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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 19.09.26 21:10 |
| Bezeichnung: |
Weißburgunder - Deidesheim Paradiesgarten - [trocken] - Qw |
| Winzer/Produzent: |
Seckinger |
| Land / Region: |
Deutschland - Pfalz |
| Lage: |
Paradiesgarten (Deidesheim - Pfalz) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2021 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Weißburgunder (Pinot blanc) |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
AP 5 133 490 050 22 |
| Preis: |
35 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 25.11.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
19.09.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Ein minimal getrübtes Messing im Glas, nasenseitig gibt’s so gut wie keine Frucht bzw. die die da ist, ist sehr sekundär / reduziert unterwegs, fermentierte Reste von Yuzu und Pampelmuse lassen sich ausmachen, noch ein bißchen ebensolche Exotik; weiters eine minimale Reduktivität, eine feine Salzspur kündigt sich an, auch leichte Hefereste sind vernehmbar, mit Luft entwickelt sich eine bräunlichvulkanische Duftwolke. Gaumal zeigt die Frucht dann schon einige Substanz, wir bleiben aber reichlich sekundär (was für mich ja eher positiv ist), das Reduktive macht sich etwas mehr bemerkbar, wird aber nie vorlaut; die Säure läßt bei aller Potenz auch eine gewisse, gerbstoffinitiierte Geschmeidigkeit zu, etwas Salz erhöht die Spannung, bodenseitig assoziiere ich ein Gemenge aus Löß, Kalk, Talcum und einer Spur Glimmer. Dann ein strammer Mehrminüter, der als erstes die Salzspur ordentlich verbreitert, dann kommen auch leicht essigbaumgrüne Holznoten auf, die an innovativeres Burgund erinnern.
Es dauert zwar ein paar Minuten, aber dann dreht der WB ordentlich auf und straft alle Zweifler Lügen, die dem 21er Jahrgang generell Substanzlosigkeit unterstellen. Wie dieser WB allerdings einst seine Prüfnummer erlangen konnte -schon der leichten Trübung wegen- sei mal dahingestellt, vor allem weil man sich hier keinerlei Lagen-, noch nicht mal Regionstypizität erwarten darf, blind ist das für mich klar Burgund. Aber vermutlich war der Wein in jung noch reichlich nichtssagend, was einem positiven Prüfergebnis ja nicht wirklich entgegensteht. Jedenfalls ist das ein Weißburgunder, der -mir- jenseits aller Rebsortenstilistik ungemein viel Spaß macht (wobei ich mal unke, daß ich blind die Sorte vermutlich mit ins Rennen geworfen hätte), in diesem Fall klar mehr auf der naturigen denn klassischen Seite, große Freude! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/09/19/weissburgunder-zwischen-natur-und-klassik/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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