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  <title>Verkostungsnotizen.net</title>
  <link>http://www.verkostungsnotizen.net</link>
  <description>Wein-Verkostungsnotizen vieler Autoren zum Lesen und Mitmachen</description>
  <language>de-de</language>
  <pubDate>Thu, 06 Aug 2026 05:42:19 +0200</pubDate>
  <lastBuildDate>Thu, 06 Aug 2026 05:42:19 +0200</lastBuildDate>
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  <item>
    <title><![CDATA[Welschriesling  "Weißer Opal" Ried Kleincsater Eisenberg DAC 2022, Stubits, Eisenberg, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86216</link>    
    <pubDate>Wed, 05 Aug 2026 23:34:18 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Helles Gelb, eigenwillige Nase, wenig Frucht, etwas Birne und Quitte, am Gaumen dazu grüne Nüsse, mineralisch fundiert, spürbare Gerbstoffe, leicht rauhe Struktur, mittlerer Körper, viel Substanz, überzeugende Länge, interessanter Charakter, tendenziell etwas anstrengend<br><br>90<br><br>Verkostet am 05.08.2026 von Bernd Schulz]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling - Ruppertsberg - [trocken] - Qw 2021, Seckinger, Pfalz, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86215</link>    
    <pubDate>Wed, 05 Aug 2026 22:18:14 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/08/20260805_192504.jpg" alt="" /><br />Farblich ein helleres Altgold in ganz leicht getrübt (sofern man nicht aufschüttelt), nasal erstmal leicht säuerlicher wie zuckerbefreiter Rosmarinhonig vor halboxidierten Orangen und Physalis, leichte Großholzanmutung, etwas VA-Schnitt. Geschmacklich dann auch wieder diese Trockenhonigaromatik neben ziemlich stramm grünlichen Säurebestandteilen von Limette und Verjus, hier kaum Frucht und damit auch nur oberschwingungsmäßig dieser Oxi-Eindruck, deutliche Bitterchen von Pomeranze und Limette, bodenseitig sowas wie supersaurer Kalk. Auch beim sehr langen Nachhall muß man schon recht säureresistent sein, hier im Wesentlichen Agrumensaft mit einem Minihauch einer oxidativen Spur.

Das ist mit seiner oxidativ-reduktiven Art -vor allem beim Bukett- schon sehr eigen, dazu der Frontalangriff der weitgehend ungepufferten Säure, dem man schon gewachsen sein muß. Also auf keinen Fall ein Wein für denjenigen, der einfach einen typischen Riesling im Glas haben möchte, ich frage mich eh, wie dieser Ortswein durch die Qw-Prüfung rutschen konnte, schon wegen des deutlichen Trubs in der Flasche, den man sich auch ins Glas schütteln kann; vielleicht war meine eine der später abgefüllten Flaschen? Also eher was für Über-den-Rieslingrand-Gucker, für mich durchaus spannend, aber die etwas zu uncharmante Säure verhindert selbst bei mir einen Einzug in die „3er“-Riege…<br><br>Verkostet am 05.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Cidre Triple 2022, Famille Dupont, Normandie, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=83844</link>    
    <pubDate>Wed, 05 Aug 2026 21:45:23 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/07/20250720_105456.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 19.07.2025:

Im Glas ein leicht trübes Bräunlichorange, sehr intensiver, mittelfeiner und äußerst nachhaltiger Blubber, riecht vor allem initial nach Kumquat, später mehr nach gelber Orangenschale, welche jeweils die gelben, extraktsüßen Mostäpfel begleitet. Am Gaumen ist dann eher Mandarinenetherik bestimmend, flankiert von einer enormen Trockensüße, die jedoch kein Stück belastend bzw. mastig wirkt, obwohl sich die Säure gar nicht mal sonderlich nach vorne drängt, weiters eine zwar kleinere Ladung extrem samtiger Gerbstoffe, viel Kalk nebst Heferest und ein paar wenige Eisensalze. Der minutenlange Nachhall wirkt etwas weniger extraktsüß, was die Lust auf den nächsten Schluck fördert.

