Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 10.10.25 21:17

Bezeichnung: [Chardonnay] - Clos Béru - Monopole - Chablis AC
Winzer/Produzent: Château de Béru
Land / Region: Frankreich - Burgund
Jahrgang: 2019
Typ: Weißwein
Rebsorte: Chardonnay
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: LCB194521
Preis: 89 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinocentral - 19.09.2024
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 24 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 10.10.2025
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Optisch ein helleres Messing, fürs Näschen gibt’s grüne Kochbananenschale nebst reifen wie sekundären Reneclauden sowie ein paar mürben Aprikosenspregseln, das Ganze vor einem feinen Essigbaumholzschleier und einem Hauch grüner Walnuß, mit Luft aber auch ein paar braune Holzattribute, die in die lakritzige Richtung zeigen. Geschmacklich dann ein Wein der Widersprüche: grünes Steinobst gegen cremig-nussige Bestandteile, stramme, aber noble Säure gegen die bräunliche Holzfraktion mit feinsten, sehr hellen Tabaknoten und einem Hauch Muskatblüte, die grüne Holzseite mit dem Essigbaum gegen ein paar kleinste Backrenetten, dazu eine recht kühle Mineralik, die etwas schieferig anmutet, im Wesentlichen aber kalkbasiert ist. Beim folgenden Mehrminüter zeigt sich ein leicht kantiger, trotzdem geschmeidiger Limettenextrakt nebst grünem Salzkaramell, im Finale dann vornehmlich Etherik von Pomelo und Limette auf feinster Kalisalzspur, mit Luft auch hier was Salzkaramelliges.

Auch wenn das hier ein Chablis aus der klassischen Linie des Weinguts ist, ist dieser Wein gewohnt innovativ unterwegs und vereint diverse, eigentliche Widersprüchlichkeiten ganz selbstverständlich bzw. unaufgeregt miteinander, was einerseits zu einer enormen Spannung führt, andererseits aber trotz der Kanten sehr elegant wirkt, quasi ein stilvoller Rabauke im Maßanzug. Paßte übrigens wunderbar zu Lammlendchen mit Kürbis-Pfifferling-Gemüse, eine Begegnung auf Augenhöhe. Ist zwar kein günstiger Spaß, auch wenn’s für burgundische Verhältnisse in dieser Qualität tatsächlich günstig genannt werden kann bzw. muß und steht unserem gestrigen Silvaner, der sich als Chardo getarnt hat, in nichts nach; letztlich muß man dafür aber doch fast dreimal so tief dafür in die Tasche greifen; hat mich aber tatsächlich nicht gereut. Vermutlich wird meine „fast perfekt“-Wertung für den „Monopole“ bei den Traditionalisten auf Kopfschütteln stoßen, aber gemäß meiner Vorlieben gibt’s einfach nicht mehr sehr viel, was man da noch draufsetzen könnte…
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/10/10/granatenhagel/
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