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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 01.02.26 20:05 |
| Bezeichnung: |
[Cuvée] - Glück - trocken - Wein aus Österreich |
| Winzer/Produzent: |
Werlitsch |
| Land / Region: |
Österreich - Südsteiermark |
| Jahrgang: |
2017 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Cuvée |
| Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
Cuvée aus 50 % Morillon (Chardonnay) und 50 % Sauvignon blanc,
L04092019 |
| Preis: |
30 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Zuiver Wijnen - 11.12.2021 |
| Bewertung: |
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| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
31.12.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Visuell ein dunkleres Braunorange, fürs Näschen gab’s am ersten Tag leider recht deutliche Klebernoten bzw. Ethylacetat, die sich dahinter verbergende Mischung aus allerlei fermentierten Agrumen, Früchtetee und Kräutern konnte sich dagegen leider gar nicht durchsetzen, war selbst für mit kein Spaß mehr.
Wertung am ersten Tag: Nachkauf – von 3, Gesamt – von 25
Ich dachte mir dann, ich sollte mal ausprobieren, ob sich der Kleber mit viel Luft in Wohlgefallen auflöst oder zumindest auf eine akzeptable Konzentration abschmilzt und habe den Wein dann vier Wochen lang immer mal wieder probiert. Tatsächlich war nach gut einer Woche ein leichter Rückgang zu verzeichnen, am 18. Tag dann war das Ethylacetat nur noch als Kante zu verspüren. Am Tag 30 dann tatsächlich kleberfrei, wer hätte das gedacht! So gut wie jeder andere Wein wäre dann jedoch schon komplett oxidiert oder sonstwie hinüber gewesen, hier jedoch befindet sich etwas erheblich mehr als Trinkbares im Glas:
Nach wie vor und mittlerweile unmaskiert der fermentierte, leicht staubige, eher orange Agrumenmix mit etwas Etherik von Limette und Mandarine, nebst Früchtetee, Roiboos und feinen Kräutern auch ein Anflug von Kreide. Geschmacklich dominieren erstmal die Tees, ein bißchen Fino-Sherry schwingt in bester Weise mit, die orangen Agrumen kommen fast pulverig daher, die weißen Tannine sorgen für einen leichten Adstringenzhauch, die Säure ist flaumig und belebend zugleich, einiges an Kreide bzw. Talcum als mineralische Basis. Beim mehrminütigen Nachhall pelzt’s noch etwas mehr, jedoch auf wohligste Art und Weise, im Finale erinnert etwas Limettenetherik noch ganz leicht an den einstigen Kleberbefall.
Die Werlitsch-Weine sind bei mir ja fast auf „3er“-Wertungen abonniert, so ganz reicht’s dazu nach einem Monat mit Luft zwar nicht, dennoch ist das eine recht interessante Erfahrung hinsichtlich dem Kommen und Gehen von Ethylacetat im Wein. Ob die zweite im Keller noch vorhandene Flasche in einigen Jahren von vornherein kleberfrei daherkommt? Ich werde mal den Winzer nach seiner Einschätzung fragen, vielleicht kommt ja eine Antwort…
Wertung nach 30 Tagen mit Luft: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Trinkreife: |
noch lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/02/01/doch-nicht-immun/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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