Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 26.03.26 18:02

Bezeichnung: Sauvignon blanc - [Guntersblum] - Fumé - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Lisa Bunn
Land / Region: Deutschland - Rheinhessen
Jahrgang: 2019
Typ: Weißwein
Rebsorte: Sauvignon blanc
Alkohol (Vol.%): 11
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Lößboden, Rz 1 g/l Säure 7,0 g/l, AP 4 401 0700 038 20
Preis: 18,5 Euro je 0,75 l (Sonstige Bezugsquelle) - 16.11.2024
Bewertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 15 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 21.03.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 16.11.2024:

Im Glas ein etwas dunkleres Goldgelb, nasal eine sowohl expressive wie leicht belegte Zitrusfrucht mit Schieferbasis. Geschmacklich sind wir recht kantig-mineralisch unterwegs, fast etwas staubig-zementig, dazu gelb-orange, zurückhaltende Agrumen. Abgangsseitig auch eher steinbasiert, die Zitrusseite hier etwas grüner aufgestellt.

Hier ging ich -und nicht nur ich- von einem sehr schönen Mineral-Riesling aus, Noten, die auf Sauvignon und / oder „fumé“ hinwiesen, fand keiner von uns. Es wurde dann ernsthaft die Frage in den Raum gestellt, ob da nicht eine Flasche falsch etikettiert wurde, aber der Wein floß aus einem Behältnis in Burgunderform, also hätte da schon bei der Füllung was schieflaufen müssen. Für sich gesehen aber sehr schönes Zeuch, das man durchaus auch nachkaufen kann.

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: Tatsächlich zeigen sich nunmehr Sauvignon und „fumé“, in der Nase gibt’s gelbe Kiwi und etwas Physalis, leicht angeräuchert und mit ein paar feinen Kräutern garniert. Am Gaumen dann auch ein sehr schöner SB-Stil, welcher schon gut in Richtung Loire schielt, aber deutlich kühler, kantiger daherkommt ohne ins Laute abzugleiten, dazu eine recht klare, leicht kantige Säure, ein paar Bitterchen -u.a. zementartig- schwingen mit, recht kiesige Basis. Dann hallt’s lang nach, hier aber fast nur steinige Aromen.

Nun hat’s also doch noch geklappt mit dem Sauvignon blanc (den wir vor einigen Jahren schon mal bei einer Online-Weinrunde zu Pandemiezeiten im Glas hatten), allerdings gefiel mir der Wein vorgestern als Riesling doch deutlich besser. Eine solch signifikante, stilistische Veränderung hab ich noch nicht so häufig erfahren…

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 21.03.2026:

Farblich ein etwas fortgeschrittenes Goldgelb, nasenmäßig gibt’s eigentlich nur noch „Fumé“, jedoch eher eines aus dem Blumentopf denn eines vulkanischen Ursprungs, wie ich mir das eher wünschen würde, etwas extrem sekundäres Steinobst ist aber erahnbar. Geschmacklich dann auch in erster Linie dieses Blumentopf- bzw. Kellerfumé, ergänzt um etwas Reneclaude und unreife Nektarine, deutliche Säure, eine leicht bittere Mischung aus Zement und Glimmer noch. Auch abgangsseitig dominiert dieses etwas harsche, uncharmante wie spezielle Fumé.

Bei der Erstbegegnung hielten wir den Wein am ersten Tag eher für eine Art Riesling, SB kam uns nicht in den Sinn. Gut eineinhalb Jahre später zeigt sich initial wieder nichts vom Sauvignon blanc, allerdings auch nichts Wesentliches irgendeiner anderen Sorte, auch nicht Riesling. Ist aktuell einfach nur was Weiniges, immerhin aber mit einer ganz animierenden Säurestruktur. Ich heb den Rest mal etwas auf bevor ich ihn endgültig zum Verkochen freigebe, vielleicht tut sich ja noch was, so richtig glaube ich aber nicht dran…

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 14 von 25

Nachtrag nach 5 Tagen mit Luft: nunmehr riecht das Ganze tatsächlich nach Sauvignon, allerdings mit relativ grasigen Noten, dafür gibt’s kein Fumé mehr, alles auf einmal kann man bei diesem Wein anscheinend nicht haben…

Wertung am sechsten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 15 von 25
Trinkreife: schon abbauend
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/03/21/nur-noch-fume/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2024/11/23/59-weinrunde-in-um-muenchen/
Link 3: -
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