Wenn ich mir so die Verkostungsnotiz über den Jahrgangsvorgänger so ansehe, fällt unweigerlich auf, wie weit die beiden Ausgaben voneinander entfernt sind. Während der 21er vor lauter Mineralik recht fordernd, für Ungeübte wohl eher unnahbar wirkte, war der 22er fast schon opulent zu nennen. Zum Glück führte die enorme Substanz vor allem auf der Agrumenseite aber nicht ins Anstrengende, der Trinkfluß war jedenfalls ungebremst. Große Freude bei 30+ Grädern im Schatten!

Wertung vom 19.07.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

-------

Verkostung vom 28.03.2026:

Visuell ein anfangs leicht trübes Bräunlichorange, das zu den letzten Gläsern hin aufgrund des Heferests deutlich an Transparenz verliert, sehr feiner wie ausdauernder Blubber; geruchlich lebt das Ganze vorwiegend von Bitterorange und Mandarine, aber auch andere Agrumen schwingen mit, deutliche Gerbstoffankündigung. Geschmacklich setzt sich die Agrumendominanz mit leichter Extraktsüße fort, die Mostäpfel spielen hier erstmals in der zweiten Reihe und dabei leicht ledrig mit, die Gerbstofffracht ist deutlich, aber sehr geschmeidig, dehydriert ganz sanft, adstringiert aber nicht; die Säure hält das Ganze wunderbar in Balance, sticht dabei aber nicht hervor, dann als Basis eine ordentliche Ladung Kalk, angereichert mit gelben Eisensalzen. Dann hallt’s fast ewig nach, dabei wirkt’s insgesamt am trockensten, trotz der Gerbstoffdichte staubt’s aber nicht.

Die spielerische Opulenz des Cidres bei der Erstbegegnung wiederholt sich sehr schön, er wirkt allenfalls etwas runder bzw. wurde die ein oder andere Kante leicht abgeschliffen, was sich weder negativ noch positiv auswirkt, einfach eine schöne Entwicklung!

Wertung vom 28.03.2026: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

-------

Verkostung vom 05.08.2026:

Ich kann’s mir mal wieder recht einfach machen: die letzte Notiz paßt auch zur heutigen Flasche 1:1, immer noch ein geniales Zeuch!<br><br>Verkostet am 05.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Morgon "La Voûte Saint-Vincent" 2022, Louis-Claude Desvignes, Beaujolais, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86214</link>    
    <pubDate>Tue, 04 Aug 2026 22:35:24 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Ein Wein von Trauben aus dem nördlichsten Teil der Appellation Morgon, Richtung Fleurie und Chiroubles. Die Trauben stammen von Rebstöcken mit einem Alter von 50 Jahren von verwittertem, sandigem Granit. Zur Hälfte entrappt, in Betontanks ausgebaut.
Im Glas ein strahlendes, mittleres Rot.
In der Nase viel würzige Kirsche, Heidelbeere, aber auch ein Hauch roter Pfeffer.
Am Gaumen sehr saftige Frucht und trotz des jugendlichen Alters feine Gerbstoffe. Leicht cremig, aber doch gekontert von spürbarem, körnigem Tannin. Im recht langen Abgang dann eher weißer als roter Pfeffer und auch etwas Orangenschalen.
In Summe eine sehr schöne Balance zwischen Struktur und Charme.<br><br>Verkostet am 07.07.2026 von stefane]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling - «Westhofen» -M-[orstein] - trocken - Qw 2021, Seehof, Rheinhessen, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86213</link>    
    <pubDate>Tue, 04 Aug 2026 20:19:28 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/08/20260804_182700.jpg" alt="" /><br />Das Glas emittiert leuchtendes, helleres Goldgelb, nasenmäßig gibt’s frisch-reif (sic!) wie intensiv Zitrone, Pampelmuse, Karambole und etwas Mirabelle, das Ganze fern des Primären, von Sekundärfrucht würde ich aber auch nicht sprechen wollen, leichter Anflug von weißem Pfeffer sowie minimale Großholz- und oder Hefeanmutung, wo auch immer das herkommen mag. Am Gaumen wird die hier sowohl dichtere als auch noch frischere Frucht (Doppel-sic!) von einem Hauch Salzkaramell gestützt, was die Spannung nochmals fördert, die potente Säure ist reif und jugendlich zugleich (sic^3), bodenseitig hauptsächlich kalkig wirkend, etwas tänzelnde Scholle ist aber auch dabei. Dann ein intensiver, aber nie belastender Mehrminüter, der vor allem mit Kalisalz und etwas Weißpfeffer für ungemeinen Speichelfluß sorgt.

