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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 15.01.26 22:02 |
| Bezeichnung: |
[Cuvée] - Ried Golser Gabarinza - trocken - Qw |
| Winzer/Produzent: |
Heinrich |
| Land / Region: |
Österreich - Neusiedlersee |
| Lage: |
Gabarinza (Gols - Burgenland) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2015 |
| Typ: |
Rotwein |
| Rebsorte: |
Cuvée |
| Alkohol (Vol.%): |
13,5 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
40 % Zweigelt, 30 % Blaufränkisch, 30 % Merlot, Handverlesen Mitte September bis Anfang Oktober, spontane Gärung, drei Wochen im Holzgärständer auf der Maische belassen, behutsam mit der Korbpresse gepresst, 18 Monate in gebrauchten 500 Liter Eichenfässern gereift, S 5,6 g/l, RZ 1,0 g/l,
LE 2103/17 |
| Preis: |
41 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 28.12.2025 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
15.01.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Visuell ein sehr jugendlich wirkendes, dunkles Rubinrot mit violettem Schimmer, eher geringe Transparenz, es riecht nach einem recht saftigen, aber auch herbem, dunklen Kirsch-Beeren-Mix mit etwas feiner Extraktsüße, die angekündigten Tannine sorgen für Ernsthaftigkeit, andererseits versprüht das Bukett aber auch einiges an jugendlicher Frische; das Holz ist dezent wie deutlich stützend mit eher dunklen, leicht tabakigen, eher kantig-kühlen Aromen. Am Gaumen ist die Frucht herb-frisch-jugendlich-reif, also alles in Einem, das Holz bringt ein gehauchtes Tabakkondensatbitterchen ins Spiel, die Tannine sind ultrageschmeidig, die Säure hat eine recht zupackende, frische Art, wirkt aber dennoch erwachsen; bodenseitig kommt’s mir lössig-lehmig vor, was jedoch nicht in die Breite führt. Dann ein schön langer Nachhall, der im Ansatz auch etwas grüne Paprika ins Spiel bringt ohne deshalb ins Grüne abzudriften.
Speisezettelbedingt habe ich eher selten Verwendung für solche roten Cuvées, die mehrheitlich eher auf der gehaltvolleren Seite angesiedelt sind, aber so manchmal paßt’s dann doch. Da ich auch auf der roten Seite mehr den frisch-filigranen Sachen zugewandt bin, freue ich mich umso mehr, daß der Blaufränkisch-Anteil hier trotz seiner Minderheitenbeteiligung überproportionalen Einfluß auf die animierende Gesamtstruktur nimmt, denn Zweigelt oder Merlot sind jetzt per se nicht meine Lieblingssorten. Aber in dieser Cuvée werden vorbildlich alle Pros der Sorten betont und die Contras zur Unkenntlichkeit verkleinert. Dazu kommt, daß der Wein das Trinkfenster wohl vor nicht zu langer Zeit erst weit geöffnet hat, vermutlich wird er es auch über viele Jahre nicht mehr schließen… |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/01/15/wenn-schon-etwas-dicker-dann-so/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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