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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 16.11.25 20:18 |
| Bezeichnung: |
Zweigelt - [Höfleiner] - Rubin Carnuntum - trocken - Carnuntum DAC |
| Winzer/Produzent: |
Artner |
| Land / Region: |
Österreich - Carnuntum |
| Jahrgang: |
2020 |
| Typ: |
Rotwein |
| Rebsorte: |
Zweigelt |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
aus den Höfleiner Rieden Steinäcker, Aubühl und Bühlweingarten (Subriede von Bühl),
LN 17918/21 |
| Preis: |
12,47 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 15.06.2023 |
| Bewertung: |
Nachkauf 1 von 3, Gesamt 14 von 25 |
| Preis / Genuss: |
schlecht |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
16.11.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 01.08.2023:
Im Glas ein sehr dunkles Violettrot mit geringer Transparenz, es riecht gleich ziemlich beerig nach Brom- und Heidel-, auch etwas rote Pflaume, ein leichter, herber Holzhauch noch. Am Gaumen etwas leichter wirkend als angekündigt, auch hier sehr beerig, aber nicht unbedingt saftig, wirkt trotz aller Fruchtfülle fast leichtfüßig; die Säure verstärkt das Niederviskositätsgefühl, dann noch ein bißchen Holzteer auf Kreide. Abgangsmäßig macht sich dann ein bißchen Buchenstaub bzw. -schliff bemerkbar, es sind auch ein paar verbrannte Bestandteile dabei.
Wie erwartet ist das hier mehr der Fruchtinger, ist auch aromatisch gar nicht mal unflott (vor allem nasenmäßig), der an sich gut dosierte Extrakt und auch die nicht gerade schmächtige Säure stehen jedoch seltsam uninspiriert nebeneinander, sodaß die eigentlich angesagte Spannung nicht anliegt, gefühlte Fülle und Leere stehen sich quasi gegenüber. Vielleicht schleift sich das mit etwas Kellerlager auch noch ein, aber aktuell lockt mich das nicht hinter dem Ofen vor.
Wertung vom 01.08.2023: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 15 von 25
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Verkostung vom 18.07.2024:
Im Glas ein dunkles Violettrot mit mäßiger Transparenz, riecht vor allem dunkelbeerig, Heidel- und Brom- vorndran, etwas Zeder, ein bißchen was Dunkeletherisches. Geschmacklich im Prinzip genauso, ordentlicher Extrakt (aber nicht extraktsüß), relativ feine Tanninstruktur, die eine leichte Adstringenz verursacht, eine recht gut austarierte Säure, auch einige schwere, erdige Basisaromen. Der mehrminütige Nachhall setzt dann doch ein bißchen Extraktsüße in Szene, wir bleiben aber auf der angenehmen Seite.
Für einen Zweigelt-Fruchtinger ist das mittlerweile schon recht ordentlich, man hat ziemlich viel Wein im Glas und auch wenn das nicht gerade die feine Klinge ist, ist das nunmehr deutlich stimmiger als vor einem Jahr. Wenn man also mal keine Nerds zu Gast hat…
Wertung vom 18.07.2024: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 16 von 25
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Verkostung vom 16.11.2025:
Visuell ein fast opakes Schwarzkirschrot mit violetten Aufhellungen am Rand, es riecht saftig dunkelkirschig, dazu eine Buchenholzspur. Geschmacklich wirkt die Dunkelkirsche dann recht herb und ordentlich chininbitter, die Tannine sind teils auch recht rauh, die Säure ist selbstbewußt, aber nicht zu vorlaut, steinseitig wirkt’s wie schwererer Ackerboden. Auch beim recht langen Abgang dominiert die Bitterkirsche.
Dieser „Rubin“ kommt mittlerweile schon recht harsch daher, dürfte seine besten Zeiten nun leider schon hinter sich haben. Macht mir persönlich wenig Freude, vor allem weil das Chininbitterchen ziemlich angriffslustig ist, sollte bei einem Wein für immerhin 12 Euronen im fünften Jahr eigentlich noch nicht passieren, finde ich. Im Rindergeschnetzelten machte der Wein aber eine recht gute Figur… |
| Trinkreife: |
schon abbauend |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/11/16/ein-rubin-aus-osterreichs-osten/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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