In den Tiefen des Zwischennetzes habe ich zu dem Wein auch eine Beschreibung gefunden, die Parallelen zum „von der Fels“ vom Nachbarn Keller aufzeigt. Ich habe diesen Konkurrenten bisher nur zweimal probieren können, aber qualitative Ähnlichkeiten sehe ich da überhaupt nicht! Wobei ich fairerweise dazu schreiben muß, daß ich den „vdF“ beide male nur in sehr jung –2025 in ausführlicher und 2022 (?) bei einem Händler- probieren konnte, Allerdings hatte ich bei diesen Jungweinverkostungen nicht den Eindruck, daß sich diese Jahrgänge des „vdF“ mal in Sphären entwickeln könnten, in denen sich der „M“ -allerdings nunmehr in seinem fünften Jahr- ganz selbstverständlich bewegt; schon eine zehntel Sekunde nach dem Reinriechen war da klar: „3er“! Sowie ein phänotypischer 21er, wie ich ihn mir wünsche! Für gut 15 Euronen jedenfalls ein wunderbarer 33 °C-Sommerabendwein, sowohl zum leichten, mediterranen Essen als auch solo danach, dabei gleichermaßen einfach bzw. unkompliziert wie komplex bzw. anspruchsvoll, großes Kino im Mittelweinbereich!<br><br>Verkostet am 04.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Ravera Barolo DOCG 2011, Vietti; Castiglione Falletto, Piemont, Italien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86212</link>    
    <pubDate>Tue, 04 Aug 2026 15:53:31 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Kirschrot, ganz klare, feine Frucht, wunderbar samtiges Tannin, alles unterlegt mit einer feinen, etwas orientalisch gewürzten Reife, ganz starke Flasche<br><br>96<br><br>Verkostet am 21.06.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Charta Riesling Fass 94 2019, Weingut Johannishof; Geisenheim, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86211</link>    
    <pubDate>Tue, 04 Aug 2026 15:44:40 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Auch im Restaurant bestätigt sich die hervorragende Qualität der Weine des gerade probierten Weingutes, hier der Charta Riesling aus 2029: Goldgelb, schöne würzige Tiefe ist mit der Reife dazu gekommen, die Fruchtassoziatioen passen zur Farbe, die Struktur bringt eine ergiebige Essensbegleitunt<br><br>92<br><br>Verkostet am 21.06.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Oestricher Doosberg Rheingau Riesling Brut 2014, Wein- und Sektgut F.B. Schönleber; Oestrich-Winkel, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86210</link>    
    <pubDate>Tue, 04 Aug 2026 15:38:19 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Golden, Orange Reflexe, feine Perlage mit mit reifer aber feiner gelber Frucht auf der Zunge, lebendig, reife Anklänge, schön<br><br>92<br><br>Verkostet am 21.06.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Foundation - Cider 2023, Pellicle, Sonstige, Belgien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86207</link>    
    <pubDate>Tue, 04 Aug 2026 15:15:17 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/08/20260803_192731.jpg" alt="" /><br />Ein leicht ockeriges wie trübes Goldgelb im Glas, recht feiner und sehr ausdauernder Sprudel; es riecht nach gekalkten, herben, eher heller anmutenden Äpfeln, Ankündigung einer sehr frischen Gesamtstruktur. Geschmacklich dann wie erwartet (immerhin 8 Umdrehungen!) superknarzetrocken, aber dennoch mit einiger Substanz gesegnet, hier kommt mit der quirligen Säure auch etwas Limette auf, die recht feinen Gerbstoffe sind von eher heller Struktur, darüber hinaus eine eher kalkig-kühle Anmutung. Dann ein recht langer, frisch-kühler Nachhall, der auch etwas gelbe Ostafrika-Orange bietet, insgesamt ist dies der leichteste wie frischeste Teil des Genusses.

