Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 25.12.25 13:52

Bezeichnung: Sylvaner - [Mainstockheimer Hofstück] - Edition Weltmeister - trocken - Landwein Main
Winzer/Produzent: Florian Reus
Land / Region: Deutschland - Franken
Lage: Hofstück (Mainstockheim - Franken) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2021
Typ: Weißwein
Rebsorte: Silvaner
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L4/2022
Preis: 25 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Rot Weiss Rosé - 23.09.2023
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 24.12.2025
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 14.10.2023:

Optisch zeigt sich ein helleres Messing, riecht gleich relativ intensiv, aber nicht aufdringlich nach großem Holz mit sogar leichten Vanillenoten, dann ein Batzen eher helle Gelbfrucht, ein Hauch Kaki noch. Schmeckt dann auch prominent nach Holz, hier eher mit Karamell, wird aber nicht vorlaut; dahinter tummeln sich Kaktusfeige und Mirabelle in unplakativer Weise, deutlicher Extrakt, der durch die Säure gut balanciert wird, eher erdige Basis ohne Schwere. Nachhallmäßig dann eine deutlich höhere Frucht- und auch Süßelast, wird aber nicht anstrengend.

Ist im besten Sinne auf konventionelle Art gemacht bzw. so schmeckend, vor allem ein ungemein gekonnter Holzausbau, stark prägend und doch nichts übertünchend, ein ziemliches Pfund an Sylvaner, das sich recht eigenständig zu präsentieren weiß.

Wertung vom 14.10.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 24.12.2025:

Optisch ein minimalst getrübtes Goldmessing, nasenmäßig gibt’s sehr sekundäre Pampelmuse sowie Grapefruit, etwas sehr reife Kaktusfeige sowie süßefreie Holunderblüte, Kalk und Magnesiumoxid im Anflug. Geschmacklich zeigt sich das Ganze recht flaumig-cremig ohne dabei in die Breite zu gehen, die Säure ist sylvanertypisch eher moderat, was sich hier aber nicht negativ bemerkbar macht, denn etwas Salz sorgt für genügend Spannung, die nasal angekündigte Mineralik bestätigt sich. Dann ein ziemlich langer Nachhall, der hier deutlich cheninig wirkt, da auch ein bißchen was Nussiges im Spiel ist.

Das ist mittlerweile ein recht cheniniger Sylvaner, der sich gegenüber dem Erstkontakt vor gut zwei Jahren sehr schön entwickelt hat, da war er noch deutlich primärfruchtiger unterwegs, allerdings im besten Sinne. Auch das damals noch sehr präsente Holzaroma ist nun nur noch subtil vorhanden und wurde durch die leichte Nussigkeit, die bei mir nun diese Loire-Assoziation aufkommen läßt, ersetzt. Eine sehr schöne, auch unerwartete Entwicklung in die richtige Richtung!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/12/25/holy-evening-wines/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2023/10/15/ade-qw/
Link 3: -
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