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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 15.02.26 20:28 |
| Bezeichnung: |
Riesling - Iphöfer Julius-Echter-Berg - trocken - VDP.Große Lage - GG |
| Winzer/Produzent: |
Wirsching |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Julius-Echter-Berg (Iphofen - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2014 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Riesling |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
AP 5011 046 15 |
| Preis: |
28 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 19.11.2016 |
| Bewertung: |
15.02.2026 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 14.07.2024:
Optisch ein dichtes Goldgelb, es riecht intensiv nach Ugli, Zitronenzesten, Pampelmuse und etwas Mandarine, leicht auch Pastinake sowie Rettichsprossen. Am Gaumen kommen dann noch ein paar kleine Pfirsich- und Kakifetzen dazu, weiters ein Hauch zuckerfreies Karamell sowie ein grünes Gummibärchen; die Säure ist recht potent, aber nicht fordernd, bodenseitig paßt der Gipskeuper recht gut ins Konzept, die recht elegante Kräuterseite mit Thymian und Kerbel rundet die Herkunftsbestätigung ab. Abgangsseitig die gleiche Aromatik mit etwas anderen Gewichtungen, vor allem im Finale sticht der grüne Gummibär deutlich hervor.
An sich mag ich ja grünes Gummizeuch recht gerne, aber bei diesem Wein verhindert es dann doch knapp den Einzug in die „3er“-Riege. Die sonstige Aromatik ist nämlich über jeden Zweifel erhaben, es zeigt sich auch keinerlei Tankstellentendenz, die ein baldiges Ableben anzeigen würde.
Wertung vom 14.07.2024: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
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Verkostung vom 15.02.2026:
Im Glas ein leicht angedunkeltes Goldgelb, fürs Riechgerät gibt’s gleich recht intensiv, aber nicht overdone Mandarine, Ugli und Grapefruit in relativ geschmeidiger Form, was aber den Frischeeindruck nicht unterminiert, oberschwingungsmäßig kündigen sich auch gedünstete Petersilienwurzel sowie ein paar wärmere, mediterrane Kräuter an. Geschmacklich ist der Zitruskorb noch breiter gefächert, auch Minneloa und gelbe Orange lassen sich jetzt ausmachen, wenn auch nicht bei jedem Schluck alles gleichzeitig; etwas sekundäre Exotik à la Kaki und Mango kommt noch dazu, weiters eine sehr fein strukturierte, warme, aber nicht ausladende Basis mit Oregano und Kardamom; nur gehaucht, aber doch prägnant wieder was Wurzeliges, miniminimalst auch eine wachsige Note, die jedoch von der Kräuterseite klar dominiert wird. Der mehrminütige Nachhall präsentiert dann die Reife des JEB am deutlichsten, jedoch fern der Rieslingpetrolik, hier zeigt sich eindrucksvoll der Gegensatz zwischen der geschmeidigen und der frischen Seite der Aromenbestandteile, im Finale dominieren die Warmkräuter in äußerst samtiger Weise und weisen wunderbar auf den Keuper in edelster Form hin.
Diese Flasche ist gut eineinhalb Jahre nach der Erstbegegnung in erheblich besserer Verfassung; daß die 18 Monate mehr Reife diesen signifikanten Sprung nach oben -das ist heute klar „groß“- alleine begründen, vermag ich nicht zu glauben. Eher verdächtige ich -wieder mal- den bei diesem Jahrgang noch verwendeten Korken für die deutlichen Flaschenunterschiede verantwortlich zu sein, von Flasche zu Flasche steigt mein innerer Groll gegen diesen völlig unberechenbaren Verschluß! Aber wenn man denn Glück im Korklotto hat -kommt ja glücklicherweise doch häufiger vor- dann ist das einfach „supergajol“! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/02/15/gummi-im-gg/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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