Von Pellicle hatte ich in der letzten Zeit hauptsächlich etwas abenteuerlichere Experimente im Glas, verglichen damit ist das schon sehr „normal“, dabei aber durchaus sehr gut, vor allem die feine Gerbstoffstruktur ist recht überzeugend wie eigenständig, so ganz anders als ich es von den mehrheitlich verklappten Normannen so gewohnt bin, sehr willkommene Abwechslung! Und ist auch preislich absolut im Rahmen, nur bekommen muß man’s halt.<br><br>Verkostet am 03.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Riesling - Trarbacher Hühnerberg - [süß] - Spätlese** - Pw 2018, Martin Müllen, Mosel, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86133</link>    
    <pubDate>Tue, 04 Aug 2026 14:43:29 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/07/20260726_162414.jpg" alt="" /><br />Ein leuchtendes Goldgelb mit minimalem Messingtouch emittiert aus dem Glas, nasenmäßig zeigen sich teils kandierte Zitronen, Pomelo und Karambole in einerseits schön sekundärer, anderseits aber auch leicht ölig anmutender Form. Am Gaumen bestätigt sich dieser ölig-glykolige Eindruck leider deutlich, der flüssige Zucker wirkt zwar hier nicht großartig maskierend was die Frucht angeht, aber es beppt halt schon ordentlich, dagegen kann die lediglich moderate Säure nichts ausrichten, die vermeintliche Mineralik wird jedoch komplett vom Restzucker übertüncht. Auch der Ewigkeitsabgang ist leider in erster Linie süß und läßt für mich keinen Blick auf die möglicherweise das Terroir abbildenden Bestandteile zu.

Solange man das Essen mit asiatischem Touch als Begleitung hatte, flutschte das noch einigermaßen gut, solo war’s dann aber vorbei. Das spannende Spiel, das ich einst mit 10er oder 13er Süßlingen von Müllen erleben konnte, fehlt hier leider zur Gänze. Im Laufe der nächsten Woche ist noch was anderes, asiatisch Scharfes geplant, mal sehen, ob sich bis dahin noch was in meinem Sinne tut, ich befürchte aber eher nicht…

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 15 von 25

Nachtrag nach 6 Tagen mit Luft: gut die Hälfte blieb für eine Nachverkostung übrig, diese konnte dann noch zu einem Nachtisch eingesetzt werden. Tatsächlich zeigt sich die Zuckerseite nunmehr deutlich weniger maskierend bzw. klebrig, das heißt, die Besitzer weiterer dieser Flaschen sollte einfach noch 5 bis 10 Jahre mit der Flaschenöffnung warten, zumindest wenn sie zuckerseitig ebenso heikel sind wie ich. Aus der "1er"-Riege steigen wir aber dennoch nicht auf...

Wertung am siebten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25<br><br>Verkostet am 26.07.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[[Chardonnay] - Clematis vitalba - Claire Naudin - Hautes-Côtes de Nuits AC 2016, Domaine Naudin-Ferrand, Burgund, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=81374</link>    
    <pubDate>Tue, 04 Aug 2026 13:36:18 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2024/07/20240711_171316.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 11.07.2024:

Im Glas ein intensives wie dunkles Goldgelb, es riecht dezent wie prägend nach warmem, grünen (sic!) Holz, z.B. vom Essigbaum, dahinter gut angereifte, fast schwarze Kochbanane ohne Breitenwirkung, etwas Pfifferling. Geschmacklich wirkt die Holzseite dann weniger grün, eher so als ob der Wurm drin wär, hier ebenfalls der Pfifferling und ein leichter Tabakeinschlag, fruchtseitig dann sehr mürbe Agrumen von Ugli bis Zitrone, auch sehr sekundäre, anfermentierte Mirabelle sowie Kaki; die Säure ist leicht verjusig und trotz distinguiertem Auftreten sehr effektiv, etwas Lemon Pepper hilft mit, bodenseitig bin ich fast etwas lost, es gibt aber wärmende wie kühlende Komponenten. Das mit warm und kühl passiert dann auch beim sehr ausufernden Abgang, Pfifferlinge mit Kräutersalz geben hier den Ton an, die Frucht spielt noch etwas im Oberschwingungsbereich mit.

Dieser ungeschwefelte Chardonnay weist keine wirklich „naturigen“ Attribute auf, auch im achten Jahr ist erfreulicherweise kein Kleberanflug erkennbar (damit muß man bei den Sachen ja leider doch immer mal wieder rechnen, bei manchen Gütern mehr, bei manchen weniger bis gar nicht…); er ist einfach ein expressiver wie eigenständiger Chardonnay klar burgundischer, dabei durchaus innovativer Machart, bei dem nichts zu viel und nichts zu wenig ist, großer Spaß!

