Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 20.06.26 13:21

Bezeichnung: St. Laurent - [Breitenbrunner Rosenberg] - Oh when the Saints - Pet nat - trocken - Österreichischer Perlwein
Winzer/Produzent: Heinrich
Land / Region: Österreich - Leithaberg
Lage: Rosenberg (Breitenbrunn - Burgenland) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2023
Typ: Schaumwein
Rebsorte: St. Laurent
Alkohol (Vol.%): 10,5
Verschluss: Kronkorken
Weitere Angaben: Handverlesen Anfang September, Direktpressung, spontane Gärung, nach drei Wochen im Stahltank gefüllt, ab Januar 2025 dégorgiert. 6,4 g/l Säure, 6,9 g/ RZ. L2023
Preis: 16,51 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 12.03.2025
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 19.06.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 05.06.2025:

Ein etwas mattes Hellapricot im Glas, äußerst feiner wie nachhaltiger Blubber; geruchlich geht’s gleichermaßen frisch wie samtig zu, es zeigt sich ein Mix aus recht sekundären Weinbergspfirsichen und roten wie weißen Johannisbeeren, leichter Hefeschleier, eine erste Talcumankündigung. Geschmacklich geht’s ähnlich zu, mit der lebendigen und doch auch sehr samtigen Säure kommt eine flaumige, leicht fermentierte Yuzu sowie Grapefruit mit, steinseitig gibt’s eine Mischung aus Kalk und Talcum. Der sehr lange Nachhall bietet dann auch diese spannende Ambivalenz zwischen Frische und Geschmeidigkeit, im Finale hat vor allem die Yuzu ihren großen Auftritt.

Bei diesem PétNat paßt wirklich alles grandios zusammen, das Zeuch ist unglaublich belebend (und das trotz der für meine Verhältnisse recht hohen Restzuckerfracht), es ist unglaublich fein strukturiert, es wirkt durch Albeden und Mineralik unglaublich geschmeidig und die Fruchtaromatik wirkt trotz der Beschränkung auf recht bekannte und gar nicht mal so viele Protagonisten in der Kombination unglaublich unique. Ganz schlicht und einfach: ich bin von diesem Geschäume hochgradig begeistert!

Wertung vom 05.06.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 19.06.2026:

Im Glas ein leicht trübes Messingapricot, anfangs eruptiver, dann rasch eher verhaltener, etwas gröberer Blubber mit guter Ausdauer; es riecht nach stark sekundären Pfirsichen und Papaya, leichter Hefeschleier und etwas Talcum, ein Hauch Fruchtjoghurt. Geschmacklich dann auch diese leicht cremige Sekundärfrucht, der für meine Verhältnisse doch recht hohe Restzucker ist erstaunlich gut eingebunden, mit der flaumigen Säure kommen auch ein paar fermentierte Mandarinenschalen mit; steinseitig eine Mischung aus Kalk und Talcum (auch wenn die Trauben auf Glimmer-Schiefer wuchsen). Der mehrminütige Nachhall flaumt dann deutlich im Papaya-Bereich, trotz der sehr samtigen Säure wirkt das sehr frisch animierend und steigert die Gier aufs nächste Glas.

Wenn ein an sich trockenes Getränk technisch bzw. wertmäßig mehr Zucker als Säure hat, geht das in meinem Sinne selten gut aus, weshalb ich bei solchen Daten eher vorsichtig bin. Verallgemeinern darf man’s aber auch nicht, denn -wie hier- ist das Ergebnis in manchen Fällen dann doch unglaublich trinkig. Und das sogar ob der auch recht flaumig-samtigen Sekundärfrucht! Machte jedenfalls auf der Terrasse bei wunderbaren 32 Grädern (ich liebe es, warum kann’s nicht immer so sein?) sehr viel Freude, auch wenn sich die Frucht gegenüber der Erstbegegnung nicht mehr ganz so komplex zeigte.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/06/06/unglaublich-4/
Link 2: -
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