|
Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 25.06.26 14:25 |
| Bezeichnung: |
Silvaner - [Thüngersheimer Johannisberg] - Aufsteiger - brut nature - Deutscher Sekt |
| Winzer/Produzent: |
Plackner |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Johannisberg (Thüngersheim - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2016 |
| Typ: |
Schaumwein |
| Rebsorte: |
Silvaner |
| Alkohol (Vol.%): |
11,5 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
Der Grundwein wurde spontan vergoren, unfiltriert und ungeschönt. Hergestellt in der traditionellen Flaschengärung, nach 42 Monaten auf der Flaschenhefe dégorgiert, 990 Flaschen, Restzucker 0,0 g/l, Gesamtsäure 4,5 g/l,
L.-Nr.: 2020 S |
| Preis: |
19 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 01.07.2024 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
24.06.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 22.11.2024:
Im Glas ein recht intensives Orangegelb, mittelfeiner, etwas verhaltener Blubber, der zwar im Glas relativ schnell zusammenfällt, später im Mund aber doch immer wieder gut aufperlt. Geruchlich zeigt sich vor allem ein Backapfel mit etwas Hefegebäck, dazu ein bißchen zuckerfreier Blütenhonig, der eine leicht trockensüße Anmutung begründet. Geschmacklich dann auch prominent dieser autolyseunterlegte Apfel, der deutlichen Extraktsüße steht eine recht klare Säure gegenüber, die potenter scheint, als es die technischen Daten erahnen lassen, neben der Hefe macht sich auch Kalk in Hydroxidform bemerkbar. Abgangsmäßig hat man ordentlich lange was davon, die nun dezent mostige Apfelseite bringt hier am deutlichsten auch einige Gerbstoffe bzw. gelbe Eisensalze ins Spiel.
Dieser Silvanerschaum straft zuerst mal all diejenigen Lügen, die meinen, „brut nature“ ist grundsätzlich karg und substanzlos, denn trotz des nicht vorhandenen Restzuckers gibt’s hier genügend Extrakt bzw. sonstige Aromen -wie Honignoten und Autolyseprodukte-, die für einen gewissen, sicher anderen als zuckerigen Süßeeindruck sorgen. Soweit finde ich das wunderbar gemacht, nur führen langes Hefelager plus mehrjährige Flaschenreife (müßte in 2020 dégorgiert worden sein) zu einer Art von geschmeidigen Reifearomen im Schaumwein, die zwar landläufig sehr geschätzt werden, ich persönlich mag’s dann aber doch eher kantiger und klarer (was auch mit längerem Hefelager durchaus geht). Deshalb bei mir „nur“ ein guter „2er“, könnte die Mehrheit womöglich anders sehen.
Wertung vom 22.11.2024: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
-------
Verkostung vom 24.06.2026:
Wenn man sich so in fröhlicher Runde unterhält, ist naturgemäß eher wenig Zeit, die Gedanken zum jeweiligen Wein auch niederzuschreiben ohne unangenehm aufzufallen, deshalb habe ich in diesem Fall mit dem Glas in der Hand einfach kurz meine letzte Beschreibung durchgelesen und fand diese voll bestätigt. Dennoch kam ich letztlich bewertungstechnisch zu einem leicht erhöhten Ergebnis, möglicherweise hielt ich gestern die Extraktsüße für etwas besser integriert. War jedenfalls ein voller Erfolg! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/06/25/null-nuller-schaum-und-dennoch-nicht-karg/ |
| Link 2: |
- |
| Link 3: |
- |
| |
Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 171 mal abgerufen |
Bilder:
Kommentar zu dieser VKN schreiben:
Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
|