Wertung vom 11.07.2024: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25

-------

Verkostung vom 02.08.2026:

Im Glas ein leicht mattes Altgold, fürs Näschen gibt’s erstmal Trockensthonig à la Thymian, dahinter reife, sekundäre, leicht oxidierte Pfirsiche und Aprikosen, dazu noch etwas frittierte Kochbanane, subtile Großholzanmutung. Am Gaumen kommt noch etwas zuckerfreies Lemon Curd hinzu, weiters ein feines Koriandersaatbitterchen; die Säure ist reif wie lebendig, mutet bodenseitig recht erdig ohne Schwere an. Beim mehrminütigen Nachhall setzt sich dann eine Art Aprikosenkonzentrat unaufdringlich in Szene.

Blind hätte ich vermutlich auf einen oxidativ ausgebauten Chardo aus dem Jura getippt, alleine das leichte und noch recht angenehme Bitterchen hätte einen Hinweis drauf geben können, daß der Wein nicht so gedacht war bzw. tatsächlich vor 2 Jahren noch ganz anders geschmeckt hat, siehe oben! Könnte also mal wieder ein Fall stark unterschiedlicher Sauerstoffdurchlässigkeit der beiden Korken gewesen sein. Oder auch nicht? Nur eine derartige Oxidation innerhalb von zwei Jahren? Immerhin habe ich aber die zweite Flasche grade noch in einem recht schönen Zustand erwischt, generell ist meines Erachtens aber vorsichtshalber zeitnahes Austrinken angesagt!<br><br>Verkostet am 02.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Rauenthaler Baiken Riesling 2022, Corvers-Kauter, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86209</link>    
    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 21:25:36 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Ein klares, stahliges Gelb im Glas.
In der Nase Limette, grüner Apfel und dezente Minzaromen. Dazu weiße Blüten und eine Note "klarer Gebirgsbach".
Das setzt sich am Gaumen fort, wo nur noch etwas Grapefruit und vielleicht ganz leicht Aprikose hinzutreten, aber ansonsten der klar zitrische Gesamteindruck dominant bleibt. Knackige, aber für mich gut eingebundene Säure.
Für den Preis absolut angemessen. Allerdings ist mir dieser Jahrgang zu sehr auf der fruchtbetonten Seite, es fehlen das Mineralische, diese glasklaren Noten von nassen Steinen und auch der starke phenolische Grip, die den 2018er zuletzt so faszinierend gemacht hatten. <br><br>Verkostet am 30.06.2026 von stefane]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Blaufränkisch Eisenberg DAC 2022, Groszer Wein, Eisenberg, Österreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86202</link>    
    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 20:57:17 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Dunkles, nahezu blickdichtes Rot, würzige Nase, animalische Noten, etwas Pfeffer und Lorbeer, herbe dunkle Beeren, am Gaumen komplett trocken, kräftige, aber nicht zu grobkörnige Tannine, mineralisch-salzige Untertöne, mittlerer Körper, gute Substanz, ziemlich kantiger Charakter, kein Schmeichler, fast schon etwas struppig, könnte mit weiterer Reife eventuell noch zulegen, 88 Punkte

03.08.2026

Nach einem Tag in der noch halbvollen Flasche kommt neben den anderen Komponenten eine schöne Kirschfrucht zum Vorschein, jetzt nicht mehr so kantig, sondern bei aller Charakterstärke klar zugänglicher<br><br>90<br><br>Verkostet am 02.08.2026 von Bernd Schulz]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Spätburgunder Lösswand *** 2020, Arndt Köbelin, Kaiserstuhl, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86208</link>    
    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 20:53:20 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Ein Wein von bis zu 50 Jahre alten, ertragsreduzierten Reben. 15 Monate Lagerung in erst-, zweit- und drittbelegter französischer Eiche.
Im Glas ein kräftiges, strahlendes Burgunderrot.
In der Nase schöne Aromen von dunklen Beeren und eine angenehme Röstnote. Dazu etwas Pfeffer und kräuterige Würze. Leicht balsamisch.
Am Gaumen feinwürzig und saftig. Ganz leicht Kakao und eine dunkle Gewürznote treten zu den Eindrücken aus der Nase hinzu. Die Tannine - für mich genau richtig - noch leicht sandig. Die Eichenholzwürze, die in der Nase noch vernehmbar war, ist am Gaumen fast komplett verflogen. Hinten raus noch eine kleine Minznote und etwas dezent Rußiges. 
Schöne Balance und Frische, minimal auf der fülligeren Seite.<br><br>Verkostet am 27.06.2026 von stefane]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Cydon - Pétillant naturel 2023, Famille Dupont, Normandie, Frankreich]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=84142</link>    
    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 19:22:00 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/20250822_110630.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 07.09.2025:

