Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 28.08.26 19:12

Bezeichnung: Neuburger - Bambule! - trocken - Wein aus Österreich
Winzer/Produzent: Judith Beck
Land / Region: Österreich - Neusiedlersee
Jahrgang: 2020
Typ: Weißwein
Rebsorte: Neuburger
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L-NBBAM20
Preis: 22 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 29.04.2022
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 28.08.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 20.01.2024:

Optisch ein leicht trübes, dunkleres Goldgelb, bukettmäßig wirkt das Ganze straff-säuerlich, dabei leicht reduktiv mit gelber Pflaume bzw. Reneclaude plus Maracuja sowie dezent Kochbanane. Geschmacklich ebenso, dazu eine straffe Verjus-Säure, die durch einige Gerbstoffe gepuffert wird, viel gelöschter Kalk als Basis. Langer kühl-säuerlicher Abgang, im Finale etwas grünteeig.

Sehr schöner Natur-Neuburger mit recht kantiger, grün-kühler Stilistik, der aber auch gut zum Polarisieren taugt, man muß dem Natur-Thema vermutlich schon etwas näher stehen, um das wirklich gut zu finden. Auch wenn ich eigentlich davon ausging, daß dieser Neuburger doch etwas mehr Geschmeidigkeit im Gepäck hat, ist der Wein klar einen Nachkauf wert, hat halt wenig mit "normalem" Neuburger zu tun...

Wertung vom 20.01.2024: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 28.08.2026:

Visuell ein leicht angedunkeltes, dichtes Goldgelb mit Minimaltrübung, geruchlich zeigen sich reife, grüne Früchte (sic!), im Einzelnen Ostafrika-Orange, Limette, Bilimbi und Karambole, kühle, leicht kalkige Mineralikankündigung, etwas Grüntee noch. Am Gaumen dann ein spannender Mix zwischen reifer und unreifer Frucht, Physalis und Orange gegen Karambole und leicht fermentierte Limette, minimale, grünliche Extraktsüße; die Säure ist stramm wie kantig, kühle wie stoffige Steinseite mit Kalk und Talcum als führende Bestandteile. Dann ein recht langer Nachhall, der in gleicher Weise reife wie unreife Komponenten wie selbstverständlich nebeneinander stellt.

Bei der Erstbegegnung im Rahmen einer kleinen Weinrunde polarisierte das mit seiner sehr puren Art recht deutlich, mittlerweile haben die Aromen der reiferen Seite signifikant zugenommen und es stellt sich diesbezüglich eine schöne Balance ein. Polarisierungspotential ist aber nach wie vor vorhanden, mir gefällt’s aber mittlerweile so gut, daß ein Wechsel in die „3er“-Riege unvermeidbar ist.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/08/28/frischer-reifer-neuburger-relaunch/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2024/01/27/54-weinrunde-in-munchen/
Link 3: -
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