Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 31.08.26 14:16

Bezeichnung: Riesling - Stettener Stein - trocken - VDP.Große Lage - GG
Winzer/Produzent: Weingut am Stein - Ludwig Knoll
Land / Region: Deutschland - Franken
Lage: Stein (Stetten - Franken) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2021
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 3013 067 23
Preis: 50 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 14.09.2023
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 31.08.2026
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Optisch ein leuchtendes Goldgelb mit dezent zitronigem Einschlag, nasal gibt’s einen leicht rauchsalzgeschwängerten Mix aus allerlei frischen und doch erwachsenen Agrumen grüner bis gelber Art, auch was leicht Toniges schwingt mit. Gaumal dann deutlich mehr Rauchsalz, auch Eisen und etwas Jod sowie ein Hauch Steinkohlenteeröl spielen mit, vielleicht noch etwas nicht ganz reife Mirabelle; die Säure ist jahrgangskonform knackig-straff, aber nicht spitz. Dann ein mehrminütiger Abgang, der die Mineralik weiter auf die Spitze treibt.

Wenn eine Lage schon „Stein“ heißt, könnte man das auch als klare Botschaft an die Winzer auffassen, aus den dort wachsenden Trauben keine Fruchtbomben zu generieren. So sind wir hier mit einiger Luft gefühlt bei einem Mineralikanteil von 80 % angelangt und dennoch fehlt nix hinsichtlich der Einstufung bei den höherkomplexen Vertretern der GG-Riege. Das ist einerseits hochfrisch, mineralischerseits ultraspannend wie kompromißlos und trotz oder gerade wegen der weitgehenden Fruchtabsenz auf recht ernsthafte Weise animierend. Ein wunderbarer, ungeschminkter Vertreter des 21er Jahrgangs.

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: nasal sind nun auch Minneloa und Kumquat mit von der Partie, dabei leicht etherisch wirkend, am Gaumen kommt sogar noch etwas Kaki dazu; der Anteil der Mineralik sinkt etwas auf gefühlte 65 %, behält aber die Macht ganz eindeutig. Dennoch führt das insgesamt zu mehr Komplexität sowie auch zu mehr Spannung insgesamt, da das Zierock’sche Aromenpentagramm nun etwas ausgewogener wirkt. Sehr schöne Entwicklung knapp über meine „Groß-Grenze“, für die nächsten Jahre sehr vielversprechend! Sorge muß man da bis wenigstens 2031 nicht haben, zumal die Flasche ja auch vorbildlicherweise verschraubt ist!

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/08/31/wie-der-name-schon-sagt/
Link 2: -
Link 3: -
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