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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 13.05.26 18:55 |
| Bezeichnung: |
Welschriesling - Rechnitz Ried Prantner - 3330 - trocken - Eisenberg DAC Reserve |
| Winzer/Produzent: |
Straka |
| Land / Region: |
Österreich - Eisenberg |
| Lage: |
Prantner (Rechnitz - Burgenland) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2020 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Welschriesling |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
LN 14228/22 |
| Preis: |
36 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 06.05.2023 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 24 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
13.05.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Optisch ein intensives Messing, ganz winzige CO2-Bläschen am Glas, fürs Näschen gibt’s leicht wachsige, sekundäre Mispeln, dazu noch Albeden von Yuzu und Ugli, ganz leicht heller Rauch, weiters unaufdringlicher wie prägender Schleifstaub von Buchenholz. Am Gaumen auch diese sehr samtige wie etherische Frucht, der eine stramme, aber ebenfalls samtige Säure gegenübersteht, auf der Kräuterseite macht sich vor allem Beifuß bemerkbar, das Holz wirkt hier einerseits auf äußerst noble Art berghüttig und mit weißem Rauch behandelt, andererseits erinnert es auch an Sandelholz, die Buche taucht hier erst mit Luft auf, eine feine Kalisalzspur spielt auch noch mit; als Basis neben dem Salz eine Mischung aus Talcum und was dezent Kühlendem. Dann ein mehrminütiger Nachhall, der im Fruchtbereich nun deutlich grüner dasteht, Reneclaude und Kochbananenschale spielen hier auf einmal in edelster, ebenfalls leicht flaumiger Weise mit, auch der Grünschiefer macht sich hier erstmals bemerkbar, es adstringiert auch ein bißchen, im Finale ein Hauch grünes Lakritz.
Unglaublich! Ich wette, daß dieser Welschriesling in einer burgundischen Chardonnay-Runde als Pirat unerkannt durchgehen würde und auch im Vergleich mit dem ein oder anderen Grand Cru nicht negativ auffällt; falls er dennoch auffliegt, dann am ehesten durch die expressive Mineralik. Es heißt ja, daß Chardonnay an sich eine eher neutrale Rebsorte ist, welche jedoch die Herkunft in Verbindung mit dem glücklichen Händchen des Winzers sehr gut abbilden kann. Beim Welschriesling scheint mir mittlerweile, daß das ebenso möglich ist, wenn Boden, Klima und Winzer passen, ist auch diese Sorte zu Höchstleistungen fähig, macht halt so gut wie niemand. Zumindest in meinem Weinuniversum ist das eindeutig „groß“, welche Freude! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/05/13/mal-land-mal-qualitaetswein/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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