|
Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 20.06.24 19:17 |
| Bezeichnung: |
Riesling - Deidesheimer Mäushöhle - trocken - Erste Lage |
| Winzer/Produzent: |
Von Winning |
| Land / Region: |
Deutschland - Pfalz |
| Lage: |
Mäushöhle (Deidesheim - Pfalz) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2021 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Riesling |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 5 106 327 045 22 |
| Preis: |
16,8 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 10.09.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
19.06.2024 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Visuell ein helles Goldgeld mit leichtem Grüntouch, fürs Näschen gibt’s vor allem Nektarine und nicht ganz reife Aprikose, auch etwas Reneclaude, insgesamt anfangs noch leicht primär wirkend, aber fern jeglicher Saftigkeit, mit Luft wird’s aber grünlicher und auch sekundärer; der erwartete wie beabsichtigte Holzeinfluß ist sehr dezent und doch prägend, er bewegt sich auf der eher essigbaumigen Seite, der Tabakhauch ist auch alles andere als bräunlich. Am Gaumen saftelt’s dann doch ein klein bißchen mehr als zuerst aufgrund des Naseneindrucks gedacht, bleibt aber klar auf der ernsthaften Seite; trotz leichter Fruchtpulpencremigkeit kann sich die Säure aufgrund der Unterstützung von Limette und Pomelo sehr gut durchsetzen, die Holzseite bleibt dezent, ist aber deutlich essigbaumiger als beim Bukett, bodenseitig sind Lehm und Ton gut nachvollziehbar. Der ziemlich lange Nachhall geht dann fruchtseitig (noch) mehr ins Grünliche, die leicht unreife Reneclaude steht nun vorne und wird durch Albedo und Zesten von einer Pomelo begleitet.
Wenn Rieslinge zu sehr ins Steinobstige gehen, ist das häufig nicht so mein Fall, die eher zitrisch dominierten Rebsortenvertreter sind mir da meist lieber. Hier ist das aber durch Einsatz von nicht übertriebener Grünholzigkeit und relativ potenter Säure sehr animierend gelöst, macht essenstechnisch sicher eine sehr gute Figur bei allem, zu dem man sonst gerne was aus der weißen Burgunderecke auf den Tisch stellt. Vermutlich macht mir aber der gleiche Wein aus einem deutlich wärmeren Jahr auch entsprechend weniger Freude, insofern bin ich sehr froh, bei diesem Jahrgang zugeschlagen zu haben.
Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: Die Steinobsterei hat nasal deutlich abgenommen bzw. zeigt sich viel filigraner bei gleicher Vielschichtigkeit, die Reneclaude drängt nach vorne; das Holz wirkt etwas grüner und frischer. Auch gaumal eine leichte Hinwendung zur grünen, leichten Seite, ohne zuviel an Stoffigkeit einzubüßen, ein bißchen an Spannung geht hier aber dennoch verloren. Auch abgangsseitig nicht so ganz mehr das Niveau des Vortages, obwohl sich die Gesamtstilistik eigentlich zu meinen Gunsten verändert hat.
Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25 |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2024/06/19/deidesheimer-zweitliga-duell/ |
| Link 2: |
- |
| Link 3: |
- |
| |
Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 183 mal abgerufen |
Bilder:
Kommentar zu dieser VKN schreiben:
Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
|