Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 09.03.26 21:14

Bezeichnung: Riesling - Kremstal Reserve - trocken - Kremstal DAC Reserve
Winzer/Produzent: Thiery-Weber
Land / Region: Österreich - Kremstal
Jahrgang: 2018
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: L-N 13479/19
Preis: 9,9 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 08.08.2019
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Preis / Genuss: grandios
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 09.03.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 25.12.2023:

Visuell ein dichteres Goldgelb, nasal leicht reduktive Ugli und Grapefruit, vorwiegend Zesten, sehr klar und frisch anmutend, ein Minihauch an Bienenwachs. Geschmacklich im Prinzip die gleiche Agrumik, mit Luft auch noch etwas Orange, sehr klare Säure, lössige Basis ohne Breite. Auch der Abgang bietet spannende Agrumik, die Säure ist hier zwar etwas moderater unterwegs, die Spannung wird durch die dadurch leicht aufkeimende Cremigkeit aber nicht weiter beeinträchtigt.

Bei der Verkostung vor Ort war ich mir seinerzeit nicht 100 %ig sicher, ob das Warmjahr hier auf Dauer nicht doch deutlich durchschlägt, war also ein Kauf mit gewissem Risiko; tatsächlich ist das "Warme" hier mittlerweile gar nicht mehr erkennbar, zwar nicht superkühl, aber dennoch fortgeschritten spannend, einer meiner erfreulichsten weißen 18er aus A und D, noch dazu mit einem grandiosen PLV!

Wertung vom 25.12.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 09.03.2026:

Im Glas ein dichteres Messing, fürs Näschen gibt’s frisch-kantig-intensiv einen reich gefüllten Korb mit Agrumen: Yuzu, Minneloa, Pomelo, Pampelmuse, alles schön differenziert, jedoch nicht immer alles auf einmal präsent, eher im Hintergrund noch etwas Pfirsich, weiters eine Spur Petersilienwurzel, Ankündigung einer reifen Knacksäure. Am Gaumen fächert sich der Zitruskorb noch weiter auf, Kumquat und Blutorange sind zeitweise noch erkennbar, der Pfirsich spielt etwas mehr mit, Kaki und Tamarillo schauen auch immer mal wieder rein, das Wurzelgemüse ist leicht gesalzen, die Ankündigung der reifen Säureankündigung geht voll auf, bodenseitig assoziiere ich ein Lehm-Kalk-Gemisch. Der Ewigkeitsabgang gleitet zwar leicht ins Ölige ab, die ungemein potente Säure hält aber alles wunderbar im Fluß, das lange Finale wird dann von oranger Agrumenetherik dominiert ohne daß das Gefühl einer Overdone-Parfümiertheit auftritt.

Boah, ist das goil. Und das ist ein 18er! Noch dazu ein Gutswein, der einst noch für knapp unter 10 Euronen herging! Unfaßbar! Ich hatte erst die Befürchtung, daß der Wein mit Luft substanzmäßig so weit aufdreht, daß es irgendwann anstrengend wird, aber nix da! Die quirlige Säure hält dieses Agrumensubstanzmonster über gut zwei Stunden so souverän auf der beschwingten Seite, daß einem fast die Tränen kommen. Und dazu gibt’s hier nicht mal eine Ahnung irgendwelcher Riesling-Alterungsnoten, die in Richtung Tankstelle & Co. zeigen (anders als bei der ersten Flasche übrigens). Daß ich bei diesem Wein vor lauter Freude so ausflippe, hätte ich nicht gedacht, auch wenn er vor etwas über zwei Jahren schon saugut und beim Probieren vor Ort bereits vielversprechend genug hinsichtlich Kofferraumbeladung war! Das ist eindeutig groß und würde als Pirat sicher so manche GG-Runde sprengen, leider hab ich nichts mehr davon…
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/03/09/48011/
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