Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 04.08.26 14:43

Bezeichnung: Riesling - Trarbacher Hühnerberg - [süß] - Spätlese** - Pw
Winzer/Produzent: Martin Müllen
Land / Region: Deutschland - Mosel
Lage: Hühnerberg (Traben-Trarbach - Mosel) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2018
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 8,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 2 588 656 18 19, No. 3604
Preis: 35 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 02.04.2020
Bewertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25
Preis / Genuss: schlecht
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 26.07.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Ein leuchtendes Goldgelb mit minimalem Messingtouch emittiert aus dem Glas, nasenmäßig zeigen sich teils kandierte Zitronen, Pomelo und Karambole in einerseits schön sekundärer, anderseits aber auch leicht ölig anmutender Form. Am Gaumen bestätigt sich dieser ölig-glykolige Eindruck leider deutlich, der flüssige Zucker wirkt zwar hier nicht großartig maskierend was die Frucht angeht, aber es beppt halt schon ordentlich, dagegen kann die lediglich moderate Säure nichts ausrichten, die vermeintliche Mineralik wird jedoch komplett vom Restzucker übertüncht. Auch der Ewigkeitsabgang ist leider in erster Linie süß und läßt für mich keinen Blick auf die möglicherweise das Terroir abbildenden Bestandteile zu.

Solange man das Essen mit asiatischem Touch als Begleitung hatte, flutschte das noch einigermaßen gut, solo war’s dann aber vorbei. Das spannende Spiel, das ich einst mit 10er oder 13er Süßlingen von Müllen erleben konnte, fehlt hier leider zur Gänze. Im Laufe der nächsten Woche ist noch was anderes, asiatisch Scharfes geplant, mal sehen, ob sich bis dahin noch was in meinem Sinne tut, ich befürchte aber eher nicht…

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 15 von 25

Nachtrag nach 6 Tagen mit Luft: gut die Hälfte blieb für eine Nachverkostung übrig, diese konnte dann noch zu einem Nachtisch eingesetzt werden. Tatsächlich zeigt sich die Zuckerseite nunmehr deutlich weniger maskierend bzw. klebrig, das heißt, die Besitzer weiterer dieser Flaschen sollte einfach noch 5 bis 10 Jahre mit der Flaschenöffnung warten, zumindest wenn sie zuckerseitig ebenso heikel sind wie ich. Aus der "1er"-Riege steigen wir aber dennoch nicht auf...

Wertung am siebten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25
Trinkreife: noch lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/07/26/auch-bei-muellen-ist-18-kein-superjahr-in-meinem-sinne/
Link 2: -
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