|
Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 30.03.25 15:25 |
| Bezeichnung: |
Chardonnay - Maikammer - trocken - Ortswein - Qw |
| Winzer/Produzent: |
Seckinger |
| Land / Region: |
Deutschland - Pfalz |
| Jahrgang: |
2023 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Chardonnay |
| Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
| Verschluss: |
sonstige |
| Weitere Angaben: |
DIAM10-Verschluß,
AP 5 133 490 012 24 |
| Preis: |
17,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 14.10.2024 |
| Bewertung: |
Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
16.10.2024 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Im Glas ein helleres Goldgelb, für den Riechkolben gibt’s in erster Linie sehr junge Rambutan und Kaktusfeige, zwar in unplakativ, aber doch nicht gerade in meiner Lieblingschardonnayfruchtform, auch wenn diese mit Luft etwas reift und sich zur Mirabelle hinbewegt, irgendwann auch eine saftigere Abate-Birne; dahinter noch weißflorale Noten, die mit O2 auch ein bißchen gelber werden. Gaumal in etwa das gleiche Bild, die eher moderate Säure läßt eine leichte Cremigkeit zu, die mit etwas Speckstein auf der Steinseite korreliert. Der ordentlich lange Nachhall präsentiert dann auch vornehmlich die jugendlich-helle Frucht mit recht aufweichender Mineralik.
Ich habe diesen Wein auch deswegen gekauft, weil er in einem nicht ganz unbekannten, professionellen Weinblog u.a. mit den Schlagworten „reduktiv, oxidativ, salzig, Autolysenoten, Rauch, Jod“ belegt wurde, die hab ich allesamt auch mit konzentriertem Suchen und Glaswechsel nicht mal ansatzweise gefunden, allenfalls die ebenfalls genannten Austernschalen konnte ich nachvollziehen; ich hab mich beim Nachhören echt gefragt, ob wir den gleichen Wein in den Gläsern hatten (vielleicht morgen?). Das ist nun beileibe kein schlechter Chardonnay, er ist aber -zumindest für mich- aktuell viel zu jung und kann nicht mal ansatzweise die Begeisterung auslösen, wie die „pure“-Variante es konnte und kann. Das wird mit seiner aktuell eher unkomplizierten Machart incl. „Jugendsünden“ vermutlich jetzt schon viele Freunde finden und ich hoffe bzw. bin mir fast sicher, daß das mit den Jahren noch was Ordentliches aus dem eher klassischen Bereich (für mich) werden wird, meine Trauer über den Verlust der naturigen, puren Variante bleibt aber. Oder kommt sie doch noch? Oder irgendwann wieder? Mal sehen, die Hoffnung stirbt zuletzt…
1. Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: heute wirkt das Weinchen minimal gelber und damit auch einen Tick ernsthafter als gestern, eine signifikante Änderung, die auf eine ggf. positive Entwicklung mit den Jahren hindeuten könnte, kann ich jedoch (noch?) nicht feststellen…
2. Nachtrag nach 72 Stunden mit Luft: nunmehr taucht tatsächlich eine leichte Salzigkeit auf, die Frucht hat sich nochmals minimal in Richtung -gelberer- Ernsthaftigkeit entwickelt. Kommt mir heute so vor wie ein Melon (de Bourgogne) von der westlichen Loire mit leicht mediterraner Breite (ich weiß, paßt geographisch nicht ganz zusammen); wer also sowas gerne mag (zu Austern z.B.), der mag hier vielleicht mehr Gefallen dran finden als ich. Ob wir in ein paar Jahren bessere Freunde werden? Aktuell bezweifle ich das, aber mal sehen... |
| Trinkreife: |
noch lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2024/10/16/des-einen-freud-des-anderen-leid/ |
| Link 2: |
- |
| Link 3: |
- |
| |
Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 332 mal abgerufen |
Bilder:
Kommentar zu dieser VKN schreiben:
Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
|