Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 14.04.26 20:31

Bezeichnung: Agiorgitiko - Réserve - dry - Nemea PDO
Winzer/Produzent: Parparoussis
Land / Region: Griechenland - Peloponnes
Jahrgang: 2016
Typ: Rotwein
Rebsorte: Agiorgitiko
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: sonstige
Weitere Angaben: DIAM10-Verschluß, R 003093 /16, NM/19/4002525
Preis: 33,9 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vin du Sud - 19.02.2026
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 14.04.2026
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Optisch eine Art Erdbeerviolettrot mit mittlerer Transparenz, nasenmäßig zeigt sich ein Mix aus helleren Kirschen, unplakativen Himbeeren -die mit Luft teils zu schwarzen Johannisbeeren metamorphieren- und roten, recht frisch wirkenden Pflaumen jenseits des Primären, darüber schwebt ein leichter Eukalyptushauch sowie eine Minispur Isopropanol, eine leichte Holznote mit Exoten wie Zeder und Teak taucht auf. Geschmacklich zeigt sich der Wein gleich sehr niederviskos und doch alles andere als leer, die recht klare Frucht schafft den Spagat zwischen Fülle und Leichtigkeit mit Bravour, die Holzwürze in Form der feinen Holzexotik mit etwas Totholzanteil ist dezent wie prägend, bodenseitig assoziiere ich was Lössiges (keine Ahnung, ob’s da sowas gibt…). Abgangsseitig verstärkt sich der Totholzanteil etwas, führt dabei sogar leicht ins Trockenkaramellige und verdrängt die Frucht ins zweite Glied, ohne deswegen vorlaut zu werden, im Finale führt die feine Tanninstruktur auch zu einer leichten Pelzigkeit.

Wieder mal so ein Gegensatzwein, einerseits etwas rustikal wirkend, aber dennoch mit einigen feinen Attributen, hochflüssig und doch stoffig, mit klaren, frischen Fruchtanteilen, die dennoch nicht „primärfruchtig“ genannt werden können, aber auch weit von Überreife oder gar Morbidität entfernt sind. Ich habe mal gehört, daß Agiorgitiko gerne als der griechische Pinot noir bezeichnet wird, was ich einerseits ein bißchen nachvollziehen, dann aber doch nicht vorbehaltlos bestätigen kann, dazu ist das dann bei durchaus hoher Qualität doch eher Degen denn Florett. Dennoch -oder gerade deswegen- ein sehr animierender Roter mit feinen Ecken und Kanten.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/04/14/eher-degen-denn-florett/
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