat auch nasse Erde, Graphit und Bleistift. Ist fest ohne überzogene Extraktion und ist von frischer Säure durchzogen. Gleichzeitig ist da auch etwas Teeartiges, Wirres und Strukturloses was an nasse Wäsche, an Disziplinlosigkeit und Schmuddeligkeit denken lässt. Und es ist trotzdem geil. With your feet on the air and your head on the ground try this trick and spin it. Your head will collapse and there's nothing in it. And you may ask yourself: Where is my mind.<br><br>Verkostet am 30.04.2026 von marzemino]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Chateau Senejac 2010, Chateau Senejac, Bordeaux - Haut-Médoc, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=77395</link>    
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 23:18:06 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[30.04.2026
Hat sich in den 3 Jahren etwas weiter entwickelt ohne für mich an seiner Faszination verloren zu haben. Die Nase jetzt voll offen, laut mit voller Frucht, feinröstigen Holzanklängen, würzig, etwas Mandelaromatik und Mineralik.
Am Gaumen jetzt gut schmelzige Gerbstoffe mit noch Grip am Gaumen. In der Mitte kommt er mir jetzt etwas flacher daher. Auch etwas süß und modern wirkend. Im Abgang beinahe ewig. Letztlich einer der CB´s, bei den es sich lohnte, auch einige Jahre gewartet zu haben. 90 OpfP

05.02.2023
Nase: etwas zurückhaltend aber klare, wunderschöne Aromatik nach reifen dunklen Beeren, feinen ätherischen und röstigen Noten. Letztlich nehme ich auch etwas Mandelaromatik und feine Vanille war. Toller Auftakt.

Gaumen: Es geht in gleichem Maße weiter mit ähnlicher Aromatik. Dazu gesellt sich eine prägnante Säure, die mit dem klar süßen und saftigen Schmelz sehr harmoniert und damit wirkt der Wein gut strukturiert. Mittlerer Körper mit viel Extrakt und eher kühl wirkend. Tannine sind noch vorhanden und zeigen etwas körnigen Grip. Recht vielschichtig und harmonisch und ja, schon etwas rustikal aber das kann man ihm verzeihen, weil er unglaublichen Charme zeigt. Im Abgang sehr lang und auch der Nachhall ist klasse. 

Insgesamt ein beeindruckender Cru Bourgeois, den ich möglicherweise in seinem optimalen Zustand aufgezogen habe. Zeigt Biss, ausreichende Kraft und mit seiner reifen Saftigkeit, Vielschichtigkeit und Ausgewogenheit fördert er einen hohen Trinkfluß. Klare Empfehlung und wohl dem, der geduldig gewartet hat. 92 OpfP<br><br>90<br><br>Verkostet am 05.02.2023 von Oberpfälzer]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[Nieder-Flörsheim Frauenberg Riesling GG 2020, Battenfeld-Spanier, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85632</link>    
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 21:37:37 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[In der gesetzten Nase vollreif, gelbes Steinobst, brauner Kandis, auch "gold-braune Tiefe".
Im Mund bei mittlerem Körper viel Rieslingschmelz, dunklere Mineralität, sehr harmonisch eingebundene und durch und durch edle Säure. Wirkt zu Beginn gemessen an der Klasse recht kurz und einfach, gewinnt dann aber mit Luft richtig Länge, zeigt schließlich nach 2 h sogar ein tiefes inneres Gravitationszentrum und wird immer zwingender . Lebendig und ernsthaft gesetzt zugleich.
Klar herausragend. Stilistisch wunderbar old-school. Dieser Stil ist schon klasse... und gewinnt drastisch mit Luft! Zunächst 91-92 P, schließlich 94-95 P.<br><br>94<br><br>Verkostet am 30.04.2026 von Michl]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling - Schiefersteil - weiße Kaspel - [halbtrocken] - Qw 2020, Markus Molitor, Mosel, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=85631</link>    
    <pubDate>Thu, 30 Apr 2026 19:57:15 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/20260430_103059.jpg" alt="" /><br />Ein leicht zitroniges Goldgelb im Glas, nasal zeigen sich schön differenziert verschiedene gelbe bis grüne Agrumenalbeden in sekundärer, leicht flaumiger, aber dennoch in erster Linie frischer Manier, dazu eine leicht kräuterige und noch leichter schieferige Begleitung. Gaumal wirken die Agrumen etwas saftiger als angekündigt, ein feiner, fast nobler Flaum bleibt aber erhalten; der Restzucker -der wohl gemäß der MM-Skala auf dem Rückenetikett ganz leicht im technisch halbtrockenen Bereich rangiert, sensorisch aber aufgrund der weißen Kapsel als trocken charakterisiert wird- ist maximal gut eingebunden, die im Netz gefundenen 6 g/l Gesamtsäure (wenn’s denn stimmt) arbeiten sehr emsig, fühlt sich jedoch nach etwas mehr an; der Schiefer kommt hier deutlicher zur Geltung, prägend entsprechend der Namensgebung ist er aber nicht. Dann ein schön langer Nachhall, der sich agrumenmäßig stark auf die Pomelo stürzt, dazu eine feine Kräuterspur, im Finale adstringiert’s sogar ein bißchen.

Hier haben wir eine äußerst gelungene Symbiose aus Frische und Stoffigkeit im Glas, wie ich sie von den Klassikern der Mosel eigentlich kaum kenne, irgendwie ist ein Schuß „junge Wilde“ mit drin. Ist aufgrund seiner eigenen Stilistik sowohl ein ernsthafter und recht vielseitiger Essensbegleiter als auch ein wunderbar erfrischender Solist, für die aktuell gezahlten elffuffzich ist das erstaunlich viel Wein im Glas!<br><br>Verkostet am 30.04.2026 von EThC]]></description>
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