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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 15.07.26 17:19 |
| Bezeichnung: |
Chardonnay - Qvevri - Vin Naturel Orange - Premium - suché - Moravské zemské víno |
| Winzer/Produzent: |
Dobrá Vinice |
| Land / Region: |
Tschechien - Moravia |
| Jahrgang: |
2013 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Chardonnay |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
CHQ 1968/13 |
| Preis: |
29,52 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 29.09.2023 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
14.07.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 03.10.2023:
Im Glas ein tiefdunkles Orange, minimalster Trub. Geruchlich gibt's getrocknete Orangen- und Mandarinenscheiben mit dezenten Holz- und Tonbeigaben, dazu ein bißchen Hagebuttentee. Am Gaumen tritt die Frucht stark in den Hintergrund, liefert aber beständig schöne Oberschwingungen, dafür treten Ton und leicht bitterer Glimmer in den Vordergrund, auch die sehr klare Säure mit Zitronenbegleitung kann sich gut in Szene setzen; die teeigen Noten sind hier mehr beim Schwarztee, z.B. Darjeeling mit vielen Buchstaben. Auch nachhallseitig dann der Fokus auf der Steinseite, hier kommen auch die Gerbstoffe mehr zur Geltung, vor allem im Finale eine samtige Adstringenz.
Sehr klarer und frischer, dabei aber höchst ernsthafter und stark steinlastiger Orange, der trotz seiner Reduziertheit -vor allem auf der Fruchtseite- alles andere als ein dünnes Wässerchen ist. Er vermeidet auch die bei diesem Genre weit verbreiteten und dementsprechend als Charakteristikum gehandelten Aromen von der Most- oder Sherryseite komplett, was die im besten Sinne geradlinige Struktur dieses Weins erst möglich macht. Und es ist tatsächlich ein Wein, dem ich abnehme, daß er erst seit nicht allzu langer Zeit in einer schönen Trinkverfassung ist und noch einiges an Leben vor sich hat. Hat aber -auch ab Hof in Südmähren- seinen Preis.
Wertung vom 03.10.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
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Verkostung vom 14.07.2026:
Ein leuchtendes Bernstein im Glas, es riecht nach alkfreien und nicht zu viskosen Likören von Orange und Kumquat, ein Hauch Malz, ein paar frische, orange Agrumenzesten sind auch im Spiel. Am Gaumen dann knarzetrocken und gut staubig, aber durch die Trockenagrumik nebst ihrer Etherik auch wieder ganz leicht samtig-cremig, so daß wir uns auf der animierenden Seite der Macht bewegen; die Säure ist perfekt balanciert und bei aller Effektivität nicht vorlaut, steinseitig dieses typisch Amphorentonige. Auch der sehr lange Nachhall lebt in erster Linie von den orangen Trockenagrumen, hier aber auch eine Spur eingedickter Roiboos-Tee, besonders im Finale.
Weinen aus der Qvevri kann man durchaus vorwerfen, daß sie das berühmt-berüchtigte Terroir nicht wirklich abbilden können, was natürlich auch richtig ist, denn blind verorten könnte ich das sicher nicht, Georgien oder das Grenzgebiet Italien / Slowenien / Kroatien wären genauso schlüssig, auch an weiteren Orten der Welt ist das -Amphore vorausgesetzt- vermutlich so möglich. Nur muß halt auch nicht jeder Wein terroirgeprägt sein, oft genug will ich eben genau dieses Genre im Glas haben und in der vorliegenden Form ist das für mich absolut ebenbürtig, nur halt völlig anders; oberstes bzw. sogar alleiniges Credo ist der Herkunftsgedanke bei mir nicht. Insofern freue ich mich gerade über diesen wunderbar frisch-stoffig-herben und natürlich auch gemachten Tonwein, der potent genug war, anchovigeschwängerte Sepia-Nudeln souverän zu begleiten und dennoch bei gehobener Terrassenwärme nicht anstrengend zu werden. |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/07/15/nach-10-jahren-frisch-auf-den-tisch/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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