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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 22.11.25 21:19 |
| Bezeichnung: |
Chardonnay - [Saint-Père] Merlutte - Du Grappin - Vézelay AOC |
| Winzer/Produzent: |
Le Grappin |
| Land / Region: |
Frankreich - Burgund |
| Lage: |
Merlutte (Saint-Père - Bourgogne / Burgund) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2022 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Chardonnay |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
sonstige |
| Weitere Angaben: |
DIAM10-Verschluß,
LVEZB22 |
| Preis: |
36,01 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Weinfurore - 16.10.2024 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
20.11.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Optisch ein minimalst getrübtes, helleres Goldgelb, nasal zeigt sich eine Mélange aus schön sekundären, frischen Feigen, Zuckerrohr und Nashi-Birne sowie eine Spur Bananenschale, aber auch etwas Zitronenalbedo. Am Gaumen liegt die Zitrone eher in kandierter Form vor, wobei die daraus resultierende Süße sich dezent wie prägend zeigt, die restliche Frucht ordnet sich dahinter ein und bringt ebenfalls eine feine Trockensüße ins Spiel; die Säure ist auf den ersten Schmeck eher moderat ausgebildet, schafft es aber in Verbindung mit einer feinen Kräutersalzspur und etwas Lemon Pepper den Wein klar auf die beschwingte Seite zu ziehen, schlußendlich noch deutliche Hinweise auf einen kalkigen Untergrund. Dann ein mehrminütiger Nachhall, der die Fruchtextraktsüße von der leicht kantigen Seite präsentiert, im Finale gibt’s vornehmlich Kalisalz.
Einige der oben verwendeten Assoziationen münden bei mir meist in ein eher mediterranes Weinfeeling, das sehr gerne ins Breite bzw. Behäbige führt, auch eine gewisse Plakativität auf der Fruchtseite ist da fast regelmäßig die Folge und eine nicht meinen Vorlieben folgende Süße-Säure-Balance rundet das Ganze dann fast standardmäßig nach unten ab. Das ist hier tatsächlich völlig anders! Sowohl die leichte Süßespur, die sich durch den Wein zieht als auch die sonst oft klebrig-schwerfällig wirkenden Aromen von Nashi-Birne und Zuckerrohr sind hier so spielerisch mit Salz, Pfeffer und Säure verwoben, daß keinerlei Trinkhemmnis auftaucht. Eine in meinen Augen recht ungewöhnliche Chardonnay-Stilistik aus der kleinen und relativ unbekannten Burgunder-Insel südlich von Chablis, die schön zeigt, wie vielfältig die Sorte interpretiert werden kann; die ihr -sicher aus guten Gründen- angedichtete Langeweile zerbröckelt in den letzten Jahren mehr und mehr, hauptsächlich jedoch bei Chardos von innovativeren Winzern...
Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: im Großen und Ganzen zeigt sich die gleiche Aromatik wie vor zwei Tagen, die einzelnen Bestandteile stehen jedoch nunmehr enger beieinander, haben mehr miteinander zu tun, anders kann ich es gerade nicht beschreiben. Aber genau das ist es, was für mich die Beförderung zum „3er“ rechtfertigt, ein sehr schöner Ausblick auf die weitere Entwicklung!
Wertung am dritten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/11/21/die-vielfaeltigkeit-des-chardonnay/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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