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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 27.05.26 15:39 |
| Bezeichnung: |
[Gemischter Satz] - Dreigenerationenwein - trocken - Wein aus Österreich |
| Winzer/Produzent: |
Werlitsch |
| Land / Region: |
Österreich - Südsteiermark |
| Jahrgang: |
2019 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Gemischter Satz |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
Mischsatz aus Sauvignon blanc, Traminer, Gelber Muskateller, Welschriesling und Morillon (aka Chardonnay), L032021 |
| Preis: |
26,5 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Zuiver Wijnen - 11.12.2021 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
25.05.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Goldgelb mit Messingtouch im Glas, für Werlitsch-Verhältnisse ungewöhnlich klar, riecht nach teils nicht ganz reifen, teils auch „fertigen“ Früchten aus dem Bereich Pfirsich bis Apfel, etwas Estragon mischt sich in konzentrierter Form ein, sehr klare Gebirgsbachbettmineralik im Anflug; mit Luft formieren sich dann auch leicht fermentierte Zitronenzesten, eine dezente Reduktivität taucht wie aus dem Nichts auf. Auch am Gaumen dieser Mix aus grünlichen und reifen Noten, ergänzt um ein paar Kräuter aus der Kerbelecke, grünliche, verjusige Säure, minimal kalisalzig, ansonsten wieder das bereits erwähnte Bachbett, auch hier eine langsame Genese leicht fermentierter Zesten von gelb bis grün. Beim recht langen Nachhall wird die Salzspur etwas breiter, das Verhältnis der unreifen und reifen Aromen verschiebt sich zu Gunsten letzterer hin, im Finale dann eine leichte Essigbaumanmutung.
Das ist wohl der unnaturigste Werlitsch-Wein, den ich bisher im Glas hatte, was aber nicht heißt, das wir hier im konventionell-traditionellen Bereich angekommen wären, letztlich könnte man das am ehesten noch mit einigen Chardonnays oder Aligotés innovativerer Art aus dem Burgund vergleichen. Faszinierend ist hier die Balance von Reife zu Unreife, was wohl der Eigenheit des Gemischten Satzes geschuldet ist, in dem Rebsorten mit unterschiedlichen Zeitpunkten der physiologischen Reife stehen. Anfangs war das noch etwas harsch, hat sich aber im Verlauf von gut einer Stunde schön harmonisiert, wobei die Mehrheit der Weingenießer darunter wohl was anderes versteht. Nach der Eingroovezeit aber ein (für mich) sehr animierender, nicht alltäglicher Wein!
Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: nasal wie gaumal ist nun deutlich mehr auf der reiferen Seite der Frucht angelangt, wir reden hier aber nicht über gereifte Früchte im klassischen Weinsinn, am Gaumen tauchen auch leicht früchte- und jasminteeige Noten auf, ansonsten bestätigt sich der Eindruck der initialen Begegnung! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/05/27/werlitsch-kann-auch-klar/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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