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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 28.03.26 22:13 |
| Bezeichnung: |
Cidre Triple |
| Winzer/Produzent: |
Famille Dupont |
| Land / Region: |
Frankreich - Normandie |
| Jahrgang: |
2022 |
| Typ: |
Schaumwein |
| Rebsorte: |
Äpfel |
| Alkohol (Vol.%): |
8,5 |
| Verschluss: |
sonstige |
| Weitere Angaben: |
100 % Pommes à cidre amères; "Triple" steht hier für eine dreifache Fermentation bzw. Gärung; die erste spontan mit natürlichen Hefen, die zweite nach Zuckerzusatz mit "selektionierten" Hefen, die dritte dann "effervesence naturelle", was frei übersetzt natürlich sprudelnd bedeutet und wohl gleichbedeutend mit der Nachgärung in der Flasche ist (ähnlich wie bei einem PétNat), wenn ich das richtig verstanden habe..., Agglomeratkork,
N° de Lot: 6221 |
| Preis: |
13,5 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Made in Calvados - 11.03.2024 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
28.03.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 19.07.2025:
Im Glas ein leicht trübes Bräunlichorange, sehr intensiver, mittelfeiner und äußerst nachhaltiger Blubber, riecht vor allem initial nach Kumquat, später mehr nach gelber Orangenschale, welche jeweils die gelben, extraktsüßen Mostäpfel begleitet. Am Gaumen ist dann eher Mandarinenetherik bestimmend, flankiert von einer enormen Trockensüße, die jedoch kein Stück belastend bzw. mastig wirkt, obwohl sich die Säure gar nicht mal sonderlich nach vorne drängt, weiters eine zwar kleinere Ladung extrem samtiger Gerbstoffe, viel Kalk nebst Heferest und ein paar wenige Eisensalze. Der minutenlange Nachhall wirkt etwas weniger extraktsüß, was die Lust auf den nächsten Schluck fördert.
Wenn ich mir so die Verkostungsnotiz über den Jahrgangsvorgänger so ansehe, fällt unweigerlich auf, wie weit die beiden Ausgaben voneinander entfernt sind. Während der 21er vor lauter Mineralik recht fordernd, für Ungeübte wohl eher unnahbar wirkte, war der 22er fast schon opulent zu nennen. Zum Glück führte die enorme Substanz vor allem auf der Agrumenseite aber nicht ins Anstrengende, der Trinkfluß war jedenfalls ungebremst. Große Freude bei 30+ Grädern im Schatten!
Wertung vom 19.07.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
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Verkostung vom 28.03.2026:
Visuell ein anfangs leicht trübes Bräunlichorange, das zu den letzten Gläsern hin aufgrund des Heferests deutlich an Transparenz verliert, sehr feiner wie ausdauernder Blubber; geruchlich lebt das Ganze vorwiegend von Bitterorange und Mandarine, aber auch andere Agrumen schwingen mit, deutliche Gerbstoffankündigung. Geschmacklich setzt sich die Agrumendominanz mit leichter Extraktsüße fort, die Mostäpfel spielen hier erstmals in der zweiten Reihe und dabei leicht ledrig mit, die Gerbstofffracht ist deutlich, aber sehr geschmeidig, dehydriert ganz sanft, adstringiert aber nicht; die Säure hält das Ganze wunderbar in Balance, sticht dabei aber nicht hervor, dann als Basis eine ordentliche Ladung Kalk, angereichert mit gelben Eisensalzen. Dann hallt’s fast ewig nach, dabei wirkt’s insgesamt am trockensten, trotz der Gerbstoffdichte staubt’s aber nicht.
Die spielerische Opulenz des Cidres bei der Erstbegegnung wiederholt sich sehr schön, er wirkt allenfalls etwas runder bzw. wurde die ein oder andere Kante leicht abgeschliffen, was sich weder negativ noch positiv auswirkt, einfach eine schöne Entwicklung! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/03/28/auch-beim-cidre-gibts-deutliche-jahrgangsunterschiede/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 135 mal abgerufen |
Bilder:
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