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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 23.11.25 17:31 |
| Bezeichnung: |
Morillon - [Leutschach] - Graf - trocken - Wein aus Österreich |
| Winzer/Produzent: |
Maria & Sepp Muster |
| Land / Region: |
Österreich - Südsteiermark |
| Jahrgang: |
2021 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Chardonnay |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
L - 2021 / P4 |
| Preis: |
34,68 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Weinfurore - 25.03.2025 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
13.11.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Ein leuchtendes Goldgelb im Glas, anfangs noch leichtes Geperle, nasenmäßig gibt’s initial erst mal ordentlich Waldmeister, der sich mit Luft in Limettenetherik wandelt, ich hatte kurz die Sorge, daß sich das weiter zum Ethylacetat entwickelt, fand aber glücklicherweise nicht statt. Am Gaumen haben dann auch andere Aromen die Chance mitzuspielen, vor allem Agrumenetherik aus der orangen Ecke zeigt sich, etwas Eukalyptus bzw. Kampher noch; die Säure ist recht kantig frisch, die Steinseite zeigt Anklänge von Kalk, allerdings in extrem kühl und mit fast grünschieferigen Verunreinigungen (auch wenn’s das da vermutlich im realen Boden gar nicht gibt). Auch der sehr lange Abgang spielt in erster Linie etherische Öle als Trümpfe aus, dahinter einiges an rasserer Kräuterigkeit.
Grundsätzlich ist hier kein Aroma im Spiel, dem ich ablehnend gegenüberstehe, auch rabaukige Weine schrecken mich nicht per se ab, aber im Zusammenspiel der Kräfte stellt sich eine für mich gefühlt eher unharmonische Harmonie ein. Deshalb zwar gerade interessant im besten Sinne aber auch eine gewisse skeptische Distanz meinerseits (wie z.B. gegenüber einer chinesischen Oper…), dennoch sollte ich das weiterverfolgen.
Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Nachtrag nach 10 Tagen mit Luft: in der Nase zeigt sich mittlerweile deutlich morillontypischere Frucht mit Mirabelle, Kaki, Bananenschale und einem Hauch Kokos in supersekundär und leicht reduktiv, dabei minimal vom Fernet branca kontaminiert. Am Gaumen wird die deutlich klarere als erwartete Frucht auch von einer Kräuter- / Braunwürzemischung begleitet, die fast etwas malzig ist, die Säure hält den „Graf“ aber dennoch klar auf der kühl-frischen Seite, die Kalk- / Grünschieferassoziation der letzten Woche bestätigt sich. Der sehr lange Nachhall konzentriert sich dann auf Kalisalz und Kräuter, hier mit der strammen Säure auch zitrische Anklänge, im Finale eine feine Lakritz-Anmutung, auch der Waldmeister schlägt wieder ein bißchen durch.
Das ist nunmehr fast ein gänzlich anderer Wein, auch wenn insbesondere die Mineralik deutliche Wiedererkennungswerte bietet. Insgesamt nach der langen Belüftungszeit ein deutlicher Schritt nach vorne, was hinsichtlich der zweiten Flasche hoffnungsvoll stimmt, da sollten aber schon noch einige Jahre ins Land gehen…
Wertung am elften Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Trinkreife: |
noch lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/11/15/morillon-fuer-die-chinesische-oper/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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