Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 11.02.26 19:23

Bezeichnung: Sylvaner - Weinberg Dolomiten IGT
Winzer/Produzent: Garlider
Land / Region: Italien - Südtirol
Jahrgang: 2017
Typ: Weißwein
Rebsorte: Silvaner
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Glasstopfen
Weitere Angaben: L3218
Preis: 14,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 13.06.2019
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 11.02.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 11.09.2024:

Visuell ein helleres Altgold, die Nase bekommt’s mit leicht überreifen, aber nicht mastigen Pfirsichen -minimalst karamellisiert- zu tun, ebenso dezent auch ein bißchen Torf sowie Kardamom. Am Gaumen ist dann die Karamellschicht auf den Pfirsichen etwas dicker, was jedoch nicht weiter stört, denn die klare Säure sorgt für einen schönen Gegenpol, unter der karamelligen Würze schimmert steinseitig auch was leicht Bachbettiges durch, mit Luft metamorphiert das Karamell zu Distelhonig hin. Der ziemlich lange Nachhall lebt dann von dem Gegensatz der Karamell- bzw. späteren Honigfrucht und der klaren, spielerischen Säure plus ebensolcher Steinchen.

Trotz seiner leichten Angereiftheit ist das hier ein eher filigraner Si(y)lvaner, dem’s aber nicht an Nachdruck fehlt, der Extrakt bleibt auch bei intensiver wirkender Süße immer auf der nichtklebrigen Seite. Und es bestätigt sich wieder mal, daß die Eisacktaler Silvaner andere Reifenoten entwickeln, als ich das vor allem von den fränkischen Klassikern her kenne. Allerdings ist er nur in frisch geöffnet ein angenehmer Soloist, die mit Luft deutlich zunehmende Substanz schreit dann laut nach Essensbegleitung, was dann auch sehr gut harmoniert. Wär oft nicht schlecht, wenn’s sich andersrum entwickeln würde…

Wertung vom 11.09.2024: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 11.02.2026:

Das Altgold hat sich in den letzten eineinhalb Jahren noch etwas weiterentwickelt, fürs Näschen gibt’s etwas weiter gereifte Pfirsiche ohne Mastigkeit, im Oberschwingungsbereich auch sehr sekundäre Exotik à la Papaya und Physalis, dazu Kardamom und ein Hauch Zimt. Geschmacklich wirkt der Sylvaner gleich leicht cremig bzw. fruchtmusig im besten Sinne, als hätte man der Frucht etwas Kastanienhonig untergerührt; die nicht überbordende Säure arbeitet im Hintergrund gut genug, um der minimal karamellisierten Cremigkeit auch ein Quantum Klarheit gegenüberzustellen, bodenseitig wirkt’s mittlerweile eher warm-lehmig ohne Breitenwirkung. Auch der recht lange Nachhall transportiert in erster Linie diese leicht musige, reife, sehr sekundäre Frucht, im Finale schieben sich die dunkelherben, trockenen Honignoten nach vorne.

Auch wenn die Reife etwas weiter fortgeschritten ist, zeigt der Wein noch keinerlei Schwächen, er qualifiziert sich nun nur noch etwas mehr für gehaltvollere, hellere Fleischgerichte, konkret waren’s schnelle Schweinefilets mit Paprikagemüse und Bratkartoffeln; als Soloist aber nicht (mehr) ganz so gut geeignet.
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/02/11/bevors-zu-spat-ist/
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