Ein leicht trübes Neongelb zeigt im Glas, mittelfeiner, mitteldichter Blubber mit Ausdauer; geruchlich macht sich die Quitte gleich deutlich in recht frischer Weise bemerkbar, daneben lassen sich aber einige renettenartige Äpfel auch nicht die Butter vom Brot nehmen; sehr feine, helle Hefeankündigung, quasi in Form einer Dampfnudel. Geschmacklich bestätigt sich das sehr schön, ein kleine wie feine Süßespur sorgt für Eleganz und wirkt dabei nicht maskierend; mit der Säure kommt auch eine Spur Zitronat mit, als Unterlage gibt’s vor allem Kalk. Dann ein ordentlich langer Abgang, der neben der hier leicht ankandierten -aber dennoch trocken wirkenden- Quitte das Zitronat thematisiert.

Das ist eine wirklich äußerst gelungene Vermählung von Apfel und Quitte, auch die ganz leichte Süße am Gaumen stört weder die Balance noch die Klarheit der Aromatik. Vor allem wirkt die Quitte nicht als Zusatzstoff, wie das zuletzt beim mit Mandarine aromatisierten Poiré der Fall war, sondern sie gehört ganz einfach wie selbstverständlich zur Grundausstattung dieses sehr uniquen Getränks. Große Freude!

Wertung vom 07.09.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

-------

Verkostung vom 02.08.2026:

Das leicht Neongelbe der Erstbegegnung bestätigt sich, ebenso die ausdauernde Blubberstruktur, wieder übernimmt die recht frische, unoxidierte Quitte aromatisch die Pole, obwohl sie in der Mischung eigentlich nur Zweiter ist, die Apfelseite ist geschmacklich nunmehr nur am Rande vertreten, dafür mischen etwas gelbe Orange bzw. Ugli mit. Am Gaumen dann sehr klar, aber nicht saftig wirkend, eine feine Gerbstofffracht sowie etwas Kalk steuern dagegen, die Säure ist ebenso klar, aber nicht spitz. Beim recht langen Abgang dann noch etwas zuckerbefreites Zitronat.

Im Großen und Ganzen noch das gleiche, sehr erfreuliche Blubberfruchtmischgetränk wie letztes Jahr, aber doch mit ein paar feinen, schönen Unterschieden. Punktemäßig greife ich diesmal nicht ganz so tief in die Tasche, aber das kann tagesformbedingt sein…<br><br>Verkostet am 02.08.2026 von EThC]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Johannisberger Klaus Riesling Spätlese VDP.Grosse Lage 2025, Weingut Johannishof; Geisenheim, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86206</link>    
    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 16:54:59 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Lebendige Spätlese mit einer schönen Säure, im Moment noch ganz intensiv gelber Pfirsich, das wird sicher noch vielschichtiger und verlockender im Laufe der Zeit, schön

Insgesamt sehr gute Rieslinge, vor allem noch im bezahlbaren Bereich, sehr gutes VDP Gut<br><br>92<br><br>Verkostet am 21.06.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Rüdesheim „K" Riesling Kabinett feinherb 2025, Weingut Johannishof; Geisenheim, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86205</link>    
    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 16:47:55 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Wirkt schön „kabinettig", aber mit gewisser Fülle, hat ja auch gut Alkohol, aktuell dominieren feinherbe Aprikosenschalen, sehr guter Trinkfluss <br><br>91<br><br>Verkostet am 21.06.2026 von heres66]]></description>
  </item>

