Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 10.08.25 12:57

Bezeichnung: [Cuvée] - Pet Nat Vol 4 - [brut] - Perlwein aus Österreich
Winzer/Produzent: Fuchs und Hase
Land / Region: Österreich - Kamptal
Jahrgang: 2021
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Kronkorken
Weitere Angaben: Cuvée aus 70 % Müller Thurgau und 30 % Grüner Veltliner, L-04/22
Preis: 19,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 11.05.2023
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 09.08.2025
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 10.09.2023:

Ein minimalst angetrübtes Messing zeigt sich, sehr feiner Blubber, der nach relativ kurzer Zeit stark zusammenfällt, beim Trinken dann aber doch gut präsent ist. Riecht nach sehr sekundärem Steinobst wie Mirabelle & Co., auch leichte Anklänge von gelber Orange, ein Hauch Hefe. Geschmacklich dann auf der Fruchtseite auch noch etwas mürberer Apfel, dezent Trockenhonig (Rosmarin-?), die Säure ist straff und geschmeidig zugleich, steinseitig bin ich bei einem Lehm-Kalk-Gemisch. Der Abgang bizzelt trotz des an sich eher verhaltenen Blubbers ziemlich lange nach, kann auch ein bißchen GV-Pfeffer sein, aus dem Fruchtextrakt resultiert etwas Trockensüße, welche durch die Säure schön gepuffert wird.

Das ist ein einerseits feiner, dabei aber durchaus stoffiger PétNat mit sehr "seriöser", weil überhaupt nicht hervorstechender Frucht und einer sehr elegant-frischen Säurestruktur.

Wertung vom 10.09.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 02.11.2024:

Ein mittlerweile deutlich angedunkeltes Messing zeigt sich im Glas, der eher spärliche Blubber ist sehr fein und mäßig ausdauernd, nasal eine Mischung aus Holunderblüte und etwas reiferen Äpfeln, auch einige sehr trockene, fast staubige Zitrusaromen von der orangen Seite. Am Gaumen bizzelt’s gut nach, auch wenn visuell kaum noch Geblubbere wahrnehmbar ist, der Apfel-Agrumenstaub-Mix schleppt ein leichtes Bitterchen mit, etwas bittere, leicht glimmerige Basis. Auch der Nachhall lebt von dem knarzetrockenen, hier gut eisensalzgepudertem Fruchtmix.

Steht nun deutlich reifer im Glas, hat aber nicht abgebaut, sondern sich lediglich auf gleichem Niveau schön entwickelt; ob man nun mit einer gewissen Eile die Restflaschen öffnen sollte oder sich entspannt zurücklehnen kann, kann ich in diesem Fall leider so gar nicht beurteilen…

Wertung vom 02.11.2024: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 09.08.2025:

Farblich ein leicht mattes Gelborange, eher verhaltener, aber sehr feiner und ausdauernder Blubber, nasal gibt’s hauptsächlich mürbe Äpfel mit Zimthauch und etwas weißem Rauch. Am Gaumen an sich knarztrocken, aber mit etwas unbelastender Apfelsüße ausgestattet, dazu noch ein bißchen Holunderblüte sowie ein ganz leichter Karamellhauch, die Säure ist potent und geschmeidig zugleich, bodenseitig viel Kalk mit etwas lössiger Beigabe. Der minutenlange Abgang geht dann etwas ins Backapfelige, wird dabei aber nicht breit, denn der auch nach einer Stunde noch aktive Restblubber leistet frischemäßig gute Dienste.

Ich war bei der letzten Begegnung mit diesem Schaum vor gut einem Dreivierteljahr ja nicht ganz sicher, ob und wie lange dieser Schaum noch durchhält, deshalb nach für mich eher kürzerer Zeit die erneute Öffnung: das ist auch heute kein Komplexitätsbrecher, ist aber strukturell ein hinsichtlich Frische zu Eleganz wunderbar balancierter PétNat, der sowohl als Begleitung zu gegrillten Saiblingen als auch solo danach glänzen konnte, sehr schön!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/08/10/heimkehrerschaum/
Link 2: -
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