Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 24.11.24 19:08

Bezeichnung: Riesling - Hattenheim Nußbrunnen - trocken - Große Lage - GG
Winzer/Produzent: Balthasar Ress
Land / Region: Deutschland - Rheingau
Lage: Nußbrunnen (Hattenheim - Rheingau) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 31 059 028 14
Preis: 28,02 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 07.12.2015
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 24.11.2024
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 01.07.2023:

Farblich ein helleres Altgold (oder dunkleres Goldgelb, irgendwo dazwischen), für den Riechkolben gibt's gewachste Orangen und Yuzus, dazu noch leicht Naphtalin, weiters eine Ankündigung von Trockenhonig und Ackerscholle. Schmeckmäßig dann ebenfalls diese Wachsagrumen, leichtes Koriandersaatbitterchen, relativ klare, straffe, aber nicht vorlaute Säure, viel Rotlage als Basis. Abgangsseitig kommen dann auch ein paar gewachste Limetten und Pomelos samt Zestenbitterchen zum Vorschein, im Finale sehr herber, zuckerfreier Distelhonig.

Dies ist eins der ersten Schrauber-GG's (bei Ress ging's damit wohl 2012 los, wenn ich mich nicht irre), nach bald 10 Jahren unter diesem Verschluß kann ich dem vereinzelt geäußerten Argument, daß Riesling so nicht adäquat reifen könne, nicht folgen. Der Wein ist auch ohne unkalkulierbare Sauerstoffdiffusion und Korkgerbstoffdotierung absolut rieslingtypisch angereift (sogar schneller als erwartet), wobei wir uns hier nunmehr im Tankstellenvorstadium befinden: die Petrolseite ist noch recht wenig ausgeprägt, unter Kork wären wir nunmehr womöglich schon bei einer Großtankstelle angelangt. Für mich jetzt am Scheideweg dessen, was ich bei reifem Riesling noch schön finde, deshalb würde ich hinsichtlich vorhandener Restflaschen nicht mehr allzu lange zuwarten. Für einst 15 Euronen Rampenpreis gibt's hier nix zu meckern und auch zum regulären Preis wär's ok...

Wertung vom 01.07.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 24.11.2024:

Farblich sind wir bereits beim Altgold angelangt, nasenmäßig gibt’s gewachste und mit Flint durchzogene Zesten von Orange und Kumquat. Geschmacklich ist deutlich weniger Wachs im Spiel, was in Verbindung mit der recht lebendigen Säure stark frischefördernd wie viskositätssenkend wirkt, minimal spielen noch Koriandersaat und Oregano mit, mineralischerseits ein Mix aus Rotlage und etwas Basalt. Dann ein recht langer Nachhall, bei dem auch gelbere Agrumen, insbesondere Yuzu mitspielen, im Finale dann vermehrt braune Rebelkräuter ohne Bitterchen.

Tatsächlich kommt mir diese Flasche hinsichtlich Wachs- und Bitterstoffgehalt trotz aller Herbheit im besten Sinne minimal jünger vor als die vor knapp eineinhalb Jahren genossene, woran auch immer es liegen mag. Varianzen hinsichtlich der Sauerstoffpermeabilität gibt’s schließlich bei den Schraubern auch, nur daß sie anscheinend um weit mehr als eine Zehnerpotenz geringer sind als beim Naturkorken (zumindest gemäß entsprechender, im Netz verfügbarer Publikationen ). Oder doch ein gewisses Hin und Her beim natürlichen Reifeverlauf? Wir werden’s nie erfahren! Aber ich bin froh, daß diese Flasche heute besser „performed“ hat (ich hasse dieses überhebliche Weinelitenwort!), als ich es eigentlich erwartet hatte.
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2024/11/24/gereiftes-schrauber-gg/
Link 2: -
Link 3: -
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