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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 10.09.26 20:16 |
| Bezeichnung: |
Scheurebe - [Iphöfer Julius-Echter-Berg] - Estheria - TRIAS - trocken - VDP.Gutswein |
| Winzer/Produzent: |
Johann Ruck |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Julius-Echter-Berg (Iphofen - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2020 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Scheurebe |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 5013 016 21 |
| Preis: |
19,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 22.09.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25 |
| Preis / Genuss: |
schlecht |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
10.09.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 22.01.2025:
„Estheria“ erscheint hellgoldgelb im Glas, geruchlich zeigen sich Jostabeeren und Kiwis mit feiner Kerbel- und Estragonbegeitung, prägnant wie distinguiert vom Holz begleitet, das sowohl grünliche als auch bräunliche Noten aufweist, letztere vor allem von der Tabakseite. Auch am Gaumen wirkt der Wein sehr filigran ohne dabei kraftlos zu wirken, von der Holzseite her hier auch eine Minimalstsüßlichkeit aus einem Karamellspürchen, die Säure ist deutlich wie nobel zurückhaltend und hat auch etwas Limette in Begleitung, die Kräuterseite unterstützt klar die keuperige Mineralik. Beim schön langen Nachhall setzen sich dann die Kräuter zunehmend in Szene, im Finale dann sogar etwas Eukalyptus sowie eine Spur Chinin.
Der Spruch „weniger ist mehr“ trifft auf diesen Wein insofern zu, als daß das Weniger hinsichtlich Fülle aka Extrakt zu einem Mehr an Spiel, Balance und letztlich auch Komplexität führt. Gerade die Bukett- aka Aromasorten werden ja recht häufig eher auf „laut“ mit eher vordergründigen Effekten getrimmt, hier ist das wirklich regelrecht „leise“, weshalb man sich den Wein auch ein bißchen erarbeiten muß (nicht schöntrinken!), das lohnt sich aber!
Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: erstarkter Extrakt, nun minimal torfig, dabei keine Abstriche beim Trinkfluß, ewiges Finale. Beste Aussichten für die weitere Reifung.
Wertung vom 22.01.2025: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
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Verkostung vom 10.09.2026:
Farblich ein helleres Goldgelb, nasal eine Mischung aus gelber Kiwi, Jostabeere und etwas Zitrone, dazu eine feine Kräuterspur mit Estragon und Zitronengras, ganz leichte Großholzanmutung. Geschmacklich sind dann Zitrone und eine Limette nebst eher grüner Kiwi klar -im Wortsinn- führend, ebenso klar präsentiert sich auch die leicht verjusige Säure, die Kräuter werden kerbellastig, die Keuperherkunft offenbart sich ganz gut. Der recht lange Nachhall ist dann der grünste und auch frischeste Teil des Genusses, wobei hier auch ein vegetabiles Bitterchen aufkommt.
Das trinkt sich zwar in seiner knackigen Art und Weise recht schön weg, aber gegenüber der Erstbegegnung hat der Wein dann doch einiges an aromatischer Vielfalt eingebüßt und es kommt bis jetzt nichts Tertiäres nach, was das ausgleichen könnte. Ob da mit weiterer Reife noch was kommt, kann ich nicht einschätzen, aber aktuell ist mir das für die einst investierten, knapp 20 Euronen deutlich zu wenig und meine einstige Reifeprognose war wohl nix… |
| Trinkreife: |
schon abbauend |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/09/10/scheurebe-ohne-offizielle-herkunft/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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