Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 10.08.26 19:45

Bezeichnung: PG / GW / CHAR / MUS - [Ammerswihr] - le village des amoureux - Vin blanc sec
Winzer/Produzent: La Grange de l'Oncle Charles
Land / Region: Frankreich - Elsass
Jahrgang: 2023
Typ: Weißwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Lot: AMM23
Preis: 39,9 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Verre de Terre - 31.12.2024
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 10.08.2026
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Farblich ein leicht getrübtes, ockeriges Messing, fürs Näschen gibt’s initial vor allem essigbaumgrünes Holz nebst Limettenetherik, mit etwas Luft gewinnen aber sekundäre Papaya, dunkelgelbe Kochbananenschale sowie Pomeloalbedo die Oberhand, die Initialaromen wirken nun als animierende Kante, alles untermalt durch eine feine Nachtkerzenfloralik. Am Gaumen wirkt die sehr sekundäre, partiell fermentierte Frucht samtig und frisch zugleich, die Säure ist stramm und doch auch nobel-samtig zurückhaltend, der Extrakt ist deutlich zitronatgeschwängert, blumenseitig sind wir hier eher bei Löwenzahn, bodenseitig viel flaumiger Kalk nebst Kalisalz und etwas Lemon Pepper. Dann ein intensiver Mehrminüter, der neben einer Potenzierung der Salzspur -nun sogar natriumchloridhaltig- auch gelbe (Natur-) Gummibärchen in absolut unplakativ in den Vordergrund stellt; im kaum enden wollenden Finale dann auf einmal salziges Mirabellenkonzentrat, wieder intensiv, wieder fern jeder Künstlichkeit.

Boah, ist das goil! Den Elsässer Weinen wird ja gerne attestiert / vorgeworfen / unterstellt, daß sie ebenso deftig wie die regionale Küche sind (Baeckeoffe, Choucroute garnie, Schiffala, Flammenkueche, Fleischschnacka etc.), ist auch nicht wirklich von der Hand zu weisen. Das hat sich in den letzten Jahren zumindest etwas gewandelt, wobei vor allem die innovativer arbeitenden Winzer nach meiner Wahrnehmung für diese Entwicklung stehen. So ist denn auch dieser Wein -vor allem beim ersten Eindruck- im besten Sinne burgundisch zu nennen, dennoch haben wir keine Anbiederung an das Burgund vor uns, denn die Elsässer Deftigkeit wohnt dem Wein bei aller Spannung dennoch inne, jedoch auf wunderbar leichtfüßige Weise. Ich bin jedenfalls hin und weg ob dieser tänzelnden Opulenz!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/08/10/elsaesser-mit-burgundischem-einschlag/
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 16 mal abgerufen

Bilder:

 

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2024 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung