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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 06.10.24 20:48 |
| Bezeichnung: |
Riesling - Trarbacher Hühnerberg - trocken - Spätlese* - Pw |
| Winzer/Produzent: |
Martin Müllen |
| Land / Region: |
Deutschland - Mosel |
| Lage: |
Hühnerberg (Traben-Trarbach - Mosel) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2018 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Riesling |
| Alkohol (Vol.%): |
13,5 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
AP 2 588 656 33 19 |
| Preis: |
60 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 02.04.2020 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
schlecht |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
06.10.2024 |
| Eingetragen von: |
EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Visuell ein intensives, leuchtendes Goldgelb, das Riechgerät bekommt’s mit einem 4k-Mix aus vorwiegend gelben Agrumen -Ugli, Yuzu, Zitrone, mit Luft auch etwas Minneloa und Kumquat- in recht dicht-etherischer, aber noch sehr frischer Form zu tun, etwas zuckerfreier Lindenblütenhonig schwingt mit, ansatzweise ein erster, kühler Steineindruck. Geschmacklich bestätigt sich die kernig-karg-klar-konzentrierte (sic!) Zitrusfrucht und bringt ordentlich leicht kratzigen, auch etwas ölig-wachsigen (doppel-sic!) Extrakt mit dezenter Süßewirkung ins Spiel, Restzucker dürfte aber kaum im Spiel sein, dafür umso mehr Etherik aus den hier mehr vertretenen orangen Agrumen; die Säure fällt vor lauter Fruchtsubstanz kaum auf, hält aber den Extrakt dennoch ganz gut in Schach, der erkennbare Schiefer hat’s nicht leicht, sich gegen den Extrakt durchzusetzen, schafft’s zwar doch einigermaßen gut, eine Art kühler Glimmer drängelt sich jedoch vor. Beim ellenlangen Abgang setzt sich dann auch eine Bitterorange -vor allem eben das Bitterchen- ordentlich in Szene und verdrängt den Rest der Aromatik weitgehend, im Finale entspannt sich das aber wieder etwas.
Das ist schon richtig viel Riesling im Glas, vor lauter Extrakt schabt’s auch ordentlich, was hier aber nicht unangenehm ist. Mit seiner ganzen Wucht und der vorhandenen -wenn auch perfekt umgesetzten- Überextraktion ist diese Spätlese schon ein klares Kind des warmen Jahrgangs und reiht sich auch völlig problemlos in die Riege besserer, etwas opulenterer GGe ein, was denn auch den aktuellen Preis von 60 Euronen im Kontext durchaus rechtfertigt, mir persönlich aber vorliebenabhängig zuviel wäre. Letztlich bin ich dann ja doch eher ein Fan der kühleren, filigraneren HQ-Rieslinge, weshalb ich hier auch in Bezug auf meinen relativ geringen Frühbucherpreis nicht in eine ungebändigte Bepunktelungseuphorie verfalle, ungeachtet der objektiv gesehen hohen Qualität… |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2024/10/06/fahrstuhl-riesling/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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