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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 31.07.26 20:31 |
| Bezeichnung: |
Scheurebe - Randersacker [Marsberg] - trocken - Ortswein |
| Winzer/Produzent: |
Schmitt's Kinder |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Marsberg (Randersacker - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2020 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Scheurebe |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 3149 024 21 |
| Preis: |
12,6 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 05.11.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
31.07.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 24.03.2025:
Das Glas emittiert ein leuchtendes Zitronengelb, geruchlich zeigt sich eine fein bekräuterte, frische, klare, auch leicht sekundäre Frucht mit Zitronenzesten, etwas Limette und nicht ganz reifen Mirabellen. Am Gaumen geht’s knackig frisch weiter, auch hier sorgen einige Fruchtsprengsel gelberer Art für eine gewisse Ernsthaftigkeit, ein Hauch weißer Pfeffer ist auch im Spiel; die Säure ist äußerst knackig beinand, wirkt aber trotzdem auch etwas elegant, bodenseitig würde ich blind wohl auf Keuper tippen, kommt allerdings vom Muschelkalk. Dann ein Minutenabgang, der prominent die Limette mit leichter Extraktsüßebegleitung bei ansonsten völliger Trockenheit präsentiert, im Finale dann etwas mehr Limettenetherik.
In erster Linie ist das eine sehr frische, hochanimierende Scheurebe, die aber beim genaueren Hinschmecken schon einige Feinheiten offenbart, die nicht jedes Haus bei dieser schönen Sorte zu bieten hat. Es ist diese feine Balance zwischen Frische mit Kante und einem Gutteil Eleganz, die diesen eigentlich eher für die „anspruchslose Terrasse“ gedachten Wein auch nerdfähig macht. Mit knapp 13 Euronen in der Riege der Scheus zwar schon etwas teurer, preisliches Gemecker wäre aber angesichts der wunderbaren Struktur völlig unangebracht.
Wertung vom 24.03.2025: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25
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Verkostung vom 31.07.2026:
Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, nasenmäßig zeigt sich ein fein estragongekräuterter Mix aus Pomelo, Jostabeere und Mirabelle, oberschwingungsmäßig noch etwas Pastinake. Geschmacklich sind wir fruchtseitig eher bei Jostabeere, Ugli, Zitrone und Karambole, kräuterseitig kommt noch Kerbel hinzu, das Ganze mit etwas Salz und weißem Pfeffer abgeschmeckt; die Säure ist kantig-stramm-frisch, aber nicht spitz, bodenseitig wirkt’s sehr kühl kalkig. Dann ein mehrminütiger Nachhall, der dann auch etwas kantige Trockensüße nebst der hier prominenten Kräuterigkeit präsentiert, diese wärmelt dann auch leicht wie angenehm im Finale, wobei das nicht vom Alk (12 Umdrehungen) herrührt.
Schon beim ersten Reinriechen war klar: „3er“! Das ist einfach eine Scheurebe, wie sie dem gleichlautenden Bilderbuch nicht typischer in Paarung mit Perfektion des Kontexts entspringen könnte! Wobei’s schon noch bessere, im positiven Sinne „gemachte“ Scheureben gibt, aber erwartungshaltungsbefriedigungsmäßig ist das hier schon top! Fülle, Leichtigkeit, Komplexität, Spannung und vor allem eine große Selbstverständlichkeit spiegelt der Wein bei jedem Schluck in perfekter Balance wieder, große Freude an einem schönen Sommerabend mit auffrischender Feuchtigkeit! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/07/31/scheu-und-knackig-aber-elegant/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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