Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 18.09.25 21:51

Bezeichnung: Weisser Burgunder - Laumersheimer - «vom Kalksteinfels» - trocken - VDP.Ortswein
Winzer/Produzent: Philipp Kuhn
Land / Region: Deutschland - Pfalz
Jahrgang: 2021
Typ: Weißwein
Rebsorte: Weißburgunder
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 5 128 037 009 22
Preis: 12,71 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 15.06.2023
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: grandios
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 18.09.2025
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 24.06.2023:

Optisch ein helleres Goldgelb, nasal Reduktivität pur mit Feuerstein und Schießpulver, rosa Schleifscheibe, Streichholzschachtelreibefläche sowie etwas freiem Schwefel. Am Gaumen dann auch Anklänge von hellgelbem Steinobst, das Reduktive bestimmt aber auch hier das Geschehen, schön straffe und klare Säure ohne Herrschaftsgedanken, gelöschter Kalk als Basis. Auch beim ordentlich langen Abgang kein grundsätzlich anderes Bild, im Finale dann noch etwas Piment.

Dieser WB befindet sich knapp vor dem Punkt, ab dem ich die Reduktivität nicht mehr goil finde, tatsächlich bin ich da ziemlich binär und ohne nennenswerten Übergangsbereich. Hier sind die flintigen Sachen aber so komplex bzw. klar differenzierbar, daß es eine ziemliche Freude ist, ständig wieder dran zu schnüffeln. Das Problem könnte nur sein, daß beim Nachlassen der reduktiven Seite im Laufe der Jahre ein geschmackliches Loch entsteht; aber die Flasche ist ja glücklicherweise verschraubt, sollte also noch eine Zeitlang halten, aktuell jedenfalls großartig!

Wertung vom 24.06.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 18.09.2025:

Das Glas emittiert ein strahlendes, helleres Goldgelb, nasenmäßig geht’s deutlich, aber für meinen Geschmack nicht „overdone“ reduktiv zu, wobei diese Seite sehr komplex ist: Basalt, VA-Schnitt, Streichholzschachtelreibefläche, Funkenstrecke und einen Hauch Hypochlorid kann ich differenzieren; dahinter dann Ahnungen von Mirabelle und Zitronenzesten. Geschmacklich ist die Frucht etwas präsenter und es kommt auch noch ein nicht ganz reifer Weinbergspfirsich dazu, das Ganze wird um eine feine Kalisalzspur ergänzt, die Säure ist klar, stramm, frisch, jenseits der Mineralik auf der reduktiven Seite bestätigt sich der auf dem Etikett angekündigte Kalksteinfels unaufdringlich wie eindeutig. Der ziemlich lange Nachhall bringt dann noch Limette und etwas Wakame ins Spiel, im Finale auch der Hauch einer Art konzentriertem Salzkaramells.

Zwei Jahre nach der Erstbegegnung hat sich die reduktive Seite insgesamt wohl leicht zurückgebildet, bestimmt aber immer noch im besten Sinne das Geschehen; trotz der leichten Harmonisierung gibt’s keinerlei Spannungsabfall. Bei reduktiv ausgebauten Weinen -die ich generell gerne mag- kann das Pendel ganz schnell ins Negative ausschlagen, hier bleiben wir gemäß meiner Vorlieben klar auf der animierenden Seite, vor allem auch deswegen, weil die Mineralik von Schluck zu Schluck recht auffällig changiert und damit den Reiz des Weins über den gesamten Verkostungszeitraum von gut zwei Stunden nicht abflauen läßt. Weißburgunder gefiel mir in letzter Zeit vor allem, wenn er entweder aus der Naturecke und / oder der Steiermark stammte, auch als -seltener- reinsortiger Champagner machte er für mich eine gute Figur. Dieser WB zeigt aber recht eindrucksvoll, daß auch die konventionelle Seite goile Weißburgunder zu bieten hat, und Ganze für gerade mal knapp 13 Euronen, großer Spaß!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/09/18/phosphor-und-schwefel-wb/
Link 2: -
Link 3: -
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