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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 04.08.26 13:36 |
| Bezeichnung: |
[Chardonnay] - Clematis vitalba - Claire Naudin - Hautes-Côtes de Nuits AC |
| Winzer/Produzent: |
Domaine Naudin-Ferrand |
| Land / Region: |
Frankreich - Burgund |
| Jahrgang: |
2016 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Chardonnay |
| Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
LNB.16 B |
| Preis: |
29 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Mes Bourgognes - 23.08.2018 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
02.08.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 11.07.2024:
Im Glas ein intensives wie dunkles Goldgelb, es riecht dezent wie prägend nach warmem, grünen (sic!) Holz, z.B. vom Essigbaum, dahinter gut angereifte, fast schwarze Kochbanane ohne Breitenwirkung, etwas Pfifferling. Geschmacklich wirkt die Holzseite dann weniger grün, eher so als ob der Wurm drin wär, hier ebenfalls der Pfifferling und ein leichter Tabakeinschlag, fruchtseitig dann sehr mürbe Agrumen von Ugli bis Zitrone, auch sehr sekundäre, anfermentierte Mirabelle sowie Kaki; die Säure ist leicht verjusig und trotz distinguiertem Auftreten sehr effektiv, etwas Lemon Pepper hilft mit, bodenseitig bin ich fast etwas lost, es gibt aber wärmende wie kühlende Komponenten. Das mit warm und kühl passiert dann auch beim sehr ausufernden Abgang, Pfifferlinge mit Kräutersalz geben hier den Ton an, die Frucht spielt noch etwas im Oberschwingungsbereich mit.
Dieser ungeschwefelte Chardonnay weist keine wirklich „naturigen“ Attribute auf, auch im achten Jahr ist erfreulicherweise kein Kleberanflug erkennbar (damit muß man bei den Sachen ja leider doch immer mal wieder rechnen, bei manchen Gütern mehr, bei manchen weniger bis gar nicht…); er ist einfach ein expressiver wie eigenständiger Chardonnay klar burgundischer, dabei durchaus innovativer Machart, bei dem nichts zu viel und nichts zu wenig ist, großer Spaß!
Wertung vom 11.07.2024: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
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Verkostung vom 02.08.2026:
Im Glas ein leicht mattes Altgold, fürs Näschen gibt’s erstmal Trockensthonig à la Thymian, dahinter reife, sekundäre, leicht oxidierte Pfirsiche und Aprikosen, dazu noch etwas frittierte Kochbanane, subtile Großholzanmutung. Am Gaumen kommt noch etwas zuckerfreies Lemon Curd hinzu, weiters ein feines Koriandersaatbitterchen; die Säure ist reif wie lebendig, mutet bodenseitig recht erdig ohne Schwere an. Beim mehrminütigen Nachhall setzt sich dann eine Art Aprikosenkonzentrat unaufdringlich in Szene.
Blind hätte ich vermutlich auf einen oxidativ ausgebauten Chardo aus dem Jura getippt, alleine das leichte und noch recht angenehme Bitterchen hätte einen Hinweis drauf geben können, daß der Wein nicht so gedacht war bzw. tatsächlich vor 2 Jahren noch ganz anders geschmeckt hat, siehe oben! Könnte also mal wieder ein Fall stark unterschiedlicher Sauerstoffdurchlässigkeit der beiden Korken gewesen sein. Oder auch nicht? Nur eine derartige Oxidation innerhalb von zwei Jahren? Immerhin habe ich aber die zweite Flasche grade noch in einem recht schönen Zustand erwischt, generell ist meines Erachtens aber vorsichtshalber zeitnahes Austrinken angesagt! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/08/04/klassischer-natur-chardo/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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