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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 19.02.26 21:22 |
| Bezeichnung: |
Scheurebe - Sulzfelder Cyriakusberg - [Zweimännerwein] - Ehl Stahl - trocken - Qw |
| Winzer/Produzent: |
Stahl |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Cyriakusberg (Sulzfeld - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2016 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Scheurebe |
| Alkohol (Vol.%): |
13,5 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 7251 015 16 |
| Preis: |
16,93 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 08.12.2018 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
grandios |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
19.02.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 20.10.2024:
Optisch ein leuchtendes Goldgelb mit minimalem Schwefelstich, nasal zeigt sich in schöner, deutlicher, aber nicht übertriebener Intensität ein Mix aus gelber Kiwi, Mirabelle, Mandarine und vor allem Minneloa mit einiger Etherik, das Ganze überlagert von ein paar floralen Noten gelber Natur (Nachtkerze?), auch eine leichte, mediterrane Kräuterspur mischt mit. Am Gaumen dann zuvorderst der genannte Fruchtmix, prägnant und frisch, dennoch nicht besonders primär aka vorlaut wirkend, dazu einiges an Kräutersalz, die Säure ist glockenklar wie frisch, steinseits das berühmte Gebirgsbachbett. Beim minutenlangen Nachhall ist die Salzspur noch etwas breiter und wirkt extrem mundwässernd, hier auch ein leichtes Limettenzestenbitterchen, das vor allem im Finale sehr animierend wirkt.
Wenn man weiß, daß dies eine Scheurebe ist, ist’s durchaus schlüssig, vermutlich wäre ich aber blind nie darauf gekommen, sondern hätte eher auf einen etwas eigenen Riesling getippt. Auch im achten Jahr ist dies ein recht jugendlich-frischer, dennoch erwachsen wirkender Wein (dem Schrauber sei Dank!?!) mit einer wunderbaren Struktur hinsichtlich des Säure-(Extrakt)-Süße-Spiels, klar differenzierbarer Fruchtaromen und einer unwiderstehlichen Salzigkeit, einfach wunderbar!
Wertung vom 20.10.2024: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
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Verkostung vom 19.02.2026:
Im Glas ein minimal zum Messing schauendes Goldgelb, nasenmäßig zeigt sich vorwiegend ein frischer wie sekundärer Mix aus Limette, Pomelo und Kiwi, daneben auch ein paar gelbere Noten von Weinbergspfirsich und Mandarine, über allem eine kühle, dezente und doch prägende Reduktion mit Basalt und Schwefel im Gepäck, etwas Frühlingswiese noch. Am Gaumen packen die Agrumen nochmal deutlicher zu als erwartet, der geballten, frischen Etherik stehen aber genügend wärmere Fruchtnoten gegenüber, die verhindern, daß das Ganze fordernd wird; auch die stramme Knacksäure samt der etwas rasseren, aber nicht garstigen Kräuterspur läßt genügend Raum für ein paar geschmeidigere Fruchtstücke. Dann ein ewig langer Nachhall, der eine schöne Balance zwischen der grünlichen Frischefront und den eher subtil auftretenden gelberen Noten bietet, vor allem im Finale eine deutliche Salzspur.
Diese Scheu wirkt einfach maximal erfrischend bei gleichzeitiger Seriösität durch Vielschichtigkeit einerseits und ein schönes Gleichgewicht der Kräfte andererseits. Scheureben in richtig trocken sind meiner Wahrnehmung nach zumeist in erster Linie erfrischende Sommergetränke und selbst bei anspruchsvolleren Vertretern dieser Sorte fehlt meist die wärmere Aromatik, die letztlich aufgrund höherer Spannung und Harmonie (kein Gegensatz!) die edleren Weine auszeichnet. Hier haben wir nach wie vor solch eine Edel-Scheu, die auch im zehnten Jahr nicht die Spur irgendeiner Schwäche oder von Alterungsnoten unerfreulicher Art zeigt. Große Freude! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/02/19/jugendlich-erwachsene-scheu/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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