Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 21.04.26 19:28

Bezeichnung: Silvaner - Tauberzeller Hasennestle - Steillage - trocken - QbA
Winzer/Produzent: Kraemer
Land / Region: Deutschland - Tauberfranken
Lage: Hasennestle (Tauberzell - Franken) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Silvaner
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 7194 011 14
Preis: 19 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Kössler & Ulbricht - 06.11.2020
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 21.04.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 14.09.2023:

Farblich ein helleres, ins Zitronige gleitendes Goldgelb, fürs Näschen gibt's leicht kantige Agrumen von Limette über Pomelo bis Zitronatzitrone, deutlich steinig-kiesiger Hintergrund. Am Gaumen dann stoffiger als zuerst erwartet, der Extrakt ist aber genauso kantig-frisch wie vom Bukett angekündigt, von der Agrumenseite her ein Gemisch aus komplett süßebefreitem Zitronat und Limetat (ich weiß, gibt's nicht, schmeckt aber so!), die Säure ist superklar, leicht grünlich und doch reif wirkend, die Steinseite wirkt sehr blau und kühl, aber kein Schiefer, irgendwie schärfer, kompromißloser. Der Laserschwert-Abgang hat frischemäßig wirklichen Benchmark-Charakter, ganz leicht dazwischenfunkende, gelbliche Zitronatsprengsel puffern jedoch minimal, sodaß ein kleines Maß an Eleganz mitschwingt.

Blind hätte ich diesen Wein sicher nicht älter als 3 Jahre geschätzt, er scheint sich jetzt in einer Phase zu befinden, in der er so gerade das Grüne hinter den Ohren abgelegt hat, die typischen Silvaner-Alterungsnoten wie Torf, Totholz etc. findet man nicht mal im Ansatz. Diese mehr oder weniger reinen Agruminger sind zwar häufig superfrisch, ihnen fehlen dann aber ebenso häufig diese leisen Obertöne, die einen Wein facettenreich machen; genau das kann aber dieser Silvaner, wobei er den Status der Filigranität nicht aufgibt, sondern nur ein perfekt dosiertes Maß an Substanz gegen die Frischebildner setzt. Auch wenn das noch einer der eher konventionellen Weine des Guts ist: große Freude!

Wertung vom 14.09.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 21.04.2026:

Im Glas ein recht jugendlich wirkendes Zitronengelb mit leichtem Grünstich, nasal zeigt sich ein recht intensiver Mix aus leicht konzentrierten Limetten, Zitronen und Pampelmusen bis hin zu einem Hauch Zitronat, auch Löwenzahl spielt eine Rolle. Geschmacklich dann auch dieser dichte wie frische und sehr leichtfüßige Agrumenmischer mit kräuteriger Untermalung, der Extrakt zeigt sich leicht kantig, die Säure ist lebendig-kühl, aber nicht spitz, bodenseitig könnte man mal wieder das berühmte Gebirgsbachbett bemühen, das auch ein blaue Aromen bietet, die aber nichts mit Schiefer zu tun haben, ich finde dafür einfach keine Entsprechung. Dann ein superfrischer Nachhall im Minutenbereich, der vor allem das zuckerfreie Zitronat thematisiert und mit seiner Substanz dafür sorgt daß das Finale in Verbindung mit etwas Zitronengras ganz leicht wärmt.

Auch im 13. Jahr zeigt dieser Silvaner keinerlei Alterungsnoten, er befindet sich immer noch im allerbesten Erwachsenenalter und wird sich möglicherweise noch eine ordentliche Zeit lang auf diesem Niveau halten. Wenn sich die Agrumenseite über die Jahre so formiert wie hier, führt das auch häufig in eine aromatische Überkonzentration mit daraus resultierender Künstlichkeit, die mich in der Regel nicht sonderlich begeistert, davon sind wir hier aber weit entfernt. Ich weiß gar nicht, ab wann genau das Weingut „nur“ noch Landweine in den Verkehr gebracht hat und seinen Stil aufgrund der damit verbundenen größeren Freiheiten in die naturige Richtung verlagert hat. aber mit diesem noch etwas konventionelleren Silvaner zeigt sich erneut, daß der Winzer über alle Strömungen hinweg ein sehr glückliches Händchen für die fränkische Leitsorte hat, und nicht nur für die…
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/04/21/10-jahriger-korsettwein/
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