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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 17.07.25 19:11 |
| Bezeichnung: |
Riesling - Kanzem Altenberg - Alte Reben - [halbtrocken] - Große Lage |
| Winzer/Produzent: |
Van Volxem |
| Land / Region: |
Deutschland - Saar |
| Lage: |
Altenberg (Kanzem - Mosel) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2014 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Riesling |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
9,5 g/l RZ, 7,3 g/l Säure,
AP 3 567 212 18 15 |
| Preis: |
33,5 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 30.07.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
17.07.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 14.01.2024:
Farblich ein recht sattes Goldgelb, nasal anfangs verhalten, mit der Zeit ploppen Orangen- und Uglizesten sowie verspätet auch Limetten auf, dazu einiges an komplett zuckerfreiem Distelhonig, vielleicht auch noch einer von der Büschelblume. Geschmacklich dann erstmal kantig wie furztrocken wirkend, obwohl die o.g. Honigaromen vereinzelt wie getaktet durch den Wein schwirren, agrumenseitig hier das Ranking Pomeranze, Limette, Bitterorange, Yuzu; die Säure ist ultraklar und extrem mundwässernd, dazu tiefblauer Schiefer, der noch durch etwas VA-Schnitt ergänzt wird. Auch der Abgang ist unglaublich klar-kühl-strahlend, hier der höchste Steinanteil, die Agrumen nun völlig auf der grünen bis leicht gelben Seite, der Honig unter der Nachweisgrenze, weiters ein grünliches Walnußbitterchen und Speichelfluß unlimited.
Puhh, das ist eines der krassesten Süße-Säure-Spiele, das ich jemals im Glas hatte, vor allem merkt man auch von den 9,5 g/l RZ bei an sich eher normal anmutenden 7,3 g/l Säure rein gar nix, soviel zur Aussagekraft technischer Daten hinsichtlich des tatsächlichen Erlebens. Das mit der "trockenen Geschmackscharakteristik" (in früheren Jahrgängen vom Weingut gerne als Charakterisierung verwendet, auf diesem Etikett jedoch nicht mehr vermerkt, gab anscheinend mal Ärger) ist hier so zutreffend wie sonst lange nicht. Im Ergebnis ist das ziemlich fordernd, eckig, rabiat und dabei unglaublich belebend. Schmeichelnd, tänzelnd, spielerisch ist da rein gar nichts, also besser Finger weg, wenn man eher der Kabi-Front angehört, uns gefiel's aber ausnehmend gut!
Wertung vom 14.01.2024: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
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Verkostung vom 17.07.2025:
Optisch haben wir ein dichtes Goldgelb im Glas, nasal ein reiferer, auch leicht anfermentierter Zitruskorb mit Grapefruit, Zitronatzitrone und Yuzu, leicht angewachst, wobei das Wachs irgendwie blumig, fast etwas lavendelig wirkt, darüber schwingt auch etwas sehr reife Kaktusfeige mit. Gaumal ebenfalls dieser auf (noch) angenehme Art blumig angewachste Agrumenmix, die recht agile Säure wirkt sehr reif, aber beileibe nicht ältlich, der Wein wirkt auf mich fast wie „fränkisch trocken“ (also < 4 g/l Restzucker), dafür mit eher ordentlichem Extraktsüßeanteil; mit dem aufkommenden Wachs bildet sich auch ein weißtanniniges Gefühl nebst minimaler Adstringenz aus, unterstützt von einigen gelben Agrumenbitterchen, das Ganze schwimmt auf Schiefer und etwas VA-Schnitt daher, bei einzelnen Schlucken sogar etwas Jod. Dann ein mehrminütiger Nachhall, der die bittere Seite betont und dabei die Einzelbitterchen -hier auch von einer grünen Walnuß- sehr schön differenziert, im Finale dann ein Sparring zwischen Schiefer und Pomelozesten.
Innerhalb der letzten eineinhalb Jahre hat sich jetzt eine leichte Rieslingreife eingestellt. Allerdings kann das natürlich auch dem Korken geschuldet sein, möglicherweise ist meine dritte und letzte Flasche ein paar Entwicklungsjahre hintendran. Oder auch voraus, was schade wäre; der riesigen Streuung der Sauerstoffdiffusionsraten zwischen den einzelnen Korken sei Dank (es lebe der Schrauber!). Abgesehen vom Korklotto würde ich diesen Wein -sofern noch vorhanden- nicht mehr allzu lange aufheben, es sei denn man ist Tankstellenfan; aktuell jedenfalls noch ohne wesentliche Abstriche zu genießen! |
| Trinkreife: |
jetzt trinken |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/07/17/wo-hat-sich-der-ganze-zucker-versteckt/ |
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