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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 22.11.25 13:02 |
| Bezeichnung: |
Müller-Thurgau - [Röttinger Feuerstein] - Silex - Steillage - trocken - Taubertäler Landwein |
| Winzer/Produzent: |
Kraemer |
| Land / Region: |
Deutschland - Tauberfranken |
| Lage: |
Feuerstein (Röttingen - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2019 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Müller-Thurgau |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
L-Nr. MS19 |
| Preis: |
14 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 06.11.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
grandios |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
15.11.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Visuell ein leicht getrübtes Orangegelb im Glas, nasal zeigt sich der etikettal angekündigte Silex aka Feuerstein anfangs gar nicht, mit Luft und Temperatur entfaltet sich diese rauchig-korundige Note jedoch immer deutlicher, wenn auch stets recht distinguiert, trotz des silexigen Einflusses zeigt sich aber keinerlei Reduktivität, das geht ja häufig mal Hand in Hand; Frucht gibt’s hier so gut wie keine, etwas Kumquat und Physalis sind aber erahnbar. Am Gaumen dann etwas mehr Frucht, hier vor allem Kaki und Physalis in supersekundär, jedoch so gut wie keine Agrumen; mit dem Korund kommt auch etwas Jod mit, die Säure ist potent und doch recht fein gestrickt. Beim äußerst langen Abgang bestimmt der jodig-korundige Faden das Geschehen, ohne sich nach vorne zu drängen.
Diese Silex-Variante des Kraemerschen Müller-Thurgau kommt deutlich herber, auch etwas härter bzw. kompromißloser daher als der „Muschelkalk“, was ihn aber qualitativ nicht auf eine andere Ebene stellt. Auch er ist ein wunderbarer Speisebegleiter, hat nur beim Solo-Glas danach den Vorteil der etwas höheren Spannung im Glas, insgesamt aber absolut ebenbürtig.
Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: das Silexige -hier in Form von Korund im Arbeitseinsatz- zeigt sich einerseits nur noch recht subtil, dennoch ungemein prägend, manchmal ist weniger einfach mehr. Am Gaumen ist nun etwas mehr Raum für die Frucht, auch wenn die natürlich sehr reduzierter wie sekundärer Natur ist, eine gelbe Orange ist hier führend, dahinter Marula und Tamarillo. Insbesondere im Finale nun auch eine samtige Adstringenz. Auch hier eine schöne Seitwärtsbewegung ohne jegliche Schwäche.
Nachtrag nach 6 Tagen mit Luft: es zeigt sich eine orangeagrumige Entwicklung zur Mandarine hin mit vermehrter Etherik, das Basaltische wirkt nun etwas kantiger. Der "Silex" ist noch voll auf der Höhe, großartig! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/11/16/2-x-mueller-2-x-19-2-x-taubertal-2-x-kraemer-incl-nachtrag/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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