Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 10.02.26 21:09

Bezeichnung: Chardonnay - [Leutschach] - Salamander - trocken - Wein aus Österreich
Winzer/Produzent: Andreas Tscheppe
Land / Region: Österreich - Südsteiermark
Jahrgang: 2020
Typ: Weißwein
Rebsorte: Chardonnay
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Die Trauben stammen aus den Leutschacher Rieden Czamillonberg und Krepskogel, ausgebaut wurde jeweils 18 Monate zu 60 % in einem neuen, großen Holzfaß sowie zu 40 % in gebrauchtem, kleinen Holzfaß L 12.4.2022-3
Preis: 49,9 Euro je 0,75 l (Sonstige Bezugsquelle) - 07.02.2026
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 24 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 07.02.2026
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Visuell ein gedecktes Messing, nasal gibt’s einiges an Pfirsichetherik, auch leicht oxidativ, dabei sehr samtig. Auch am Gaumen ist dies die bestimmende Fruchtkomponenten, es funkt aber noch einige sekundäre, leicht würzige Exotik mit herum, dabei minimal reduktiv; weiters eine feine, schmeichelnde und doch prägnante Säure, bodenseitig gibt’s Kalk und Talcum, sogar etwas Polystyrol in bester Manier mischt mit. Dann ein langer Abgang mit etwas warm verbrannten Leistungsschalter als zusätzliche, animierende Kante.

Das ist schon ziemlich extra unique, jedenfalls hab ich noch keinen Chardo mit dieser speziellen, aromatischen Struktur im Glas gehabt. Dabei wirkt das weder fremdlich oder gar freakig, ist einfach eine ganz eigene Benchmark. Große Freude über zwei Gänge, Risotto und Perlhuhn…

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 24 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: der nach wie vor leicht oxidative Pfirsich besteht bukettmäßig nur noch aus Haut, ein paar geschmeidige, aber nicht cremige Aromenfetzen von Akee und Guave schwingen noch in früchteteeiger Weise mit. Am Gaumen sorgen die ultrafeinen Gerbstoffe für eine Art glatten Pelz, etwas Kalisalz taucht auf subtile Weise auf, die Säure flaumt frisch distinguiert vor sich hin, mineralischerseits nun mehr im Magnesiumoxidbereich angesiedelt. Beim sehr langen, auch etwas teeigen Abgang wird die Salzspur deutlich breiter, wir bleiben aber bei der milderen Kalivariante.

Die ein oder andere Kante wurde jetzt abgelegt oder abgeschliffen, dafür hat die Komplexität im Wein etwas zugenommen; immer noch großartig, aber doch ein minimaler Abstieg gegenüber dem Tag zuvor, auch wenn der Nachtrag textlich länger ausgefallen ist, ich hatte im Restaurant einfach nicht die Ruhe zur ausführlichen Analyse.

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25

Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: eigentlich ohne Abstriche bzw. signifikante Änderungen wie am Tag 2…
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/02/10/wieder-mal-ein-ganz-eigener-chardo-incl-nachtrag/
Link 2: -
Link 3: -
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