  <item>
    <title><![CDATA[Rüdesheim Berg Rottland Riesling Großes Gewächs 2023, Weingut Johannishof; Geisenheim, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86204</link>    
    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 16:41:36 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Das würzigere und exotisch fruchtigere GG im Vergleich, auch wieder schöne Struktur, Holzfass spürbar, sehr schön<br><br>12.5<br><br>Verkostet am 21.06.2026 von heres66]]></description>
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    <title><![CDATA[Johannisberg Hölle Riesling Großes Gewächs 2023, Weingut Johannishof; Geisenheim, Rheingau, Deutschland]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=86203</link>    
    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 16:38:12 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[Hellgelb, Kräuter und Zitrus, schöne Wärme vom Holzfass, etwas Honig hinten raus, stark<br><br>93<br><br>Verkostet am 21.06.2026 von heres66]]></description>
  </item>

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    <title><![CDATA[[Cuvée] - Clarete - La Palma DO 2018, Victoria E. Torres Pecis, Islas Canarias, Spanien]]></title>    
    <link>http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_details.php?ID=78851</link>    
    <pubDate>Sun, 02 Aug 2026 21:33:48 +0200</pubDate>
    <description><![CDATA[<img src="https://ec1962.files.wordpress.com/2023/08/20230805_221254.jpg" alt="" /><br />Verkostung vom 05.08.2023:

Farblich haben wir hier ein leicht schmutzig wirkendes Rubinrot mit relativ hoher Transparenz, für das Riechgerät gibt's eine reduktive Mischung aus Vulkanisiergel, Gummi und etwas Schwefel vor der beerig-pflaumigen Sekundärfrucht. Geschmacklich taucht dann noch einiges an Salz auf, mit der Säure kommen auch mit Rote Beete eingefärbte Zitrone und Pampelmuse mit, knarztrockene Anmutung, eher wenig Tannine, dennoch leichte Adstringenz. Abgangsseitig dominiert dann auch das Dreieck Salz, Säure, Organik, die Frucht spielt hier gar keine Rolle mehr.

Anfangs war dieser Rot-Weißling noch etwas kleberlastig, das hat sich jedoch zugunsten der vulkanischen Mineralik plus Salz und Säure sehr schön eingependelt, polarisierend bleibt das Ganze aber allemal, so mancher würde diesem Wein wohl auch grobe Fehlerhaftigkeit attestieren, in Spanien reichte es aber immerhin zum DO-Status. Zum heutigen Essen paßte das zwar gar nicht, da viel weniger roséartig als erwartet, machte dafür aber solo umso mehr Freude!

Wertung vom 05.08.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 02.08.2026:

Im Glas ein leicht schmutzig wirkendes Kirschrot mit höherer Transparenz, geruchlich erstmal Salz und Basalt, deutlich dahinter sehr mürbe Sauerkirsche, auch was Rotbeeriges, weiters etherische Kräuter, angeführt von Eukalyptus und Melisse. Geschmacklich ebenfalls diese wunderbar etherisch unterlegte Rotfrucht mit Salz- und Vulkanbegleitung, dazu eine strahlende wie agile und doch auch reife Säure, neben Salz und Basalt auch roterdige Assoziationen, keine Ahnung, wo die herrühren. Dann ein mehrminütiger Abgang, der die rote Frucht in ungemein etherischer Art zuspitzt, im Finale dann auch gelbpilzige Noten.

Wenn man mal da gewesen ist, wo der Wein herkommt, dann erschließt sich einem die Aromatik des Clarete glockenklar: am Fuß des Vulkans im äußersten Süden der Insel die Saline und im Verlauf nach oben der seit dem letzten Ausbruch von 1971 immer noch weitgehend schwarze Berg, im Wesentlichen nur durch die vereinzelten Reben farblich unterbrochen. Das Ergebnis ist ein einerseits karger und doch auf seine Art äußerst intensiver Wein, hier wird der Begriff Terroir tatsächlich auf die Spitze getrieben. Bei aller Intensität des Ausdrucks ist dies aber dennoch kein Blockbuster, sondern eine Art Aneinanderreihung filigraner, klarer Bestandteile zu einem letztlich doch irgendwie monumentalen Ganzen, überspitzt ein tänzelnder Sumo-Ringer, ein Wein, der mich echt nachhaltig berührt! Vor allem auch deshalb, weil ich diese drastische Entwicklung nach vorne so gar nicht erwartet hatte, der Weg führte zum Glück weit weg von der Kleberfabrik!<br><br>Verkostet am 02.08.2026 von EThC]]></description>
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